Pallade Veneta - Nach Lawinenabgang in Österreich alle Vermissten aufgetaucht

Nach Lawinenabgang in Österreich alle Vermissten aufgetaucht


Nach Lawinenabgang in Österreich alle Vermissten aufgetaucht
Nach Lawinenabgang in Österreich alle Vermissten aufgetaucht / Foto: Peter RINDERER - EXPA/AFP

Nach dem Lawinenabgang im österreichischen Skigebiet Lech/Zürs am Arlberg sind am Montagmorgen nach einer großangelegten Suchaktion alle vermissten Wintersportler aufgetaucht. Ein Mensch war schwer verletzt, von den rund zehn zunächst Vermissten waren wenige leicht, die anderen unverletzt.

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Bei dem Schwerverletzten handele es sich um einen deutschen Staatsbürger, sagte Hermann Fercher, Direktor des Tourismusbüros, der Nachrichtenagentur AFP. Die anderen Wintersportler stammten demnach aus Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien und den USA.

Die Polizei war zunächst von rund zehn Verschütteten ausgegangen, weshalb sogleich eine Rettungsaktion in Gang gesetzt wurde. Dabei stützte sie sich auf ein Video eines Skifahrers, demzufolge sich etwa zehn Wintersportler im Bereich der Lawinenbahn aufgehalten hatten.

Ein Mensch konnte rasch aus den Schneemassen gerettet werden - er wurde schwer verletzt ins Krankenhaus geflogen. Laut Polizei konnte sich ein weiterer Wintersportler selbst befreien und begab sich mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Die anderen blieben zunächst verschollen, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete. Sie meldeten sich laut Polizei erst im Verlauf des Abends.

Den Angaben zufolge waren sie selbstständig ins Tal abgefahren und hatten ihre Beteiligung am Lawinenunfall nicht gemeldet. Gegen 20.30 Uhr wurden noch zwei Menschen vermisst. Als auch diese nach ihrer Ankunft zu Hause gegen 23.00 Uhr Kontakt mit der Polizei in Lech aufnahmen, konnte Entwarnung gegeben werden.

Der Bergungs- und Sucheinsatz mit Hubschraubern und Lawinenspürhunden wurde auch nach Einbruch der Dunkelheit fortgesetzt. Laut APA waren acht Hubschrauber, mehr als 200 Rettungshelfer sowie Lawinenspürhunde im Einsatz.

Vorarlbergs Sicherheitslandesrat Christian Gantner (ÖVP) und Fercher sprachen nach dem Auftauchen der Vermissten von einem "Weihnachtswunder".

Die Rettungskräfte hatten am Wochenende vor einer hohen Lawinengefahr in diesem Gebiet und im benachbarten Tirol gewarnt und auf die Brüchigkeit der Schneedecke bei milderen Temperaturen hingewiesen. In den vergangenen Jahren starben in Österreich jährlich rund 20 Menschen durch Lawinen.

U.Paccione--PV

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