Pallade Veneta - Behörden intensivieren Ermittlungen nach Berliner Silvesterkrawallen

Behörden intensivieren Ermittlungen nach Berliner Silvesterkrawallen


Behörden intensivieren Ermittlungen nach Berliner Silvesterkrawallen
Behörden intensivieren Ermittlungen nach Berliner Silvesterkrawallen / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Nach den Silvesterkrawallen in Berlin haben Polizei und Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen zu den begangenen Straftaten intensiviert. Wie die Behörden am Mittwoch mitteilten, wurde bei der Polizei eine Zentralstelle zur Auswertung aller mit den Ausschreitungen stehenden Verfahren eingerichtet. Zudem wurde ein Hinweisportal freigeschaltet, über das Fotos und Videos von Angriffen auf Einsatzkräfte hochgeladen werden können.

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"Bitte unterstützen Sie uns bei der Aufklärung von Straftaten zu Silvester in Berlin", teilte die Polizei dazu mit. Bei der Staatsanwaltschaft soll sich außerdem eine Abteilung, die sich schwerpunktmäßig mit Gewalttaten bei sportlichen Großveranstaltungen beschäftigt, mit den Krawallen befassen. Das Ziel sei "eine schnelle und enge Abstimmung zwischen Polizei und Staatsanwaltschaft", hieß es.

Zudem soll eine priorisierte Bearbeitung der Verfahren gegen jugendliche und heranwachsende Beschuldigte, "bei denen eine schnelle staatliche Reaktion besonders geboten erscheint", ermöglicht werden. Den Angaben zufolge dauerten die polizeilichen Ermittlungen noch an. Nach derzeitigem Stand seien jedoch bereits insgesamt 355 Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet worden.

Bei 281 von diesen geht es demnach um Straftaten wie Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und gefährliche Körperverletzung - mit diesen wird sich auch die Staatsanwaltschaft befassen. Etwaige weitere Anzeigen, insbesondere auch von der Berliner Feuerwehr, würden jedoch voraussichtlich in den kommenden Tagen noch hinzukommen, erklärten die Behörden weiter.

In der Silvesternacht waren Einsatz- und Rettungskräfte in Berlin und anderen Städten massiv angegriffen worden. Zum Teil musste die Polizei ausrücken, um Feuerwehrleute beim Löschen von Bränden gegen Angriffe zu schützen. Allein in der Hauptstadt wurden 33 Einsatzkräfte verletzt und laut Polizei 145 Menschen festgenommen, die jedoch später wieder entlassen wurden.

Von den Festgenommenen wurden 18 Staatsbürgerschaften erfasst. Demnach hatten 45 die deutsche Nationalität. Danach folgten 27 mit afghanischem und 21 mit syrischem Pass. Das Alter der Tatverdächtigen wurde laut Polizei aktuell noch ausgewertet.

T.Galgano--PV

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