Pallade Veneta - Nach Brand in Thüringer Flüchtlingsunterkunft kein Hinweis auf vorsätzliche Tat

Nach Brand in Thüringer Flüchtlingsunterkunft kein Hinweis auf vorsätzliche Tat


Nach Brand in Thüringer Flüchtlingsunterkunft kein Hinweis auf vorsätzliche Tat
Nach Brand in Thüringer Flüchtlingsunterkunft kein Hinweis auf vorsätzliche Tat / Foto: Daniel ROLAND - AFP/Archiv

Nach dem Brand in einer Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete im thüringischen Apolda mit einem Toten haben sich die Hinweise auf einen technischen Defekt als Brandursache verdichtet. Es gebe keine Anhaltspunkte für eine vorsätzliche Tat oder eine Verursachung durch Dritte, teilten die Polizei in Jena und das Landratsamt Weimarer Land am Dienstag mit. Das in dem Gebäude gefundene Todesopfer starb laut Obduktion an einer Rauchgasvergiftung.

Textgröße ändern:

Die Branduntersuchungen wurden demnach am Montagabend beendet. Das abschließende Gutachten des Landeskriminalamts stand noch aus. Auch die zweifelsfreie Identifizierung des Brandopfers war am Dienstagmorgen noch nicht abgeschlossen. Es liefen demnach noch DNA-Abgleiche. Der rechtsmedizinischen Untersuchung zufolge gab es keine Hinweise auf Verletzungen, welche nicht auf ein Brandgeschehen zurückzuführen sind.

Bei dem Feuer am Sonntag kam mutmaßlich ein Neunjähriger aus der Ukraine ums Leben. Der Junge galt offiziell als vermisst, Feuerwehrleute fanden nach Ende den Löscharbeiten im Wohnbereich der umgebauten ehemaligen Schule eine Leiche.

Das Feuer, das den Angaben zufolge am Sonntagmorgen im Wohnbereich der Unterkunft ausgebrochen war, löste einen Großeinsatz von Rettungskräften aus. Insgesamt wurden 245 Menschen aus dem Gebäudekomplex in Sicherheit gebracht, darunter viele Kinder. Elf Menschen mussten medizinisch versorgt werden, neun der Verletzten kamen anschließend zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.

Bei der Anlage handelt es sich um eine Unterkunft für Menschen mit längerer Aufenthaltsdauer, es ist keine Erstaufnahmeeinrichtung. Die ehemalige Schule wurde zu diesem Zweck umgebaut und hergerichtet. Dort lebten den Angaben zufolge Flüchtlinge unterschiedlicher Nationalitäten.

Das Gebäude wurde am Dienstag zum Teil wieder freigegeben. Nach Angaben von Landrätin Christiane Schmidt-Rose (CDU) ist geplant, dass die derzeit in Hermsdorf notuntergebrachten Bewohner "so schnell wie verantwortbar" wieder nach Apolda zurückkehren können. Für Geflüchtete, die in dem jetzt unbewohnbaren Trakt wohnten, suchen der Landkreis und die Stadt Apolda nach anderen Unterkunftsmöglichkeiten.

F.Amato--PV

Empfohlen

Papst beendet Frankreich-Reise mit Aufruf zu "kreativen" Friedensbemühen

Zum Abschluss seines Frankreich-Besuchs hat Papst Leo XIV. die Europäer eindringlich zu Friedensanstrengungen aufgerufen. Es sei notwendig, "Mut bei den Verhandlungen zu zeigen und bereit zu sein, bestimmte Positionen für das übergeordnete Wohl des Friedens aufzugeben", sagte der Papst am Montag in Metz im Beisein von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Ohne den Ukraine-Krieg ausdrücklich zu nennen, beklagte er ein "sinnloses Gemetzel, das jeden Tag unzählige zivile Opfer fordert".

Dutzende Tote bei Angriff der myanmarischen Armee auf Markt im Bundesstaat Rakhine

Bei einem Luftangriff der myanmarischen Armee auf einen Markt im Bundesstaat Rakhine sind nach Angaben der Rebellenorganisation Arakan-Armee mindestens 33 Menschen getötet und 36 weitere verletzt worden. Der Angriff habe sich am Montagmittag (Ortszeit) in der Stadt Kyauktaw ereignet und einen Markt und eine angrenzende Brücke zum Ziel gehabt, berichteten die Rebellen. Ihnen zufolge könnte die Zahl der Toten noch steigen.

Gestohlener Davidstern-Aufnäher in Chemnitz wieder aufgetaucht

Ein aus einer Gedenkstätte für die nationalsozialistische Judenverfolgung in Chemnitz gestohlener gelber Davidstern-Aufnäher ist wieder aufgetaucht. Bei der Kriminalpolizei sei am Freitag anonym eine Geldbörse als Fundsache abgegeben worden, teilte die Polizei am Montag mit. In dieser habe sich auch der gestohlene Aufnäher befunden. Er solle kriminaltechnisch untersucht werden. Die Ermittlungen des Staatsschutzes dauerten an.

Bischof Wilmer nennt Antisemitismus "Sünde" - Kritik an AfD und Linkspartei

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, hat nach den jüngsten Landtagswahlen mit scharfen Worten vor einem wachsenden Antisemitismus gewarnt. "Antisemitismus ist Sünde", sagte Wilmer am Montag zu Beginn der Herbstvollversammlung der Bischöfe im hessischen Fulda. Die katholische Kirche stehe an der Seite der jüdischen Bürger in Deutschland. "Antisemitismus untergräbt unsere Demokratie", warnte Wilmer.

Textgröße ändern: