Pallade Veneta - Weiterer Tatverdächtiger nach Schüssen in Raum Stuttgart festgenommen

Weiterer Tatverdächtiger nach Schüssen in Raum Stuttgart festgenommen


Weiterer Tatverdächtiger nach Schüssen in Raum Stuttgart festgenommen
Weiterer Tatverdächtiger nach Schüssen in Raum Stuttgart festgenommen / Foto: Daniel ROLAND - AFP/Archiv

Nach mehreren teils tödlichen Schüssen im Großraum Stuttgart haben Ermittler einen weiteren Tatverdächtigen festgenommen. Wie die Polizei in Ludwigsburg und die Stuttgarter Staatsanwaltschaft am Mittwoch gemeinsam mitteilten, versuchte der 31-jährige Mitfahrer eines Autos am Samstag bei einer Fahrzeugkontrolle zu flüchten. Die Beamten holten ihn jedoch ein und nahmen ihn trotz Widerstands fest. In einer Umhängetasche trug er eine scharfe Schusswaffe mit eingeführtem und befülltem Magazin bei sich.

Textgröße ändern:

Die Staatsanwaltschaft leitete wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ein Ermittlungsverfahren ein. Die Behörde beantragte zudem einen Haftbefehl, der auch erlassen wurde. Die Ermittler prüfen den Angaben zufolge nun, ob die entdeckte Waffe bei anderen Taten zum Einsatz kam, insbesondere bei den zurückliegenden Schussabgaben im Großraum Stuttgart.

Der 25-jährige Fahrer des Fahrzeugs muss sich wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz, Trunkenheit im Verkehr sowie Fahrens unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln verantworten. Gegen einen dritten 26-jährigen Mitfahrer wird wegen Verstoßes gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz ermittelt. Bei allen dreien wurden Wohnungsdurchsuchungen angeordnet, bei dem 26-Jährigen fanden die Beamten dabei eine kleine Menge Kokain. Die beiden Mitfahrer sind auf freiem Fuß.

Das baden-württembergische Landeskriminalamt hat den Angaben zufolge derzeit mehrere hundert Verdächtige im Visier. Insgesamt wurden mit dem 31-Jährigen nun bereits 27 von ihnen festgenommen, 24 davon befinden sich noch in Untersuchungshaft. Drei wurden entlassen, einer davon bereits abgeschoben. Mit der aktuellen Festnahme sei der Polizei "erneut ein wichtiger Schlag gegen die kriminellen Gruppierungen gelungen, die im Großraum Stuttgart vor allem auch mit Schussabgaben aufgefallen sind", teilte Innenminister Thomas Strobl (CDU) mit.

Die nunmehr 27. Festnahme zeige, dass der konsequent hohe Kontrolldruck der Polizei wirkte. "Wir werden diesen Weg ungebremst fortsetzen, bis das Treiben der kriminellen Gruppierungen ein für alle Mal ein Ende hat", erklärte Strobl weiter. Im Großraum Stuttgart waren in den vergangenen Monaten immer wieder Schüsse abgegeben worden. In Asperg wurde unter anderem ein 18-Jähriger erschossen und ein Gleichaltriger schwer verletzt, im Mercedes-Benz-Werk in Sindelfingen ebenfalls ein Mann erschossen und ein anderer schwer verletzt.

J.Lubrano--PV

Empfohlen

Papst Leo XIV. sichert Missbrauchsopfern bei Treffen seinen Einsatz zu

Papst Leo XIV. hat Opfern sexueller Gewalt in der Kirche seinen Einsatz zugesagt, um weitere Fälle zu verhindern. Der Papst wolle mit ihnen zusammenarbeiten und "alles tun, damit das Unrecht, das sie erlitten haben, sich für andere nicht wiederholt", teilte der Vatikan am Sonntagabend mit.

Papst kritisiert Sterbehilfe: "Nicht alles, was legal ist, ist moralisch"

Papst Leo XIV. hat die in Frankreich vor kurzem legalisierte Sterbehilfe scharf kritisiert. "Es ist unmöglich, das Herbeiführen des Todes als normal anzusehen", sagte der Papst am Sonntag bei einer Begegnung mit kranken und behinderten Menschen im Pilgerort Lourdes. "Nicht alles, was legal ist, ist auch moralisch vertretbar", fügte er hinzu. Die Medizin dürfe sich niemals zum Gehilfen eines programmierten Todes machen.

Reisebus kommt von Autobahn ab: Zwei Tote und mehrere Schwerverletzte in Bayern

Bei einem Unfall mit einem Reisebus auf der Autobahn 96 in Oberbayern sind zwei Passagiere getötet und mehrere weitere schwer verletzt worden. Das mit 35 Menschen besetzte Fahrzeug kam am Sonntagmorgen bei Landsberg am Lech von der Autobahn ab und kippte auf die Seite, wie die Polizei in Ingolstadt mitteilte. Gegen den 40-jährigen Busfahrer wurde ein Verfahren wegen des Verdachts fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr eingeleitet.

Tödliche Attacke auf Frau in Hessen: Ehemann nach Großfahndung gefasst

Im hessischen Obertshausen ist eine 51-Jährige bei einer mutmaßlich von ihrem Ehemann verübten Attacke tödlich verletzt worden. Einsatzkräfte nahmen den zunächst flüchtigen 57-Jährigen noch in der Nacht zu Sonntag nach einer Großfahndung im nahegelegenen Klein-Krotzenburg fest, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Offenbach mitteilten. Er leistete demnach keinen Widerstand.

Textgröße ändern: