Pallade Veneta - Microsoft erzielt juristischen Sieg für geplante Activision-Übernahme

Microsoft erzielt juristischen Sieg für geplante Activision-Übernahme


Microsoft erzielt juristischen Sieg für geplante Activision-Übernahme
Microsoft erzielt juristischen Sieg für geplante Activision-Übernahme / Foto: Pau BARRENA - AFP/Archiv

Im juristischen Streit um eine Übernahme des US-Videospielentwicklers Activision Blizzard hat der Softwarekonzern Microsoft einen wichtigen Sieg errungen. Eine Bundesrichterin in Kalifornien wies am Dienstag einen Antrag der US-Verbraucherschutzbehörde FTC ab, den geplanten milliardenschweren Kauf des Entwicklers von "Call of Duty", "Candy Crush" und "World of Warcraft" zu blockieren.

Textgröße ändern:

Die FTC habe nicht zeigen können, dass die geplante Übernahme den Wettbewerb in Videospiel-Märkten "bedeutend mindern" würde, schrieb Richterin Jacqueline Scott Corley. Das gelte unter anderem für die Vermutung der FTC, dass das höchst erfolgreiche Spiel "Call of Duty" nach einer Übernahme von Activision durch Microsoft von der Spielkonsole PlayStation des Microsoft-Konkurrenten Sony entfernt werden könnte.

Der Xbox-Hersteller Microsoft will Activision für 69 Milliarden Dollar (63 Milliarden Euro) kaufen. Die FTC zog aber im Dezember vor Gericht. Die Behörde befürchtet nach eigenen Angaben, dass Microsoft die Übernahme dazu nutzen könnte, den Wettbewerb in "mehreren dynamischen und schnell wachsenden Spielemärkten zu schädigen".

Der Verwaltungsprozess zur Klärung dieser Frage soll eigentlich im August beginnen. Die Frist für einen Abschluss der Übernahme endet aber schon am 18. Juli. Die FTC beantragte deswegen eine einstweilige Verfügung, mit der ein Vollzug des Kaufs vor Ende des Verwaltungsprozesses blockiert wird.

Damit scheiterte die Verbraucherschutzbehörde nun. Das ist ein schwerer Schlag für die FTC und die Regierung von Präsident Joe Biden, die gegen große Zusammenschlüsse im Technologiesektor vorgehen wollen.

Durch die Übernahme von Activision durch Microsoft soll das weltweit drittgrößte Videospiel-Unternehmen entstehen. Die EU-Kommission hatte nach Zugeständnissen der Unternehmen grünes Licht gegeben, die britische Wettbewerbsbehörde CMA sprach sich jedoch dagegen aus. Am Dienstag kündigte Microsoft aber an, der CMA neue Vorschläge unterbreiten zu wollen, um auf die Bedenken der Behörde einzugehen.

C.Conti--PV

Empfohlen

Deutsche Bischöfe beraten nach Landeswahlen über Demokratie in Deutschland

Im hessischen Fulda beginnt am Montag (14.30 Uhr) die viertägige Herbstvollversammlung der katholischen Deutschen Bischofskonferenz. Die mehr als 60 Bischöfe und Weihbischöfe beraten dort nach den zurückliegenden Landeswahlen auch über die Demokratie in Deutschland. Der Konferenzvorsitzende Heiner Wilmer aus Münster warnte vor den Urnengängen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin vor einer Wahl der AfD gewählt - diese gewann aber in den beiden Flächenländern.

Bundesverfassungsgericht wird 75 Jahre alt - Festakt mit Steinmeier und Merz

Zum 75. Jubiläum des Bundesverfassungsgerichts findet am Montag (11.00 Uhr) in Karlsruhe ein Festakt statt. Dazu werden in der Stadthalle neben Gerichtspräsident Stephan Harbarth und Vizepräsidentin Ann-Katrin Kaufhold auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erwartet. Die Stadt beteiligt sich außerdem mit Kunstaktionen auf dem Platz der Grundrechte in der Nähe des Gerichtsgebäudes.

Papst Leo XIV. sichert Missbrauchsopfern bei Treffen seinen Einsatz zu

Papst Leo XIV. hat Opfern sexueller Gewalt in der Kirche seinen Einsatz zugesagt, um weitere Fälle zu verhindern. Der Papst wolle mit ihnen zusammenarbeiten und "alles tun, damit das Unrecht, das sie erlitten haben, sich für andere nicht wiederholt", teilte der Vatikan am Sonntagabend mit.

Papst kritisiert Sterbehilfe: "Nicht alles, was legal ist, ist moralisch"

Papst Leo XIV. hat die in Frankreich vor kurzem legalisierte Sterbehilfe scharf kritisiert. "Es ist unmöglich, das Herbeiführen des Todes als normal anzusehen", sagte der Papst am Sonntag bei einer Begegnung mit kranken und behinderten Menschen im Pilgerort Lourdes. "Nicht alles, was legal ist, ist auch moralisch vertretbar", fügte er hinzu. Die Medizin dürfe sich niemals zum Gehilfen eines programmierten Todes machen.

Textgröße ändern: