Pallade Veneta - Studie: Nachfrage nach staatlicher Studienunterstützung sinkt weiter

Studie: Nachfrage nach staatlicher Studienunterstützung sinkt weiter


Studie: Nachfrage nach staatlicher Studienunterstützung sinkt weiter
Studie: Nachfrage nach staatlicher Studienunterstützung sinkt weiter / Foto: Swen Pförtner - dpa/AFP/Archiv

Die Nachfrage nach staatlicher finanzieller Unterstützung während des Studiums sinkt weiter. 2024 bezogen nur 15,1 Prozent der Studierenden in Deutschland Bafög, Stipendien oder Studienkredite, wie das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) am Donnerstag in Gütersloh mitteilte. Das waren 1,7 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr.

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Die geringste Quote wies demnach Thüringen auf. Dort finanzierten laut CHE rund neun von zehn Studierenden ihre akademische Laufbahn aus privaten Mitteln, also durch Unterstützung der Eltern oder eigene Berufstätigkeit.

Insgesamt erhielten 2024 rund 326.000 Studierende in Deutschland eine Bafög-Förderung, was einem Anteil von rund 11,4 Prozent entspricht. 69.000 Menschen beziehungsweise 2,4 Prozent bekamen ein Stipendium - etwa ein Aufstiegsstipendium, ein Deutschlandstipendium oder ein Begabtenstipendium. Rund 44.000 Studierende oder 1,4 Prozent nahmen laut Untersuchung einen staatlichen Studienkredit in Anspruch. Nur das Deutschlandstipendium verzeichnete demnach 2024 ein minimales Plus.

Die staatlichen Studienfinanzierungsinstrumente befänden sich seit Jahren in einer Dauerkrise, was Konzeption, Akzeptanz und Nutzungszahlen angehe, erklärte Ulrich Müller vom CHE. Die Politik nehme in Kauf, dass die meisten Studierenden sich nicht voll und ganz aufs Studium konzentrieren könnten. Es drohten längere Studienzeiten, eine eingeschränkte Fach- und Ortswahl sowie eine Zunahme von Studienabbrüchen.

E.M.Filippelli--PV

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Statistik: Jährliche Ausgaben pro Schülerin und Schüler um 700 Euro gestiegen

In Deutschland sind im Jahr 2024 für jeden Schüler und jede Schülerin durchschnittlich 10.500 Euro ausgegeben worden. Das entspricht einem Anstieg von 700 Euro beziehungsweise sieben Prozent für die öffentlichen Schulen, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Zurückzuführen war dies vor allem auf die gestiegenen Personalkosten, die 75 Prozent der Aufwendungen ausmachten.

Viertes Jahresplus in Folge: Schülerzahl steigt auf rund 11,5 Millionen

Die Schülerzahl in Deutschland ist das vierte Jahr in Folge gestiegen. Im Schuljahr 2025/26 wurden an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen in Deutschland rund 11,5 Millionen junge Menschen unterrichtet, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Das war ein Anstieg um 0,7 Prozent oder gut 84.000 gegenüber dem vorherigen Schuljahr. Das entspricht den Angaben zufolge etwa der Entwicklung der Bevölkerungszahl in der Altersgruppe der Fünf- bis 19-Jährigen.

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