Pallade Veneta - Psychiatrie nach Messerangriff auf Fahrer von Berliner Betonmischer beantragt

Psychiatrie nach Messerangriff auf Fahrer von Berliner Betonmischer beantragt


Psychiatrie nach Messerangriff auf Fahrer von Berliner Betonmischer beantragt
Psychiatrie nach Messerangriff auf Fahrer von Berliner Betonmischer beantragt / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Zwei Monate nach einer Messerattacke auf den Fahrer eines Betonmischfahrzeugs, der unmittelbar zuvor in Berlin eine Radfahrerin erfasste, strebt die Staatsanwaltschaft eine Psychiatrieeinweisung für den Verdächtigen an. Eine entsprechende Antragsschrift sei beim Berliner Landgericht eingereicht worden, teilte die Anklagebehörde am Dienstag mit. Demnach gibt es Anhaltspunkte für eine schwere psychische Erkrankung des 48-Jährigen.

Textgröße ändern:

Der Obdachlose stach unmittelbar nach dem Unfall vom 31. Oktober dem Fahrer des Betonmischers ein Messer in die Brust, während sich Rettungskräfte um die unter seinem Fahrzeug eingeklemmte Radfahrerin kümmerten. Der 64-jährige Fahrer erlitt dadurch schwere Verletzungen.

Die 44-jährige Radfahrerin starb einige Tage später im Krankenhaus. Der Unfall löste Debatten aus, weil ein Spezialfahrzeug der Feuerwehr wegen einer Straßenblockade von Klimaaktivisten der Gruppe Letzte Generation im Stau stand und verspätet zum Unfallort kam. Die Polizei stellte gegen zwei Aktivisten Strafanzeige unter anderem wegen unterlassener Hilfeleistung.

Der Verdächtige flüchtete nach seiner Attacke auf den Fahrer, wurde aber einige Tage später gefasst. Wegen Hinweisen auf eine Schuldunfähigkeit aufgrund einer psychischen Erkrankung kam er anschließend bereits vorläufig in eine psychiatrische Spezialklinik statt in Untersuchungshaft

Laut Staatsanwaltschaft untermauerte ein inzwischen erstelltes vorläufiges Gutachten den Verdacht der Schuldunfähigkeit, weshalb sie nun in einem sogenannten Sicherungsverfahren eine dauerhafte Unterbringung in einer Psychiatrie beantragt. Über die Verfahrenseröffnung muss das Gericht entscheiden. Die Ermittlungen gegen die von der Polizei angezeigten Aktivisten dauern der Staatsanwaltschaft zufolge derweil noch an.

C.Conti--PV

Empfohlen

Nach Tötung von 25-Jähriger in Sachsen: Ehemann in Nordrhein-Westfalen verhaftet

Knapp drei Wochen nach einem Tötungsverbrechen an einer 25-Jährigen in Sachsen haben Ermittler den Ehemann der Frau festgenommen. Der 32-Jährige wurde am Mittwoch in Nordrhein-Westfalen gefasst, wie die Polizei in Zwickau am Donnerstag mitteilte. Er muss sich nun wegen Mordes verantworten. Ein zunächst verdächtigter Mann kam wieder auf freien Fuß.

Großrazzia gegen Banden: Führungsriege von Duisburger Hells Angels "vom Netz genommen"

Im Zusammenhang mit einer Großrazzia gegen die organisierte Kriminalität ist den Ermittlern nach eigenen Angaben ein Schlag gegen die führenden Köpfe der Rockergruppierung Hells Angels im nordrhein-westfälischen Duisburg gelungen. "Stand heute haben wir die Führungsriege vom Netz genommen, in Haft gebracht und insofern mindestens für eine sehr erhebliche Schwächung gesorgt", sagte der Duisburger Polizeipräsident Alexander Dierselhuis am Donnerstag vor Journalisten. Nun müsse verhindert werden, dass neue Ersatzstrukturen entstünden.

Exfreund aus Habgier ermordet: Lebenslange Haft in Hamburg

Weil sie ihren Expartner aus Habgier tötete, hat das Landgericht Hamburg eine 42-Jährige zu lebenslanger Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde sie wegen Mordes, wie eine Gerichtssprecherin am Donnerstag in der Hansestadt mitteilte. Demnach sah es die zuständige Kammer als erwiesen an, dass die Frau ihren Exfreund im Februar getötet hatte.

Prozess um Dreifachmord in Deggendorf: Angeklagter kündigt Einlassung an

Vor dem Landgericht im bayerischen Deggendorf hat am Donnerstag ein Dreifachmordprozess gegen den 38 Jahre alten Martin L. begonnen, der unter Drogen zwei Nachbarinnen und einen Nachbarn getötet haben soll. Der Angeklagte kündigte nach Verlesung der Anklage über seine Verteidigung an, sich im späteren Prozessverlauf zu den Tatvorwürfen äußern zu wollen, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Zunächst machte er demnach aber noch keine Angaben.

Textgröße ändern: