Pallade Veneta - Wohnraum für Studenten: Miet- und Nebenkosten explodieren

Wohnraum für Studenten: Miet- und Nebenkosten explodieren


Wohnraum für Studenten: Miet- und Nebenkosten explodieren
Wohnraum für Studenten: Miet- und Nebenkosten explodieren / Foto: Daniel ROLAND - AFP/Archiv

Wohnraum ist für Studierende nicht nur knapp, sondern oft auch unbezahlbar. Nach dem am Donnerstag vorgestellten Studentenwohnreport des Finanzdienstleisters MLP und des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) liegt die Kaltmiete in 38 untersuchten Hochschulstädten aktuell im Schnitt um 6,2 Prozent über dem Vorjahr. Miet- und Nebenkosten würden "explodieren".

Textgröße ändern:

Damit sind das zweite Jahr in Folge alle Hochschulstädte bei Studentenwohnungen teurer geworden. Bereits im vergangenen Jahr lag der Preisanstieg bei 5,9 Prozent.

Spitzenreiter ist in diesem Jahr Heidelberg mit einer Steigerung von acht Prozent bei den Kaltmieten. Es folgen Oldenburg mit einem Plus von 6,8 Prozent und Berlin mit einem Plus von 6,4 Prozent. Die geringsten Preiserhöhungen bei Kaltmieten für studentisches Wohnen gab es in Chemnitz (1,0 Prozent), Jena (1,6 Prozent) und Regensburg (2,2 Prozent).

Während der Corona-Pandemie im Jahr 2021 waren die Mieten in etlichen Städten noch gesunken - dieser positive Effekt ist allerdings längst verpufft. Grund hierfür ist unter anderem ein geringeres Wohnangebot bei gleichzeitig vielerorts steigender Nachfrage. Zudem ist Wohneigentum seit der Zinswende für immer mehr Menschen nicht bezahlbar, weshalb diese ebenfalls mit Studierenden um Mietwohnungen konkurrieren.

Eine studentische Musterwohnung mit 30 Quadratmetern kostet in Frankfurt und München nun rund 700 Euro Warmmiete, wobei Frankfurt mit 696 Euro München knapp als teuersten Studienort ablöste. Aufgrund steigender Energiepreise haben sich auch die Wohnnebenkosten dem Report zufolge "extrem erhöht". Die Abschläge für Heizkosten stiegen demnach seit Jahresbeginn um durchschnittlich 43 Prozent - bei gleichzeitig stagnierenden studentischen Einkommen.

Am günstigsten wohnen Studierende in den ostdeutschen Städten Magdeburg und Chemnitz, wo die Warmmieten im Schnitt bei 282 Euro beziehungsweise 294 Euro liegen. Einzig in diesen beiden Städten können Studierende auch die Miete für eine studentische Musterwohnung mit dem Wohnzuschlag im Bafög-Höchstsatz (360 Euro) abdecken. In München reicht er gerade mal für 14 Quadratmeter kalt.

L.Bufalini--PV

Empfohlen

Studienkreis: Schlauer lernen mit KI - die besten Tipps & Tools

Nachhilfeinstitut verschenkt Ratgeber für Schülerinnen, Schüler und Eltern

Meningitis-Ausbruch in England: Hunderte sollen vorbeugend Antibiotika einnehmen

Nach einem schweren Meningitis-Ausbruch mit zwei Todesopfern in der britischen Grafschaft Kent sind hunderte Menschen vorbeugend mit Antibiotika versorgt worden. Insgesamt wurden bis Dienstag nach Angaben der Gesundheitsbehörden 15 Infektionsfälle bestätigt, eine 18-jährige Schülerin und ein 21 Jahre alter Student starben. Viele Infizierte steckten sich in einer Disco in Canterbury an, wie Gesundheitsminister Wes Streeting sagte. Er sprach von einem "beispiellosen" Ausbruch.

Statistik: Jährliche Ausgaben pro Schülerin und Schüler um 700 Euro gestiegen

In Deutschland sind im Jahr 2024 für jeden Schüler und jede Schülerin durchschnittlich 10.500 Euro ausgegeben worden. Das entspricht einem Anstieg von 700 Euro beziehungsweise sieben Prozent für die öffentlichen Schulen, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Zurückzuführen war dies vor allem auf die gestiegenen Personalkosten, die 75 Prozent der Aufwendungen ausmachten.

Viertes Jahresplus in Folge: Schülerzahl steigt auf rund 11,5 Millionen

Die Schülerzahl in Deutschland ist das vierte Jahr in Folge gestiegen. Im Schuljahr 2025/26 wurden an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen in Deutschland rund 11,5 Millionen junge Menschen unterrichtet, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Das war ein Anstieg um 0,7 Prozent oder gut 84.000 gegenüber dem vorherigen Schuljahr. Das entspricht den Angaben zufolge etwa der Entwicklung der Bevölkerungszahl in der Altersgruppe der Fünf- bis 19-Jährigen.

Textgröße ändern: