Pallade Veneta - Schusswaffenangriff auf US-Schule: Vater des Tatverdächtigen festgenommen

Schusswaffenangriff auf US-Schule: Vater des Tatverdächtigen festgenommen


Schusswaffenangriff auf US-Schule: Vater des Tatverdächtigen festgenommen
Schusswaffenangriff auf US-Schule: Vater des Tatverdächtigen festgenommen / Foto: CHRISTIAN MONTERROSA - AFP

Einen Tag nach einem erneuten tödlichen Schusswaffenangriff auf eine Schule in den USA ist der Vater des 14-jährigen Tatverdächtigen festgenommen worden. Der 54-Jährige habe seinem Sohn "wissentlich" erlaubt, eine Waffe zu besitzen, warfen ihm die Ermittlungsbehörden am Donnerstag (Ortszeit) vor. Donald Trumps Vizepräsidentschaftskandidat J.D. Vance bezeichnete Schießereien an Schulen indes als Teil des Lebens - die demokratische Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris widersprach.

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Bei dem Schusswaffenangriff auf eine Schule im südöstlichen US-Bundesstaat Georgia starben am Mittwoch zwei Mitschüler des Tatverdächtigen sowie zwei Lehrerkräfte; neun weitere Menschen wurden verletzt. Der 14-jährige mutmaßliche Schütze wurde festgenommen und soll ungeachtet seines Alters nach Erwachsenenstrafrecht vor Gericht kommen.

Vor der Justiz verantworten muss sich auch der Vater des 14-Jährigen. Er solle sich wegen vierfacher fahrlässiger Tötung, zweifachen Totschlags in einem besonders schweren Fall und achtfacher Grausamkeit gegenüber Kindern verantworten, kündigte der Leiter der Ermittlungsbehörde des Bundesstaats Georgia (GBI), Chris Hosey, an.

Der US-Sender CNN berichtete, dass die bei dem Angriff verwendete Waffe ein Geschenk des Vaters gewesen sei. Demnach handelte es sich um ein halbautomatisches Sturmgewehr.

US-Präsident Joe Biden sagte am Donnerstag vor Journalisten im US-Bundesstaat Wisconsin, Eltern müssten zur Rechenschaft gezogen werden, wenn sie ihren Kindern "Zugang zu diesen Gewehren gewähren". "Wie kann man ein Sturmgewehr, eine Waffe, in einem Haus haben, das nicht weggeschlossen ist und von dem man weiß, dass sein Kind weiß, wo es ist?", klagte Biden.

Auch der Vizepräsidentschaftskandidat des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump, J.D Vance, äußerte sich zu dem Angriff in Georgia. "Mir gefällt nicht, dass dies eine Tatsache des Lebens ist", sagte Vance am Donnerstag bei einem Auftritt in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona und sprach sich zudem für bessere Sicherheitsvorkehrungen an Schulen aus.

Die demokratische Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris reagierte prompt: Schießereien an Schulen seien "nicht nur eine Tatsache des Lebens", schrieb sie im Onlinedienst X. "Das muss nicht so sein", fügte sie hinzu. "Wir können Maßnahmen ergreifen, um unsere Kinder zu schützen - und wir werden es tun."

Ihr Vizepräsidentenkandidat Tim Walz kritisierte die Äußerungen von Vance als "erbärmlich". Bei X schrieb er: "Wir können unsere Kinder nicht aufgeben - sie haben etwas Besseres verdient."

An US-Schulen gibt es immer wieder Schusswaffenangriffe, schon Grundschüler werden routinemäßig in Übungen auf das richtige Verhalten bei solchen Vorfällen gedrillt. Umfragen zufolge befürwortet eine Mehrheit der US-Bürger eine Verschärfung der Waffengesetze. Entsprechende Initiativen scheitern jedoch immer wieder am Widerstand der konservativen Republikaner und der mächtigen Waffenlobby.

Im April waren im Bundesstaat Michigan erstmals Eltern wegen eines Schusswaffenangriffs ihres Kindes wegen fahrlässiger Tötung zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

In Georgia dauern die Ermittlungen zu dem Schusswaffenangriff an der Apalachee-High-School rund 70 Kilometer nordöstlich von Atlanta unterdessen an. Die Untersuchung sei "komplex", erklärte das GBI am Donnerstag und verwies unter anderem auf die noch anstehenden Autopsien der vier Todesopfer. Der 14-jährige Tatverdächtige werde am Freitag vor Gericht erscheinen und wahrscheinlich würden noch weitere Vorwürfe gegen ihn erhoben, fügte die Behörde hinzu.

A.Fallone--PV

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