Pallade Veneta - Vzbv prüft Sammelklage gegen Eon im Bereich der Fernwärme

Vzbv prüft Sammelklage gegen Eon im Bereich der Fernwärme


Vzbv prüft Sammelklage gegen Eon im Bereich der Fernwärme
Vzbv prüft Sammelklage gegen Eon im Bereich der Fernwärme / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) prüft einem Bericht zufolge eine Sammelklage gegen den Energieversorger Eon im Bereich der Fernwärme. Derzeit werte der vzbv die Fälle von rund tausend verärgerten Eon-Kunden aus, sagte Verbandschefin Ramona Pop der "Rheinischen Post" vom Mittwoch. "Als Marktführer hat Eon eine besondere Verantwortung", fuhr sie fort. Es sei eine gute Nachricht, dass nun bald Sammelklagen möglich seien.

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Der Bundestag hatte vor einigen Tagen die Einführung der neuen Verbandsklage für Verbraucher beschlossen. Sie ergänzt die bestehende Musterfeststellungsklage, Deutschland setzt damit EU-Recht um. Zentraler Unterschied ist, dass geschädigte Verbraucherinnen und Verbraucher künftig direkt nach einer erfolgreichen Klage entschädigt werden können. Bei der Musterklage müssen die Ansprüche anschließend individuell durchgesetzt werden.

Mit Blick auf die gesamte Branche sagte Pop, derzeit erhielten die Verbraucherzentralen "viele Beschwerden über Energieversorger, hier wird viel Schindluder getrieben". Daher könnten sich die Verbraucherschützer "den Einsatz einer Sammelklage gut vorstellen".

Von der Regierung forderte die vzbv-Chefin eine schärfere Kontrolle der Fernwärme-Anbieter. "Wir stellen immer wieder fest, dass Versorger Kunden bei der Fernwärme abkassieren", sagte sie der "Rheinischen Post". "Deshalb fordern wir, dass die Versorger ihre Preise genehmigen lassen müssen, zum Beispiel von der Bundesnetzagentur." Der Fernwärmemarkt müsse "verbraucherfreundlicher ausgestaltet werden".

L.Guglielmino--PV

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