Pallade Veneta - Prien kündigt Sofortprogramm zum Jugendschutz im Internet an

Prien kündigt Sofortprogramm zum Jugendschutz im Internet an


Prien kündigt Sofortprogramm zum Jugendschutz im Internet an
Prien kündigt Sofortprogramm zum Jugendschutz im Internet an / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) hat rasche gesetzliche Maßnahmen zum besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt angekündigt. Sie werde "ein Sofortprogramm auf den Weg bringen mit Maßnahmen, die jetzt schnell umsetzbar sind", sagte Prien am Freitag bei der Entgegennahme des Abschlussberichts einer Expertenkommission zu diesem Thema. Die 56 Empfehlungen der Kommission seien "eine wirkliche Grundlage, um etwas zu verändern in unserem Land".

Textgröße ändern:

Prien bekräftigte ihre Forderung nach Einführung einer Altersgrenze für die Nutzung von Social-Media-Angeboten durch Jugendliche. Eine solche Altersgrenze müsse kombiniert werden mit Auflagen an die Anbieter, die einen besseren Kinder- und Jugendschutz gewährleisten müssten. Innerhalb der Bundesregierung gebe es dazu bereits einen "Diskussionsprozess, und werden den jetzt auch noch mal intensivieren müssen in der Koalition, im Deutschen Bundestag insgesamt", sagte die Ministerin.

Die Kommission schlug in ihren Empfehlungen mehrere Modelle zur Regulierung der Social-Media-Nutzung vor - unter anderem eine Mindestaltersgrenze von 13 Jahren oder aber Beschränkungen für einzelne Social-Media-Angebote. Die Entscheidung darüber, was nun in Gesetze umgesetzt wird, liegt bei der Bundesregierung.

Prien räumte ein, dass der Gesetzgeber in der Frage des Kinder- und Jugendschutzes in der digitalen Welt "spät dran in der Reaktion" sei. Die Regierung habe "hingenommen", dass sich hier "eine Technologie rasant entwickelt" habe - und sie habe "relativ spät begonnen, darauf einen systematischen Blick zu werfen". Sie gehe davon aus, "dass wir noch in diesem Jahr ins Handeln kommen, auch was die Gesetzgebung angeht", sagte die Ministerin.

Die Expertenkommission "Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt" war im September 2025 von Bundesfamilienministerin Prien auf Grundlage des Koalitionsvertrags eingesetzt worden. Ihre Handlungsempfehlungen hatte sie bereits im Juni vorgelegt. Mit der Übergabe des Abschlussberichts am Freitag ist die Arbeit der Kommission abgeschlossen.

In ihrer Bestandsaufnahme analysierte die Kommission zentrale Aspekte des Kinder- und Jugendschutzes in der digitalen Welt – von digitalen Lebenswelten und Gefährdungslagen über Teilhabepotenziale neuer Technologien und bestehende Strukturen der Medienbildung und Prävention bis hin zum rechtlichen Rahmen und seiner praktischen Durchsetzung.

Die Kommission untersuchte vier zentrale Themenfelder: Sicherheit im digitalen Raum, gesundheitliche und psychische Auswirkungen der Mediennutzung, Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz sowie die Stärkung der Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen, Eltern und Fachkräften.

R.Zarlengo--PV

Empfohlen

"GenZ"-Proteste: Anklagen gegen Regierung und Appelle für friedliche Demos

Eine "verlassene Jugend" klagt an, die Politik zeigt Verständnis: Vor den geplanten bundesweiten "GenZ"-Protesten haben die Initiatoren die Bundesregierung aufgefordert, die Belange junger Menschen Ernst zu nehmen. Bei Pressekonferenzen in Köln und Berlin erhoben Sprecherinnen und Sprecher der Initiative "GenZ regelt" am Freitag zugleich schwere Vorwürfe. Angesichts befürchteter Krawalle gab es parteiübergreifend Appelle für einen friedlichen Verlauf.

Frankreichs Regierung ruft zum Blockade-Ende auf - Schüler wollen weiter protestieren

Nach der Bekanntgabe erster Maßnahmen für Schüler und Studierende hat die französische Regierung zu einem Ende der Blockade-Aktionen vor Schulen und Unis aufgerufen. "Ab Montag muss wieder gearbeitet werden", sagte Hochschulminister Philippe Baptiste angesichts des Endes der Herbstferien am kommenden Wochenende. Schüler- und Studierendenverbände riefen jedoch bereits zur Fortsetzung der Proteste auf.

Frankreich: Schüler kündigen nach Treffen mit Macron weitere Proteste an

Vertreter der seit Wochen demonstrierenden französischen Schülerinnen und Schüler haben nach einem Treffen mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron weitere Proteste angekündigt. Nach dem Treffen am Freitag rief der Schülervertreter Nathanaël Combary die Demonstranten auf, "weiter zu mobilisieren". Demnach bot Macron den Schülervertretern eine "Reform der Schuldemokratie" sowie eine "vollständige Überarbeitung" der Plattform Parcoursup an, die Schüler für ihre Bewerbung für Studiengänge nutzen müssen.

Zehntausende Studierende fordern bei Demonstration in Wien mehr Geld für Hochschulen

In der österreichischen Hauptstadt Wien sind am Donnerstag zehntausende Studierende gegen das ihrer Meinung nach unzureichende Finanzierung der Hochschulen auf die Straße gegangen. Die Demonstranten trugen Transparente mit Parolen wie "Unsere Bildung, unsere Zukunft", "Die Demokratie braucht Bildung" und "Bildung darf kein Privileg werden". Nach Schätzungen der Organisatoren nahmen mindestens 40.000 Menschen an den Protesten teil. Die Polizei war zuvor von 20.000 Teilnehmern ausgegangen.

Textgröße ändern: