Pallade Veneta - Hamburger Kriminalpolizist soll Anzeigenerstatterin betrogen haben

Hamburger Kriminalpolizist soll Anzeigenerstatterin betrogen haben


Hamburger Kriminalpolizist soll Anzeigenerstatterin betrogen haben
Hamburger Kriminalpolizist soll Anzeigenerstatterin betrogen haben / Foto: INA FASSBENDER - AFP/Archiv

Ein Kriminalpolizist muss sich seit Montag wegen Betrugs vor dem Hamburger Amtsgericht verantworten. Laut Anklage wird dem 49-jährigen Beamten zur Last gelegt, eine Frau nach einer Anzeigenerstattung wahrheitswidrig darüber informiert zu haben, dass Ermittlungsmöglichkeiten der Polizei ausgeschöpft seien, er die Nachforschungen in ihrem Fall gegen Bezahlung aber über seine Privatdetektei fortsetzen könne. Die Geschädigte überwies ihm daraufhin rund 57.000 Euro.

Textgröße ändern:

Nach Angaben der Hamburger Staatsanwaltschaft war der Polizist aber weder willens noch in der Lage, die versprochenen Leistungen zu erbringen. Zu diesen sollte unter anderem auch eine 24-Stunden-Überwachung gehören.

Der Behörde zufolge hatte die Frau über einen Rechtsanwalt Anzeige gegen zwei Männer gestellt, weil sie diese verdächtigte, im Rahmen eines Zerwürfnisses Straftaten gegen sie begangen zu haben. Nähere Einzelheiten dazu waren zunächst nicht bekannt.

Das Geschehen spielte sich demnach bereits 2018 ab. Der Angeklagte äußerte sich einem Gerichtssprecher zufolge am Montag nicht zu den Vorwürfen. Die Verhandlung gegen ihn wird am Mittwoch fortgesetzt.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Frankreich: 440 Festnahmen und 31 Verletzte bei Schülerprotesten

Bei den teils gewaltsamen Schülerprotesten in Frankreich sind am Dienstag nach Angaben der Regierung 440 Menschen festgenommen worden, überwiegend Minderjährige. Das Bildungsministerium meldete zugleich 31 Verletzte unter Schülern und Beschäftigten. Mindestens zehn Beschäftigte des Bildungswesens seien verletzt worden, erklärte Bildungsminister Édouard Geffray.

Proteste gegen Sparpläne und Missstände an Schulen erschüttern Frankreich

Wenige Tage vor der geplanten Vorstellung des Haushaltsplans mit milliardenschweren Einsparungen haben in Frankreich tausende Menschen für höhere Löhne im öffentlichen Dienst demonstriert. Der Gewerkschaftsbund gab die Zahl der landesweit Protestierenden am Dienstag mit mehr als 300.000 an; die Regierung ging von rund 200.000 Teilnehmern aus. Unabhängig davon erschütterten teils gewaltsame Schülerproteste das Land, bei denen Schulen blockiert und Polizisten attackiert wurden.

AfD muss Bundesgeschäftsstelle räumen - noch keine neuen Räume

Die AfD muss ihre Bundesgeschäftsstelle in Berlin räumen - hat aber noch kein neues Büro. Ein Großteil der aktuellen Räume muss nach einem Urteil des Berliner Landgerichts vom vergangenen Jahr bis Mittwoch geräumt werden, wie ein Sprecher am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP bestätigte. Eine neue Immobilie sei aber noch nicht gefunden. Mitarbeitende müssten deshalb von zuhause aus arbeiten.

Proteste an französischen Schulen weiten sich aus - Lehrer streiken

In Frankreich haben sich teils gewaltsame Schülerproteste gegen schlecht ausgestattete Gebäude und zu lange Schultage ausgeweitet. Bei Unruhen an etwa 340 Schulen im ganzen Land wurden zehn Menschen verletzt, wie das Bildungsministerium am Dienstag mitteilte. Etwa 40 Schulen wurden blockiert, die Polizei nahm 40 Menschen in Gewahrsam. Die Bewegung war vor einigen Tagen im Großraum Paris entstanden und hatte sich auf andere Landesteile ausgebreitet.

Textgröße ändern: