Pallade Veneta - Zweites Amtsenthebungsverfahren gegen Ecuadors Präsident soll Dienstag beginnen

Zweites Amtsenthebungsverfahren gegen Ecuadors Präsident soll Dienstag beginnen


Zweites Amtsenthebungsverfahren gegen Ecuadors Präsident soll Dienstag beginnen
Zweites Amtsenthebungsverfahren gegen Ecuadors Präsident soll Dienstag beginnen / Foto: Rodrigo BUENDIA - AFP

Ecuadors Präsident Guillermo Lasso muss sich ab Dienstag einem Amtsenthebungsverfahren stellen. Das teilte der Präsident des ecuadorianischen Parlaments, Virgilio Saquicela, am Sonntag mit. Es ist in diesem Jahr bereits der zweite Versuch des von der Opposition dominierten Parlaments, den Staatschef seines Amtes zu entheben.

Textgröße ändern:

Den Angaben zufolge beginnt das Verfahren, das mehrere Tage dauern könnte, am Dienstag um 10.00 Uhr (17.00 Uhr MESZ). Das 137 Abgeordnete fassende Parlament hatte am vergangenen Dienstag für die Aufnahme eines Amtsenthebungsverfahrens gegen den rechtsgerichteten Präsidenten wegen Vorwürfen der Veruntreuung gestimmt.

Die Online-Zeitung "La Posta" hatte im Januar ein mutmaßliches Korruptionssystem für die Vergabe von Posten im öffentlichen Dienst aufgedeckt, bei dem Lassos Schwager eine zentrale Rolle spielen soll. Die Opposition im Parlament ist der Ansicht, dass Lasso von dem System gewusst und nichts dagegen unternommen habe.

Lasso, der Ecuador seit 2021 regiert, wies die Vorwürfe zurück. Er verweist darauf, dass die vorgeworfenen Vergehen vor seiner Amtszeit lagen.

Das Parlament bräuchte eine Zweidrittelmehrheit, um den Präsidenten seines Amtes zu entheben. Ein früherer Antrag gegen den im Land zunehmend unbeliebten Lasso im Juni 2022 war gescheitert.

J.Lubrano--PV

Empfohlen

Papst nach viertägigem Frankreich-Besuch nach Rom aufgebrochen

Papst Leo XIV. hat seinen viertägigen Frankreich-Besuch beendet und ist am Abend in Richtung Rom abgereist. Am Flughafen der Stadt Metz wurde er vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron verabschiedet, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP. "Wir sind traurig, dass er geht, aber froh, dass alles gut verlaufen ist", sagte Macron.

Haftstrafen für drei Ägypter nach Mord an italienischem Studenten in Kairo

Rund zehn Jahre nach der Tötung des italienischen Studenten Giulio Regeni in Ägypten hat ein Gericht in Rom Haftstrafen gegen drei ägyptische Sicherheitsbeamte wegen der Entführung des damals 28-Jährigen verhängt. Die drei Männer wurden in Abwesenheit zu jeweils zehn Jahren Haft verurteilt, von den Mordvorwürfen aber freigesprochen, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP am Montag. Einen kompletten Freispruch gab es für einen vierten Angeklagten.

Papst beendet Frankreich-Reise mit Aufruf zu "kreativen" Friedensbemühen

Zum Abschluss seines Frankreich-Besuchs hat Papst Leo XIV. die Europäer eindringlich zu Friedensanstrengungen aufgerufen. Es sei notwendig, "Mut bei den Verhandlungen zu zeigen und bereit zu sein, bestimmte Positionen für das übergeordnete Wohl des Friedens aufzugeben", sagte der Papst am Montag in Metz im Beisein von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Ohne den Ukraine-Krieg ausdrücklich zu nennen, beklagte er ein "sinnloses Gemetzel, das jeden Tag unzählige zivile Opfer fordert".

Dutzende Tote bei Angriff der myanmarischen Armee auf Markt im Bundesstaat Rakhine

Bei einem Luftangriff der myanmarischen Armee auf einen Markt im Bundesstaat Rakhine sind nach Angaben der Rebellenorganisation Arakan-Armee mindestens 33 Menschen getötet und 36 weitere verletzt worden. Der Angriff habe sich am Montagmittag (Ortszeit) in der Stadt Kyauktaw ereignet und einen Markt und eine angrenzende Brücke zum Ziel gehabt, berichteten die Rebellen. Ihnen zufolge könnte die Zahl der Toten noch steigen.

Textgröße ändern: