Pallade Veneta - Mehrere Tote und Schwerverletzte durch Schüsse in Hamburger Kirche

Mehrere Tote und Schwerverletzte durch Schüsse in Hamburger Kirche


Mehrere Tote und Schwerverletzte durch Schüsse in Hamburger Kirche
Mehrere Tote und Schwerverletzte durch Schüsse in Hamburger Kirche / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

In einer Kirche der Zeugen Jehovas sind im Norden Hamburgs am Donnerstagabend mehrere Menschen durch Schüsse getötet worden. Weitere Menschen seien bei dem Angriff im Stadtteil Groß Borstel schwer verletzt worden, teilte die Polizei in der Hansestadt mit. Genauere Angaben zu den Opfern lagen zunächst nicht vor. Auch gesicherte Informationen zum Tatmotiv gab es zunächst nicht.

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In dem dreistöckigen Gebäude der Zeugen Jahovas fand laut Polizei am Abend eine Veranstaltung statt. Die Schüsse fielen der Hamburger Innenbehörde zufolge gegen 21.00 Uhr. Einsatzkräfte der Polizei befanden sich in der Nähe, waren wenige Minuten später am Tatort und seien dann "sehr schnell in das Objekt eingedrungen". Die Beamten waren in der Nacht zum Freitag weiter vor Ort mit einem Großaufgebot im Einsatz und riefen dazu auf, "keine Gerüchte zu streuen".

Im Gebäude fanden die Beamten den Angaben zufolge mehrere Tote und Schwerverletzte. Sie hörten auch noch einen Schuss "aus dem oberen Teil des Objekts" und fanden dort einen Menschen, wie ein Polizeisprecher sagte. Hinweise auf flüchtige Täter gebe es nicht. Vielmehr gebe es "Hinweise darauf, dass ein Täter eventuell im Objekt ist, sich eventuell sogar unter den Toten befindet". Der oben im Gebäude gefundene Mensch sei "möglicherweise" der Täter oder einer der Täter, führte der Polizeisprecher aus.

Die Hamburger Innenbehörde veröffentlichte zu Beginn des Einsatzes eine Warnmeldung. Darin hieß es, einer oder mehrere unbekannte Täter hätten gegen 21.00 Uhr in der Kirche Schüsse abgegeben. Die Umgebung sei umfangreich abgesperrt worden. Autofahrer sollten den Bereich weiträumig umfahren. Der Gefahrenbereich solle gemieden werden. Menschen im Gefahrenbereich sollten an ihrem Aufenthaltsort bleiben und sich vorläufig nicht ins Freie begeben.

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) nannte die Meldungen "erschütternd". "Die Einsatzkräfte arbeiten mit Hochdruck an der Verfolgung der Täter und der Aufklärung der Hintergründe", erklärte er und sprach den Angehörigen der Opfer sein "tiefes Mitgefühl" aus.

Innensenator Andy Grote (SPD) erklärte, die Polizei sei "mit einem Großaufgebot einschließlich Spezialkräften im Einsatz, um vor Ort für Sicherheit zu sorgen und die näheren Umstände der Tat schnell vollständig aufzuklären".

O.Mucciarone--PV

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