Pallade Veneta - Bundesschülerkonferenz zu Kleiderordnung an Schulen: "Gibt dringlichere Probleme"

Bundesschülerkonferenz zu Kleiderordnung an Schulen: "Gibt dringlichere Probleme"


Bundesschülerkonferenz zu Kleiderordnung an Schulen: "Gibt dringlichere Probleme"
Bundesschülerkonferenz zu Kleiderordnung an Schulen: "Gibt dringlichere Probleme" / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Die Bundesschülerkonferenz (BSK) hat den Vorschlag einer Kleiderordnung an Schulen kritisiert. "Es gibt dringlichere Probleme, die unsere Aufmerksamkeit verdienen", erklärte Generalsekretärin Wiebke Maibaum am Donnerstagabend in Berlin. Die Qualität der Bildung, die digitale Ausstattung der Schulen und die Unterstützung von Lernenden seien vorrangige Anliegen, teilte die BSK mit.

Textgröße ändern:

Zwar respektiere sie die Position des Bundeselternrates und die Idee, "dass Schulen einen Konsens über passende Kleidung finden sollten, um eine angemessene Lernumgebung sicherzustellen". Die BSK betonte aber, dass "Bildungsfreiheit und die Priorisierung drängenderer Probleme in der Bildungspolitik ebenfalls von entscheidender Bedeutung sind". Bildungspolitik solle "ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen individueller Freiheit und angemessenen Verhaltensregeln in Schulen finden".

Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte Maibaum: "Ich als Privatperson würde eine Kleiderordnung als Bevormundung empfinden." Eine Kleiderordnung oder im extremsten Fall eine Schuluniform verlagere die Probleme sozialer Ungleichheit.

Der Bundeselternrat hatte Regeln für die Bekleidung an Schulen befürwortet. Die Verbandsvorsitzende Christiane Götte empfahl Schulen in einem Interview mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, "einen Konsens über eine Kleiderordnung zu schließen."

Wie nun die Schülerinnen und Schüler sprachen sich zuvor auch der Deutsche Lehrerverband und der Verband Bildung und Erziehung gegen solche festen Regeln aus.

R.Zarlengo--PV

Empfohlen

Durchgesickerte Prüfungsaufgaben: Indische Abgeordnete stimmen für härtere Strafen

Nach Protesten der sogenannten Kakerlaken-Bewegung (CJP) gegen Missstände im indischen Bildungssystem hat das Unterhaus des Parlaments härteren Strafen für das Durchstechen von Prüfungsaufgaben zugestimmt. Die Abgeordneten beschlossen die Gesetzesänderung am Mittwoch in Neu Delhi, sie geht nun ins Oberhaus. Die Proteste hatten zuvor bereits den Bildungsminister zum Rücktritt gebracht.

Nordrhein-Westfalen: Lehrerin scheitert vor Gericht mit Versetzung nach Ostfriesland

Eine Grundschullehrerin aus Recklinghausen in Nordrhein-Westfalen darf vorerst nicht an eine Schule in Niedersachsen wechseln. Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht (OVG) wies ihren Eilantrag am Mittwoch zurück, wie das Gericht in Münster mitteilte. Die Lehrerin hatte demnach 2024 ein Haus im ostfriesischen Küstenort Greetsiel gekauft und ihren Hauptwohnsitz dorthin verlegt. Das Land verweigerte der Lehrerin aber einen Schulwechsel wegen Personalmangels an Grundschulen in Recklinghausen.

Keine Fortschritte bei Verhandlungen zwischen Demonstranten und indischer Regierung

Eine zweite Verhandlungsrunde zwischen der indischen Regierung und Vertretern der sogenannten Kakerlaken-Bewegung ist am Freitag ergebnislos zu Ende gegangen. Die Vertreter der Bewegung hätten der Regierung klar gemacht, dass "nur der Rücktritt von Bildungsminister Dharmendra Pradhan akzeptabel wäre", sagte ein Sprecher der Gruppe, Ashutosh Ranka. Darauf sei die Regierung aber nicht eingegangen.

ChampKidz by Xenia Hügel für Bildungsarbeit ausgezeichnet

Nationale Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung

Textgröße ändern: