Pallade Veneta - 25 Angeklagte wegen eines Pferdefleischskandals in Marseille vor Gericht

25 Angeklagte wegen eines Pferdefleischskandals in Marseille vor Gericht


25 Angeklagte wegen eines Pferdefleischskandals in Marseille vor Gericht
25 Angeklagte wegen eines Pferdefleischskandals in Marseille vor Gericht / Foto: JEFF PACHOUD - AFP/Archiv

Wegen eines Pferdefleischskandals müssen sich seit Montag 25 Angeklagte in Marseille vor Gericht verantworten. Sie stehen im Verdacht, Pferde, die von einem Pharmaunternehmen unter anderem zur Produktion von Antitollwut-Serum benutzt worden waren, illegal am Metzger verkauft zu haben. Nach Einschätzung von Experten war damit zwar kein Gesundheitsrisiko für Verbraucher verbunden, tatsächlich aber war das Fleisch der Laborpferde für den menschlichen Verzehr verboten.

Textgröße ändern:

Die Angeklagten, unter ihnen Tierärzte und Pferdehändler, sind unter anderem wegen Warentäuschung und wegen Fälschung offizieller Dokumente angeklagt. Die Affäre war 2012 in Folge eines anonymen Briefs bekannt geworden.

Ein Labor von Sanofi-Pasteur in Alban-la-Romaine im Süden Frankreichs hatte von einem Pferdehändler regelmäßig ehemalige Rennpferde gekauft. Sie wurden genutzt, um Antikörper für Impfstoffe gegen Tollwut und Tetanus zu produzieren. Pferde sind dafür bekannt, besonders viele Antikörper zu entwickeln. Diese Pferde hätten anschließend nicht an Metzger verkauft werden dürfen, was mithilfe gefälschter Papiere aber im großen Ausmaß geschah.

Ein erstes Verfahren gegen einen Tierarzt und mehrere Angestellte eines Schlachtbetriebs war eingestellt worden. Die Richter sahen keinen Hinweis darauf, dass die Angeklagten "aus böser Absicht" gehandelt hätten.

R.Lagomarsino--PV

Empfohlen

US-Todeskandidatin Pike wird nach gescheiterter Hinrichtung im Krankenhaus behandelt

Nachdem die im US-Bundesstaat Tennessee zum Tode verurteilte Mörderin Christa Pike am Mittwoch (Ortszeit) zwei Hinrichtungsversuche überlebt hat, wird die 50-Jährige nach Angaben ihrer Anwälte in einem Krankenhaus behandelt. Ihr Zustand sei ihnen nicht mitgeteilt worden, teilten Pikes Verteidiger mit. Der Gouverneur von Tennessee setzte den Vollzug von Todesstrafen bis zum Ende aus und ordnete eine Untersuchung an. Die Organisation Death Penalty Information Center (DPIC) bezeichnete Pikes Fall als "den schlimmsten", den sie je verzeichnet habe.

Neuer Datenschutzbeauftragter Hennemann im Amt

Der neue Bundesbeauftragte für Datenschutz, Moritz Hennemann, hat am Donnerstag sein Amt angetreten. Der Freiburger Rechtswissenschaftler folgt auf Louisa Specht-Riemenschneider, die sich aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig zurückzog. Der 41-jährige Hennemann war im Juni vom Bundestag gewählt worden.

Tennessee: US-Gericht setzt erste Hinrichtung einer Frau seit 200 Jahren aus

Aufschub in letzter Minute: Ein US-Bundesgericht hat am Mittwoch die Hinrichtung der ersten Frau im Bundesstaat Tennessee seit mehr als 200 Jahren kurzfristig ausgesetzt. Die verurteilte Mörderin Christa Pike sollte per Giftspritze hingerichtet werden.

Ärmelkanal-Unglück mit 31 Toten: Schleuser zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt

Knapp fünf Jahre nach einem Bootsunglück auf dem Ärmelkanal mit mindestens 31 Toten hat ein Gericht in Paris am Mittwoch 13 Männer zu Haftstrafen von bis zu zehn Jahren verurteilt. Sechs von ihnen wurden der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen. Einer der Angeklagten wurde freigesprochen. Das bislang größte bekannte Bootsunglück von Migranten auf dem Ärmelkanal sei eine "beispiellose Katastrophe, verursacht von einzelnen, die unter Missachtung von Menschenleben von Geldgier getrieben waren", hieß es in der Urteilsbegründung. Ein weiteres Verfahren gegen sieben französische Soldaten, die im Verdacht unterlassener Hilfeleistung stehen, läuft noch.

Textgröße ändern: