Pallade Veneta - Gericht: Erzieherinnen dürfen nach Misshandlungsvorwürfen vorerst nicht arbeiten

Gericht: Erzieherinnen dürfen nach Misshandlungsvorwürfen vorerst nicht arbeiten


Gericht: Erzieherinnen dürfen nach Misshandlungsvorwürfen vorerst nicht arbeiten
Gericht: Erzieherinnen dürfen nach Misshandlungsvorwürfen vorerst nicht arbeiten / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Zwei Erzieherinnen aus Niedersachsen, gegen die der Verdacht von Kindesmisshandlung besteht, dürfen bis zum Abschluss der Ermittlungen nicht weiterbeschäftigt werden. Nur so könne eine mögliche Beeinträchtigung des Kindeswohls sicher ausgeschlossen werden, erklärte das Verwaltungsgericht Göttingen am Freitag. Eine frühere Kitamitarbeiterin hatte die Erzieherinnen angezeigt. Sie sollen Kinder zum Essen gezwungen haben. Außerdem sollen Kinder zur Strafe allein im Waschraum oder Flur eingesperrt worden sein.

Textgröße ändern:

Nach Bekanntwerden der Vorwürfe durfte die Kita die Erzieherinnen zunächst nicht mehr unbegleitet und nur noch getrennt voneinander einsetzen. Mehrere Eltern wollten aber ein vorläufiges Arbeitsverbot für die beiden. Sie verwiesen auf Zeugenaussagen, welche die Misshandlungsvorwürfe bestätigten. Es sei davon auszugehen, dass die Kinder sonst wieder misshandelt würden.

Es spreche nichts dafür, dass diese Zeugenaussagen leichtfertig oder nur aus persönlichen Motiven getätigt worden seien, erklärte das Gericht nun. Die bisher erlassenen Auflagen reichten nicht aus, um eine mögliche Beeinträchtigung des Kindeswohls auszuschließen. Dieses Ziel sei aber alternativlos. Es sei angesichts des Personalmangels kaum möglich, dass die beiden Erzieherinnen bei ihrer Arbeit ständig beaufsichtigt würden.

L.Barone--PV

Empfohlen

"GenZ"-Proteste: Anklagen gegen Regierung und Appelle für friedliche Demos

Eine "verlassene Jugend" klagt an, die Politik zeigt Verständnis: Vor den geplanten bundesweiten "GenZ"-Protesten haben die Initiatoren die Bundesregierung aufgefordert, die Belange junger Menschen Ernst zu nehmen. Bei Pressekonferenzen in Köln und Berlin erhoben Sprecherinnen und Sprecher der Initiative "GenZ regelt" am Freitag zugleich schwere Vorwürfe. Angesichts befürchteter Krawalle gab es parteiübergreifend Appelle für einen friedlichen Verlauf.

Frankreichs Regierung ruft zum Blockade-Ende auf - Schüler wollen weiter protestieren

Nach der Bekanntgabe erster Maßnahmen für Schüler und Studierende hat die französische Regierung zu einem Ende der Blockade-Aktionen vor Schulen und Unis aufgerufen. "Ab Montag muss wieder gearbeitet werden", sagte Hochschulminister Philippe Baptiste angesichts des Endes der Herbstferien am kommenden Wochenende. Schüler- und Studierendenverbände riefen jedoch bereits zur Fortsetzung der Proteste auf.

Frankreich: Schüler kündigen nach Treffen mit Macron weitere Proteste an

Vertreter der seit Wochen demonstrierenden französischen Schülerinnen und Schüler haben nach einem Treffen mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron weitere Proteste angekündigt. Nach dem Treffen am Freitag rief der Schülervertreter Nathanaël Combary die Demonstranten auf, "weiter zu mobilisieren". Demnach bot Macron den Schülervertretern eine "Reform der Schuldemokratie" sowie eine "vollständige Überarbeitung" der Plattform Parcoursup an, die Schüler für ihre Bewerbung für Studiengänge nutzen müssen.

Zehntausende Studierende fordern bei Demonstration in Wien mehr Geld für Hochschulen

In der österreichischen Hauptstadt Wien sind am Donnerstag zehntausende Studierende gegen das ihrer Meinung nach unzureichende Finanzierung der Hochschulen auf die Straße gegangen. Die Demonstranten trugen Transparente mit Parolen wie "Unsere Bildung, unsere Zukunft", "Die Demokratie braucht Bildung" und "Bildung darf kein Privileg werden". Nach Schätzungen der Organisatoren nahmen mindestens 40.000 Menschen an den Protesten teil. Die Polizei war zuvor von 20.000 Teilnehmern ausgegangen.

Textgröße ändern: