Pallade Veneta - Befragung: Nahezu Hälfte von deutschen Studierenden nutzt täglich KI-Tools

Befragung: Nahezu Hälfte von deutschen Studierenden nutzt täglich KI-Tools


Befragung: Nahezu Hälfte von deutschen Studierenden nutzt täglich KI-Tools
Befragung: Nahezu Hälfte von deutschen Studierenden nutzt täglich KI-Tools / Foto: Uwe Anspach - dpa/AFP/Archiv

Künstliche Intelligenz (KI) wird von 46,5 Prozent aller Studierenden in Deutschland täglich genutzt. Etwa 80 Prozent verwenden KI-Tools zudem mindestens einmal in der Woche, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Befragung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) in Gütersloh hervorgeht. Grundlage der Auswertung waren laut CHE 28.000 Studierende der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften.

Textgröße ändern:

Nur 2,9 Prozent der Studierenden gaben laut Befragung an, künstliche Intelligenz noch nie im Studium verwendet zu haben. Häufig würden die KI-Assistenten für allgemeine Recherchen oder zur ersten Einarbeitung in ein Thema genutzt. Ebenso agierten Chatbots als digitale Lernpartner oder Tutoren im Studium. Laut Umfrage werden KI-Assistenten dagegen seltener zur Textgenerierung verwendet.

Wie stark die KI-Nutzung ausfällt, hängt nach CHE-Angaben auch vom Studienfach ab. Demnach nutzen Studierende der Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftspsychologie oder der Betriebswirtschaftslehre in mehr als neun von zehn Fällen KI mindestens einmal in der Woche. Unter Studierenden der sozialen Arbeit liege dieser Anteil nur noch bei rund 69 Prozent, in der Rechtswissenschaft sogar nur bei rund 53 Prozent.

46 Prozent der Studierenden sprachen sich laut CHE zudem dafür aus, dass KI auch für Prüfungen und Hausarbeiten verwendet werden sollte. 31 Prozent lehnten dies ab.

Kritik äußerten die Befragten am Ausbau von KI-Kompetenzen an deutschen Hochschulen. Angebote zum Erwerb von KI-Kompetenzen bewerteten sie laut CHE im Durchschnitt mit 3,3 von fünf Sternen. Mehr als die Hälfte der Befragten erwartet mehr Lernangebote und eine bessere Thematisierung von KI an den Hochschulen. 70 Prozent wünschen sich dabei klarere Richtlinien für einen ethischen Umgang mit KI.

B.Cretella--PV

Empfohlen

"GenZ"-Proteste: Anklagen gegen Regierung und Appelle für friedliche Demos

Eine "verlassene Jugend" klagt an, die Politik zeigt Verständnis: Vor den geplanten bundesweiten "GenZ"-Protesten haben die Initiatoren die Bundesregierung aufgefordert, die Belange junger Menschen Ernst zu nehmen. Bei Pressekonferenzen in Köln und Berlin erhoben Sprecherinnen und Sprecher der Initiative "GenZ regelt" am Freitag zugleich schwere Vorwürfe. Angesichts befürchteter Krawalle gab es parteiübergreifend Appelle für einen friedlichen Verlauf.

Frankreichs Regierung ruft zum Blockade-Ende auf - Schüler wollen weiter protestieren

Nach der Bekanntgabe erster Maßnahmen für Schüler und Studierende hat die französische Regierung zu einem Ende der Blockade-Aktionen vor Schulen und Unis aufgerufen. "Ab Montag muss wieder gearbeitet werden", sagte Hochschulminister Philippe Baptiste angesichts des Endes der Herbstferien am kommenden Wochenende. Schüler- und Studierendenverbände riefen jedoch bereits zur Fortsetzung der Proteste auf.

Frankreich: Schüler kündigen nach Treffen mit Macron weitere Proteste an

Vertreter der seit Wochen demonstrierenden französischen Schülerinnen und Schüler haben nach einem Treffen mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron weitere Proteste angekündigt. Nach dem Treffen am Freitag rief der Schülervertreter Nathanaël Combary die Demonstranten auf, "weiter zu mobilisieren". Demnach bot Macron den Schülervertretern eine "Reform der Schuldemokratie" sowie eine "vollständige Überarbeitung" der Plattform Parcoursup an, die Schüler für ihre Bewerbung für Studiengänge nutzen müssen.

Zehntausende Studierende fordern bei Demonstration in Wien mehr Geld für Hochschulen

In der österreichischen Hauptstadt Wien sind am Donnerstag zehntausende Studierende gegen das ihrer Meinung nach unzureichende Finanzierung der Hochschulen auf die Straße gegangen. Die Demonstranten trugen Transparente mit Parolen wie "Unsere Bildung, unsere Zukunft", "Die Demokratie braucht Bildung" und "Bildung darf kein Privileg werden". Nach Schätzungen der Organisatoren nahmen mindestens 40.000 Menschen an den Protesten teil. Die Polizei war zuvor von 20.000 Teilnehmern ausgegangen.

Textgröße ändern: