Pallade Veneta - Berichte: Trump könnte mit Demontage von Bildungsministerium beginnen

Berichte: Trump könnte mit Demontage von Bildungsministerium beginnen


Berichte: Trump könnte mit Demontage von Bildungsministerium beginnen
Berichte: Trump könnte mit Demontage von Bildungsministerium beginnen / Foto: Jim WATSON - AFP

Mit der für Dienstag angekündigten Unterzeichnung weiterer Dekrete könnte US-Präsident Donald Trump Berichten zufolge mit der im Wahlkampf versprochenen Demontage des US-Bildungsministeriums beginnen. Trump kann das Bildungsministerium nicht ohne die Zustimmung des Kongresses abschaffen, und dass er diese bekommt, ist unwahrscheinlich. US-Medienberichten zufolge könnte er jedoch ein Dekret erlassen, wodurch das Ministerium letztlich ausgehölt wird.

Textgröße ändern:

Das Weiße Haus bestätigte, dass Trump eine weitere Reihe von Dekreten unterzeichnen wolle, machte jedoch keine näheren Angaben zum Inhalt. Die Berichte erfolgten vor dem Hintergrund eines breit angelegten Vorgehens gegen US-Bundesbehörden, angeführt von seinem Vertrauten Elon Musk, dem reichsten Mann der Welt. Dieser hatte am Montag gesagt, die US-Entwicklungsbehörde USAID werde "geschlossen".

Die Zeitung "Washington Post" berichtete am Montag, das von Musk geleitete Department of Government Efficiency (Doge) prüfe bereits Daten des Bildungsministeriums.

Musk verwies in seinem Onlinedienst X auf den Bericht und erklärte, der ehemalige US-Präsident Ronald Reagan habe sein Versprechen, das Ministerium in den 1980er Jahren abzuschaffen, nicht eingelöst. "President @realDonaldTrump wird Erfolg haben", schrieb Musk.

Im Wahlkampf hatte Trump wiederholt angekündigt, er werde im Falle eines Wahlsieges das Bildungsministerium abschaffen und das Thema Bildung den Bundesstaaten überlassen. Mehrfach erklärte er, das Ministerium habe zu viel Ausgabenkompetenz. Im weltweiten Vergleich hinken die USA bei Schulstandards allerdings deutlich anderen Ländern hinterher.

Zudem kritisierte Trump US-Schulen als zu liberal. Vergangene Woche unterzeichnete er mehrere Dekrete zu umstrittenen Themen in der Bildungspolitik, darunter den Umgang mit Rassismus und Transmenschen.

Der Milliardär Musk leitet eine Einrichtung für effizientes Regieren, das Department of Government Efficiency (Doge), das nicht in den Regierungsapparat integriert ist. Die Stelle soll Trumps Vorhaben vorantreiben, massiv Personal und Kosten in den Bundesbehörden zu reduzieren.

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, hatte am Montag gesagt, Musk habe den Status eines "besonderen Regierungsangestellten". Vor Journalisten sagte sie, Musk habe "alle zutreffenden Bundesgesetze eingehalten". Ob es eine Sicherheitsüberprüfung Musks gegeben habe, konnte sie nicht sagen.

Trump sagte dazu am Montag auf Nachfrage von Journalisten: "Elon kann und wird nichts tun ohne unsere Zustimmung." Die Regierung werde "ihm die Zustimmung geben, wo es angemessen ist, wo es nicht angemessen ist, werden wir es nicht tun". Musk erstatte "vollständig Bericht", betonte Trump. "Das ist etwas, woran ihm sehr viel liegt, und ich bin beeindruckt", sagte Trump.

L.Guglielmino--PV

Empfohlen

Studienkreis: Schlauer lernen mit KI - die besten Tipps & Tools

Nachhilfeinstitut verschenkt Ratgeber für Schülerinnen, Schüler und Eltern

Meningitis-Ausbruch in England: Hunderte sollen vorbeugend Antibiotika einnehmen

Nach einem schweren Meningitis-Ausbruch mit zwei Todesopfern in der britischen Grafschaft Kent sind hunderte Menschen vorbeugend mit Antibiotika versorgt worden. Insgesamt wurden bis Dienstag nach Angaben der Gesundheitsbehörden 15 Infektionsfälle bestätigt, eine 18-jährige Schülerin und ein 21 Jahre alter Student starben. Viele Infizierte steckten sich in einer Disco in Canterbury an, wie Gesundheitsminister Wes Streeting sagte. Er sprach von einem "beispiellosen" Ausbruch.

Statistik: Jährliche Ausgaben pro Schülerin und Schüler um 700 Euro gestiegen

In Deutschland sind im Jahr 2024 für jeden Schüler und jede Schülerin durchschnittlich 10.500 Euro ausgegeben worden. Das entspricht einem Anstieg von 700 Euro beziehungsweise sieben Prozent für die öffentlichen Schulen, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Zurückzuführen war dies vor allem auf die gestiegenen Personalkosten, die 75 Prozent der Aufwendungen ausmachten.

Viertes Jahresplus in Folge: Schülerzahl steigt auf rund 11,5 Millionen

Die Schülerzahl in Deutschland ist das vierte Jahr in Folge gestiegen. Im Schuljahr 2025/26 wurden an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen in Deutschland rund 11,5 Millionen junge Menschen unterrichtet, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Das war ein Anstieg um 0,7 Prozent oder gut 84.000 gegenüber dem vorherigen Schuljahr. Das entspricht den Angaben zufolge etwa der Entwicklung der Bevölkerungszahl in der Altersgruppe der Fünf- bis 19-Jährigen.

Textgröße ändern: