Pallade Veneta - Vier der größten Duftstoffhersteller weltweit unter Kartellverdacht

Vier der größten Duftstoffhersteller weltweit unter Kartellverdacht


Vier der größten Duftstoffhersteller weltweit unter Kartellverdacht
Vier der größten Duftstoffhersteller weltweit unter Kartellverdacht / Foto: Fabrice COFFRINI - AFP/Archiv

Vier der größten Duftstoffhersteller weltweit stehen im Verdacht, illegale Preis- und Marktabsprachen getroffen zu haben. Die Schweizer Branchenriesen Firmenich International und Givaudan sowie International Flavors & Fragrances aus den USA und Symrise aus Deutschland stehen im Zentrum internationaler Ermittlungen, wie die Schweizer Wettbewerbskommission am Mittwoch mitteilte. Den Wettbewerbshütern liegen demnach Hinweise vor, dass die vier Unternehmen gegen das Kartellrecht verstoßen haben.

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"Es besteht der Verdacht, dass diese Unternehmen ihre Preispolitik koordiniert, ihre Konkurrenten an der Belieferung bestimmter Kunden gehindert und die Produktion bestimmter Parfüms eingeschränkt haben", erklärte die Schweizer Behörde. "Im Rahmen der Untersuchung wird geprüft, ob tatsächlich kartellrechtlich verbotene Wettbewerbsbeschränkungen vorliegen." Bislang gelte die Unschuldsvermutung.

Die EU-Kommission hatte am Dienstagabend über die laufenden Ermittlungen informiert, ohne die betroffenen Unternehmen zu nennen. Es seien in Absprache mit den Wettbewerbsbehörden der Schweiz, Großbritanniens und der USA Durchsuchungen "in den Räumlichkeiten von Unternehmen und einem in der Duftstoffindustrie tätigen Verband in verschiedenen Mitgliedstaaten" durchgeführt worden, erklärte die Brüsseler Behörde. Es gehe um den Verdacht des Verstoßes gegen EU-Kartellvorschriften. Die Beteiligten sind demnach zur Zusammenarbeit aufgerufen, um Strafen zu verringern.

Firmenich, das weltweit größte Unternehmen für Duftstoffe und Aromen, bestätigte am Mittwoch Durchsuchungen seiner Büros in Frankreich, der Schweiz und Großbritannien "im Rahmen einer branchenweiten Untersuchung". Der Konzern kooperiere "voll und ganz" mit den Behörden, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. Duft- und Aromastoffe werden bei der Herstellung vieler Produkte verwendet, vor allem Kosmetika, Körperpflegeprodukte, Wasch- und Reinigungsmittel.

B.Fortunato--PV

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