Pallade Veneta - Schülerkonferenz: Mehr rechtsextreme Fälle an Schulen - Unterrichtsreform nötig

Schülerkonferenz: Mehr rechtsextreme Fälle an Schulen - Unterrichtsreform nötig


Schülerkonferenz: Mehr rechtsextreme Fälle an Schulen - Unterrichtsreform nötig
Schülerkonferenz: Mehr rechtsextreme Fälle an Schulen - Unterrichtsreform nötig / Foto: THOMAS KIENZLE - AFP/Archiv

Die Bundesschülerkonferenz sieht eine "alarmierende Zunahme rechtsextremer Vorfälle" an deutschen Schulen und hat vor diesem Hintergrund eine Reform des Unterrichts verlangt. "Hakenkreuze, Hitlergrüße und Hetzparolen" - was wie aus vergangenen Zeiten klinge, sei für viele Schülerinnen und Schüler mittlerweile "trauriger Alltag", teilte die bundesweite Vertretung der Schülerinnen und Schüler am Dienstag mit. "Rechtsextreme Vorfälle nehmen zu", das hätten auch Medienrecherchen ergeben.

Textgröße ändern:

Die Schüler nannten als Beispiele Symbole und Parolen, die auf dem Schulhof, im Klassenzimmer und in Chatgruppen geteilt würden. "Diese Entwicklung darf nicht einfach hingenommen werden", hieß es. Schule müsse "ein sicherer Ort der Aufklärung, des demokratischen Lernens und der aktiven Auseinandersetzung mit Geschichte und Gegenwart sein".

Dafür reiche der Geschichtsunterricht allein nicht mehr aus, es müsse mindestens einen Pflichtbesuch in einer KZ-Gedenkstätte während der weiterführenden Schulzeit geben. In Projekttagen müssten aktuelle Entwicklungen besprochen und politische Bildung müsse fächerübergreifend gelehrt werden, forderte die Bundesschülerkonferenz weiter. Dazu müssten auch die Lehrkräfte entsprechend weitergebildet werden, "insbesondere im Umgang mit extremistischem Gedankengut und Radikalisierungstendenzen bei Jugendlichen".

Um Extremismus im Ansatz zu erkennen und zu verhindern, sei nicht zuletzt eine Stärkung der Schulsozialarbeit nötig. "Wir brauchen mehr Menschen an Schulen, die zuhören, erkennen, eingreifen", heißt es in den Forderungen dazu. Auch müssten Austauschprojekte und Partnerschaften im Ausland gestärkt werden, um mehr Begegnungen zu ermöglichen.

A.Graziadei--PV

Empfohlen

Studienkreis: Schlauer lernen mit KI - die besten Tipps & Tools

Nachhilfeinstitut verschenkt Ratgeber für Schülerinnen, Schüler und Eltern

Meningitis-Ausbruch in England: Hunderte sollen vorbeugend Antibiotika einnehmen

Nach einem schweren Meningitis-Ausbruch mit zwei Todesopfern in der britischen Grafschaft Kent sind hunderte Menschen vorbeugend mit Antibiotika versorgt worden. Insgesamt wurden bis Dienstag nach Angaben der Gesundheitsbehörden 15 Infektionsfälle bestätigt, eine 18-jährige Schülerin und ein 21 Jahre alter Student starben. Viele Infizierte steckten sich in einer Disco in Canterbury an, wie Gesundheitsminister Wes Streeting sagte. Er sprach von einem "beispiellosen" Ausbruch.

Statistik: Jährliche Ausgaben pro Schülerin und Schüler um 700 Euro gestiegen

In Deutschland sind im Jahr 2024 für jeden Schüler und jede Schülerin durchschnittlich 10.500 Euro ausgegeben worden. Das entspricht einem Anstieg von 700 Euro beziehungsweise sieben Prozent für die öffentlichen Schulen, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Zurückzuführen war dies vor allem auf die gestiegenen Personalkosten, die 75 Prozent der Aufwendungen ausmachten.

Viertes Jahresplus in Folge: Schülerzahl steigt auf rund 11,5 Millionen

Die Schülerzahl in Deutschland ist das vierte Jahr in Folge gestiegen. Im Schuljahr 2025/26 wurden an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen in Deutschland rund 11,5 Millionen junge Menschen unterrichtet, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Das war ein Anstieg um 0,7 Prozent oder gut 84.000 gegenüber dem vorherigen Schuljahr. Das entspricht den Angaben zufolge etwa der Entwicklung der Bevölkerungszahl in der Altersgruppe der Fünf- bis 19-Jährigen.

Textgröße ändern: