Pallade Veneta - Bündnis fordert Einführung von Gesundheitsfachkräften an Schulen

Bündnis fordert Einführung von Gesundheitsfachkräften an Schulen


Bündnis fordert Einführung von Gesundheitsfachkräften an Schulen
Bündnis fordert Einführung von Gesundheitsfachkräften an Schulen / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Ein Bündnis aus Gesundheitsverbänden, Schülern und Eltern fordert die Einführung von Gesundheitsfachkräften an deutschen Schulen. Ziel sei es, bundesweit bis zu zehntausend solcher Stellen zu schaffen, hieß es in einem am Montag in Berlin veröffentlichten gemeinsamen Memorandum vom Dachverband der Betriebskrankenkassen (BKK), dem Deutschen Pflegerat, der Bundesschülerkonferenz und dem Bundeselternrat.

Textgröße ändern:

"Kinder und Jugendliche verbringen viel Zeit in der Schule", erklärte die BKK-Vorsitzende Anne-Kathrin Klemm. "Und genau dort brauchen sie Gesundheitsangebote und eine verlässliche Ansprechperson." Dafür brauche es einen Schulgesundheitspakt von Bund und Ländern, forderte sie. "Für eine langfristige Gegenfinanzierung könnte die von der Finanzkommission Gesundheit vorgeschlagene Zuckersteuer genutzt werden."

Schulgesundheitsfachkräfte könnten Beschwerden einschätzen, leisteten erste Hilfe, begleiteten und unterstützten Kinder mit chronischen Erkrankungen und stärkten Inklusion, erklärte die Vizepräsidentin des Deutschen Pflegerates, Jana Luntz. Dadurch würden Kinder, Eltern, Lehrkräfte, Arztpraxen und das Gesundheitssystem entlastet.

Viele Familien erlebten, dass Schule Kinder an körperliche, psychische und soziale Belastungsgrenzen bringe, erklärte der Vorsitzende des Bundeselternrates, Norman Heise. Dauerhafter Druck führe zu Überforderung und gesundheitlichen Problemen, gleichzeitig fehlten Zeit, Personal und niedrigschwellige Hilfe. "Schulgesundheitsfachkräfte können diese Lücke schließen, entlasten Familien, unterstützen Lehrkräfte und bieten Kindern eine verlässliche Anlaufstelle im Alltag."

E.M.Filippelli--PV

Empfohlen

Demografischer Wandel schlägt zu: Schülerzahl erreicht Höchststand bereits 2029

Der demografische Wandel schlägt in den Schulen einer aktuellen Analyse zufolge früher durch als bislang angenommen. Der Höchststand bei den bundesweiten Schülerzahlen wird schon 2029 erwartet, wie aus neuen Prognosen hervorgeht, die die Kultusminsterkonferenz der Länder (KMK) am Freitag in Berlin veröffentlichte. Das ist drei Jahre eher als laut bisherigen Berechnungen.

Überstunden-Urteil: Gewerkschaften fordern Handeln gegen Überlastung von Lehrkräften

Nach dem Überstunden-Urteil des Bundesverwaltungsgerichts haben die Bildungsgewerkschaften Maßnahmen gegen die Überlastung von Lehrkräften gefordert. "Die Bundesländer müssen jetzt endlich die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte umsetzen", erklärte die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern, am Donnerstagabend in Frankfurt am Main. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) sprach sich für das Vermeiden oder Ausgleichen von Mehrarbeit aus.

Lehrer Engin Çatık beschreibt ungleiche Startbedingungen und die Bedeutung von Vertrauen

In einer veröffentlichten Leseprobe schildert Engin Çatık seine Kindheit in Berlin-Marienfelde und die Folgen familiärer Armut. Der Lehrer widerspricht der Vorstellung, sein eigener Aufstieg belege gleiche Chancen für alle.

Ganztagsanspruch und Juniorklassen prägen den Schulstart in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg beginnt das neue Schuljahr mit einem Betreuungsanspruch für Erstklässler und zusätzlichen Juniorklassen. Zugleich bleiben unbesetzte Lehrerstellen und sinkende Schülerleistungen zentrale Aufgaben.

Textgröße ändern: