Pallade Veneta - Schleppende Digitalisierung und Lehrermangel: Bundesschülerkonferenz will Wende

Schleppende Digitalisierung und Lehrermangel: Bundesschülerkonferenz will Wende


Schleppende Digitalisierung und Lehrermangel: Bundesschülerkonferenz will Wende
Schleppende Digitalisierung und Lehrermangel: Bundesschülerkonferenz will Wende / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Angesichts schleppender Digitalisierung und Lehrermangels hat die Bundesschülerkonferenz eine "radikale Bildungswende" gefordert. "Jahrzehntelang hat die Politik es verpennt, die Weichen in Richtung Zukunft zu stellen", erklärte Generalsekretärin Wiebke Maibaum am Montag in Berlin. "Wir sind die Generation, die die Rechnung bezahlt." Es dürfe jetzt "keine Ausreden mehr geben".

Textgröße ändern:

Der Ausbau der digitalen Infrastruktur an Schulen müsse drastisch beschleunigt werden, heißt es in einem auf dem Bildungskongress der Bundesschülerkonferenz am Wochenende verabschiedeten Beschluss. Mehr Tempo gehe aber nur mit weniger Bürokratie. Angesichts des Lehrkräftemangels sollten die Bundesländer nicht um Personal konkurrieren, sondern gemeinsam an einer Lösung arbeiten. Dafür müsse der Beruf attraktiver und das Lehramtsstudium reformiert werden.

Zudem fordert die Organisation mehr Chancengerechtigkeit. Der sozioökonomische Hintergrund bestimme noch immer den Bildungserfolg. Durch Pandemie und weitere Krisen seien Schülerinnen und Schüler hoher psychischer Belastung ausgesetzt. Schule dürfe kein weiterer Belastungsfaktor werden, sondern sollte bei der Bewältigung unterstützen. Dafür müsse auch die Schulpsychologie ausgebaut werden, so die Forderung.

E.M.Filippelli--PV

Empfohlen

Britischer Prinz George wechselt im September auf Eliteschule Eton

Prinz George, der älteste Sohn des britischen Thronfolgers Prinz William, wird ab September die Eliteschule Eton besuchen. Der Kensington-Palast gab den Schulwechsel am Dienstag bekannt. Der zwölfjährige George folgt damit seinem Vater William und seinem Onkel Harry, die ebenfalls in Eton zur Schule gingen. Unklar ist bisher, ob George auch im Internat der Schule wohnen wird. Eton ist nur wenige Kilometer vom Wohnsitz seiner Eltern auf dem Gelände von Schloss Windsor entfernt.

Deutsches Studierendenwerk drängt auf rasche Einigung bei Bafög-Reform

Das Deutsche Studierendenwerk (DSW) pocht auf die von der Koalition versprochene Bafög-Erhöhung. "Der Zick-Zack-Kurs der Bundesregierung beim Bafög ist ein verheerendes Signal an die Studierenden und die junge Generation insgesamt", sagte DSW-Vorstandschef Matthias Anbuhl der "Rheinischen Post" vom Dienstag. "Der Fachkräftemangel wird sich in den kommenden Jahren verschärfen, denn die Boomer-Generation geht nun Schritt für Schritt in Rente", betonte Anbuhl.

Bildungsbericht zeigt erneut Defizite bei Chancengerechtigkeit und Kompetenzen

Der Nationale Bildungsbericht zeigt erneut deutliche Defizite bei Chancengerechtigkeit und grundlegenden Standards auf. "Die Bildungsschere tut sich ab der Geburt auf", sagte Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) am Montag bei der Vorstellung des Berichts. Sie betonte die Bedeutung der frühkindlichen Bildung und will dazu neben der Kita verstärkt die Familien in die Pflicht nehmen.

Streit um Bafög-Reform: DGB warnt vor Politikverdrossenheit bei jungen Menschen

Vor dem Hintergrund des anhaltenden Streits in der Koalition über die geplante Bafög-Reform hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) die CDU davor gewarnt, junge Menschen aus dem Blick zu verlieren. "Die aktuelle Diskussion um ein Aussetzen der Bafög-Reform treibt Studierende und Schülerinnen und Schüler in die Politikverdrossenheit", erklärte DGB-Vize Elke Hannack am Montag. Sie ist selbst Mitglied im CDU-Bundesvorstand.

Textgröße ändern: