Pallade Veneta - Hawala-Banker in Düsseldorf zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt

Hawala-Banker in Düsseldorf zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt


Hawala-Banker in Düsseldorf zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt
Hawala-Banker in Düsseldorf zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt / Foto: INA FASSBENDER, - - AFP/Archiv

Das Landgericht Düsseldorf hat mehrere Urteile gegen Mitglieder einer seit 2016 aktiven Bande von international agierenden sogenannten Hawala-Bankern gesprochen. In zwei Verfahren verurteilte das Gericht fünf Angeklagte zu Haftstrafen zwischen dreieinhalb und sechseinhalb Jahren, wie eine Gerichtssprecherin am Montag sagte.

Textgröße ändern:

Ein 40-jähriger Syrer soll demnach sechseinhalb Jahre in Haft. Drei mitangeklagte Syrer von 27 bis 29 Jahren erhielten Haftstrafen zwischen dreieinhalb und viereinhalb Jahren. Verurteilt wurden die Angeklagten am Freitag unter anderem wegen illegalen Geldgeschäften.

Bei dem in Deutschland verbotenen Hawala-Finanzsystem wechselt ausschließlich Bargeld den Besitzer. Vorgenommen wurden die Zahlungen des Netzwerks laut Anklage von deutschen und niederländischen Zahlungsbüro aus - und zwar in die Türkei, nach Syrien und in andere Länder des Nahen Ostens. Die Empfänger bekamen das Geld in einem Zahlungsbüro vor Ort in bar ausgezahlt, meist bereits wenige Minuten nach der Einzahlung.

Bei den Zahlungsbüros in Deutschland und in den Niederlanden soll es sich unter anderem um einen Kiosk und einen Juwelierladen gehandelt haben. Dort nahmen Mitarbeiter das Geld von den Hawala-Kunden in bar entgegen. Der Anklage zufolge wurde das System vor allem von Flüchtlingen verwendet, um Zahlungen in ihre Heimat zu tätigen. Auch Gelder aus Drogenschäften und Schleusungen sollen überwiesen worden sein.

In einem zweiten Verfahren wurde am Freitag laut der Sprecherin ein 46-Jähriger zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Er soll einer der führenden Köpfe des seit 2016 agierenden Netzwerks gewesen sein und als Groß-Hawaladar rund zwölf Millionen Euro transferiert haben. Zudem soll er unrechtmäßig Sozialleistungen in Höhe von rund 20.000 Euro bezogen haben.

Bereits Ende März war ein weiteres Mitglied des Hawala-Netzwerks verurteilt worden. Der 44-Jährige, der ebenfalls zu den Groß-Hawaladaren zählte, erhielt eine Haftstrafe von viereinhalb Jahren. Er soll zudem unrechtmäßige Sozialleistungen von rund 70.000 Euro kassiert haben.

R.Zarlengo--PV

Empfohlen

Gedenkort nach CSD-Anschlag: Regenbogenbank in Berlin schon wieder beschädigt

Eine Bank in Regenbogenfarben, die im Berliner Tiergarten an den Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day (CSD) erinnert, ist innerhalb weniger Wochen zum dritten Mal beschädigt worden. Unbekannte demolierten mehrere Holzlatten der Sitzfläche und brachen mindestens ein Teilstück einer Latte vollständig ab, wie die Polizei in der Bundeshauptstadt am Dienstag mitteilte. Die Ermittlungen des polizeilichen Staatsschutzes des Berliner Landeskriminalamts liefen.

Bundesweite Kontrolle gegen Schwarzarbeit in Friseur- und Kosmetikbranche

Mit einer groß angelegten Kontrolle sind Ermittler bundesweit gegen Schwarzarbeit in der Friseur- und Kosmetikbranche vorgegangen. Bislang wurden rund 340 Strafverfahren eingeleitet, wie die Generalzolldirektion am Dienstag in Bonn mitteilte. Demnach befragten am Samstag bundesweit rund 2200 Einsatzkräfte etwa 3300 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu ihren Beschäftigungsverhältnissen. Zudem wurden die Unterlagen von gut 700 Geschäften überprüft.

17-Jährige in NRW nach Sturz mit Fahrrad von Auto überrollt und gestorben

Eine 17-Jährige ist in Nordrhein-Westfalen nach einem Sturz mit ihrem Fahrrad von einem Auto überrollt worden und gestorben. Sie erlag ihren schweren Verletzungen noch vor Ort, wie die Polizei Recklinghausen am Dienstag mitteilte. Demnach ereignete sich der Unfall am Montagabend in Herten.

Papst nach viertägigem Frankreich-Besuch nach Rom aufgebrochen

Papst Leo XIV. hat seinen viertägigen Frankreich-Besuch beendet und ist am Abend in Richtung Rom abgereist. Am Flughafen der Stadt Metz wurde er vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron verabschiedet, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP. "Wir sind traurig, dass er geht, aber froh, dass alles gut verlaufen ist", sagte Macron.

Textgröße ändern: