Pallade Veneta - Drei Festnahmen und Durchsuchungen wegen sogenanntem Hawala-Banking im Saarland

Drei Festnahmen und Durchsuchungen wegen sogenanntem Hawala-Banking im Saarland


Drei Festnahmen und Durchsuchungen wegen sogenanntem Hawala-Banking im Saarland
Drei Festnahmen und Durchsuchungen wegen sogenanntem Hawala-Banking im Saarland / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Polizei und Zoll sind mit Durchsuchungen im Saarland gegen Geldwäsche und das sogenannte Hawala-Banking vorgegangen. Wie die Behörden mitteilten, wurden am Mittwoch drei Haftbefehle vollstreckt sowie insgesamt 13 Wohn- und Geschäftsräume durchsucht. Dabei beschlagnahmten die Einsatzkräfte unter anderem rund 210.000 Euro Bargeld, Goldschmuck, Goldbarren und -münzen in sechsstelligem Wert, zwei Schusswaffen sowie umfangreiche Geschäftsunterlagen und Speichermedien.

Textgröße ändern:

Die Ermittlungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Saarbrücken richteten sich gegen eine fünfköpfige Gruppe. Diese werde Verstößen gegen das Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz durch mutmaßliches Hawala-Banking, der Geldwäsche sowie der mitgliedschaftlichen Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung verdächtigt, hieß es. Der 31-jährige Hauptbeschuldigte sei dringend verdächtig, Teil eines international agierenden Hawala-Systems zu sein.

Beim Hawala-Banking wird Bargeld anonym außerhalb des staatlich genehmigten Bankensystems gegen eine Provision transferiert. Das System wird sowohl für legale Zwecke als auch illegal erworbene Gelder verwendet. Ausgangspunkt der seit 2022 geführten Ermittlungen gegen die Gruppe waren demnach Erkenntnisse über Geldwäsche in Zusammenhang mit der illegalen Schleusung von Menschen. Die Ermittlungen, insbesondere die Auswertung der aufgefundenen Beweismittel, dauerten an.

E.Magrini--PV

Empfohlen

Papst nach viertägigem Frankreich-Besuch nach Rom aufgebrochen

Papst Leo XIV. hat seinen viertägigen Frankreich-Besuch beendet und ist am Abend in Richtung Rom abgereist. Am Flughafen der Stadt Metz wurde er vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron verabschiedet, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP. "Wir sind traurig, dass er geht, aber froh, dass alles gut verlaufen ist", sagte Macron.

Haftstrafen für drei Ägypter nach Mord an italienischem Studenten in Kairo

Rund zehn Jahre nach der Tötung des italienischen Studenten Giulio Regeni in Ägypten hat ein Gericht in Rom Haftstrafen gegen drei ägyptische Sicherheitsbeamte wegen der Entführung des damals 28-Jährigen verhängt. Die drei Männer wurden in Abwesenheit zu jeweils zehn Jahren Haft verurteilt, von den Mordvorwürfen aber freigesprochen, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP am Montag. Einen kompletten Freispruch gab es für einen vierten Angeklagten.

Papst beendet Frankreich-Reise mit Aufruf zu "kreativen" Friedensbemühen

Zum Abschluss seines Frankreich-Besuchs hat Papst Leo XIV. die Europäer eindringlich zu Friedensanstrengungen aufgerufen. Es sei notwendig, "Mut bei den Verhandlungen zu zeigen und bereit zu sein, bestimmte Positionen für das übergeordnete Wohl des Friedens aufzugeben", sagte der Papst am Montag in Metz im Beisein von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Ohne den Ukraine-Krieg ausdrücklich zu nennen, beklagte er ein "sinnloses Gemetzel, das jeden Tag unzählige zivile Opfer fordert".

Dutzende Tote bei Angriff der myanmarischen Armee auf Markt im Bundesstaat Rakhine

Bei einem Luftangriff der myanmarischen Armee auf einen Markt im Bundesstaat Rakhine sind nach Angaben der Rebellenorganisation Arakan-Armee mindestens 33 Menschen getötet und 36 weitere verletzt worden. Der Angriff habe sich am Montagmittag (Ortszeit) in der Stadt Kyauktaw ereignet und einen Markt und eine angrenzende Brücke zum Ziel gehabt, berichteten die Rebellen. Ihnen zufolge könnte die Zahl der Toten noch steigen.

Textgröße ändern: