Pallade Veneta - Britisches Gericht weist Klimaklage gegen Ölkonzern Shell ab

Britisches Gericht weist Klimaklage gegen Ölkonzern Shell ab


Britisches Gericht weist Klimaklage gegen Ölkonzern Shell ab
Britisches Gericht weist Klimaklage gegen Ölkonzern Shell ab / Foto: Daniel LEAL - AFP

Ein britisches Gericht hat eine Klage von Klimaschutzaktivisten gegen den Ölkonzern Shell abgewiesen. Ein Konzernsprecher sagte am Montag, die Abweisung sei "das richtige Ergebnis - das Gericht hat seine Entscheidung bekräftigt, dass diese Klage grundlegend fehlerhaft ist". Die Klimaschutzorganisation ClientEarth, die selbst eine Minderheitsbeteiligung an Shell hält, zeigte sich enttäuscht und kündigte an, Berufung einzulegen.

Textgröße ändern:

Die Organisation hatte im Februar Klage vor dem High Court of England and Wales gegen die Chef-Etage des Konzerns eingereicht, weil diese es versäume, "die wesentlichen und vorhersehbaren Risiken, die der Klimawandel für das Unternehmen darstellt, zu bewältigen".

ClientEarth kritisierte zuletzt besonders, dass Shell seine Pläne für eine schrittweise Reduktion der Ölproduktion bis 2030 wieder einkassiert habe. "Die Strategie des Konzernvorstands zur Bewältigung der Risiken der Energiewende war bereits grundlegend fehlerhaft", erklärte ClientEarth-Anwalt Paul Benson. "Jetzt scheint der Vorstand gar nicht mehr den Anschein erwecken zu wollen, dass er sinnvolle Maßnahmen ergreifen wird."

Shell führte an, die Klage ignoriere "gänzlich, wie Manager eines so großen und komplexen Unternehmens wie Shell eine Reihe von konkurrierenden Überlegungen abwägen müssen". Seine Entscheidung zur konstanten Ölproduktion bis 2030 begründete der Konzern am Montag damit, dass er sein Ziel, die Ölproduktion um 26 Prozent gegenüber 2019 zu senken, bereits erreicht habe.

A.Graziadei--PV

Empfohlen

Papst Leo XIV. sichert Missbrauchsopfern bei Treffen seinen Einsatz zu

Papst Leo XIV. hat Opfern sexueller Gewalt in der Kirche seinen Einsatz zugesagt, um weitere Fälle zu verhindern. Der Papst wolle mit ihnen zusammenarbeiten und "alles tun, damit das Unrecht, das sie erlitten haben, sich für andere nicht wiederholt", teilte der Vatikan am Sonntagabend mit.

Papst kritisiert Sterbehilfe: "Nicht alles, was legal ist, ist moralisch"

Papst Leo XIV. hat die in Frankreich vor kurzem legalisierte Sterbehilfe scharf kritisiert. "Es ist unmöglich, das Herbeiführen des Todes als normal anzusehen", sagte der Papst am Sonntag bei einer Begegnung mit kranken und behinderten Menschen im Pilgerort Lourdes. "Nicht alles, was legal ist, ist auch moralisch vertretbar", fügte er hinzu. Die Medizin dürfe sich niemals zum Gehilfen eines programmierten Todes machen.

Reisebus kommt von Autobahn ab: Zwei Tote und mehrere Schwerverletzte in Bayern

Bei einem Unfall mit einem Reisebus auf der Autobahn 96 in Oberbayern sind zwei Passagiere getötet und mehrere weitere schwer verletzt worden. Das mit 35 Menschen besetzte Fahrzeug kam am Sonntagmorgen bei Landsberg am Lech von der Autobahn ab und kippte auf die Seite, wie die Polizei in Ingolstadt mitteilte. Gegen den 40-jährigen Busfahrer wurde ein Verfahren wegen des Verdachts fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr eingeleitet.

Tödliche Attacke auf Frau in Hessen: Ehemann nach Großfahndung gefasst

Im hessischen Obertshausen ist eine 51-Jährige bei einer mutmaßlich von ihrem Ehemann verübten Attacke tödlich verletzt worden. Einsatzkräfte nahmen den zunächst flüchtigen 57-Jährigen noch in der Nacht zu Sonntag nach einer Großfahndung im nahegelegenen Klein-Krotzenburg fest, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Offenbach mitteilten. Er leistete demnach keinen Widerstand.

Textgröße ändern: