Pallade Veneta - Erzdiözese München prüft angesichts hoher Kosten Immobilienveräußerungen

Erzdiözese München prüft angesichts hoher Kosten Immobilienveräußerungen


Erzdiözese München prüft angesichts hoher Kosten Immobilienveräußerungen
Erzdiözese München prüft angesichts hoher Kosten Immobilienveräußerungen / Foto: Valentine CHAPUIS - AFP/Archiv

Angesichts hoher Austrittszahlen und finanzieller Herausforderungen prüft die Erzdiözese München und Freising die Veräußerung von Immobilien und will zudem ihre Dekanate reformieren. Es gelte, "jetzt zu handeln und Entscheidungen zu treffen", erklärte Generalvikar Christoph Klingan am Mittwoch anlässlich der Vorstellung des Jahresabschlusses 2022 und des Haushalts 2023. Aufgrund erheblicher Kostensteigerungen etwa durch Inflation oder Tariferhöhungen sinke allein der reale Wert der zur Verfügung stehenden Mittel.

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Um ihre Bilanzen in den Griff zu bekommen, will die Erzdiözese laut dem Jahresbericht ihre Kosten für Bauunterhalt und Immobilienlast senken. Klingan zufolge soll in den Pfarreien geprüft werden, welche Gebäude für ein kirchliches Leben zu erhalten sind. Dabei sei auch eine gemeinsame Nutzung von Gebäuden mit der Caritas oder den Kommunen denkbar.

Die Erzdiözese will zudem ihre Dekanate umzustrukturieren. Von der Reform der übergeordneten Verwaltungseinheiten erhofft sich die Erzdiözese eine stärkere Vernetzung im pastoralen Handeln. Die Planungen sehen laut Bericht vor, die Zahl der Dekanate von derzeit 40 auf künftig 18 zu reduzieren.

Sorgen bereitet der Erzdiözese auch weiterhin zu erwartende hohe Austrittszahlen. Eine Trendwende sei nicht absehbar, hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichen Lagebericht. Hintergrund der jüngst steigenden Austrittszahlen war die Veröffentlichung eines Missbrauchsgutachtens für die Erzdiözese Anfang 2022.

Diese habe "vorübergehend zu einem spürbaren Anstieg der Kirchenaustritte geführt". Die monatlichen Austritte hätten sich im Jahresverlauf auf einem höheren Niveau als 2021 eingependelt. Die Erzdiözese erwartet in diesem Zusammenhang weiteren Druck durch einen Rückgang der Kirchensteuereinnahmen.

Die zuletzt sehr hohe Zahl der Austritte "bewegt mich und viele andere sehr", erklärte Klingan. Er kündigte an, den Weg der Aufarbeitung von Missbrauchsfällen fortzusetzen. "Trotz zurückgehender Ressourcen werden wir in diesem Bereich sicher nicht nachlassen."

Der Jahresabschluss 2022 der Erzdiözese wies einen Überschuss von 128,5 Millionen Euro aus. Das Sachvermögen der Erzdiözese belief sich auf rund 1,52 Milliarden. Den größten Anteil davon machten mit rund 1,4 Milliarden Euro bebaute und unbebaute Grundstücke aus. In ihrem Haushalt für 2023 plant die Erzdiözese mit Erträgen von 833 Millionen Euro und Aufwendungen von 894 Millionen Euro.

A.dCosmo--PV

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