Pallade Veneta - BUND fordert Einstufung von Auto-Frachtern als Gefahrgut-Transporte

BUND fordert Einstufung von Auto-Frachtern als Gefahrgut-Transporte


BUND fordert Einstufung von Auto-Frachtern als Gefahrgut-Transporte
BUND fordert Einstufung von Auto-Frachtern als Gefahrgut-Transporte / Foto: Handout - Netherlands Coastguards/AFP

Angesichts des Schiffsunglücks vor der niederländischen Küste hat der Umweltverband BUND die Einstufung von Auto-Frachtern als Gefahrgut-Transporte gefordert. "Das Frachterunglück vor der Küste zeigt, welche großen Gefahren mit dem millionenfachen Transport von Autos über die Meere verbunden sind", erklärte die BUND-Meeresschutzexpertin Nadja Ziebarth am Montag in Berlin. Es sei überfällig, Transporte dieser Art "als Gefahrgut-Transporte zu deklarieren und nicht länger nah entlang der Küste fahren zu lassen".

Textgröße ändern:

Autofrachter sollten Ziebarth zufolge nur noch auf dem "äußeren Verkehrstrennungsgebiet" fahren, also in größerem Abstand zur Küstenlinie. Zur Umsetzung sollten demnach Deutschland und die Niederlande bei der Internationale Maritime Organisation in London einen Antrag auf die Klassifizierung von Auto-Frachtern als Gefahrgut stellen.

"Zudem muss jetzt schnell geprüft werden, ob es auf allen Autofrachtern moderne Löschsysteme braucht", erklärte Ziebarth mit Blick auf E-Auto-Batterien als weitere Gefahrenquelle für Frachter. Das gehe nicht "von heute auf morgen", aber es sei nun ein guter Zeitpunkt, den Gütertransport an die neuen Bedingungen anzupassen.

Das mit fast 3800 Neuwagen beladene Frachtschiff "Fremantle Highway" war auf dem Weg von Bremerhaven nach Ägypten und Singapur, als vergangenen Dienstagabend ein Feuer an Bord ausbrach. Ein Besatzungsmitglied kam durch das Feuer ums Leben, 22 Menschen konnten von Bord des Schiffes gerettet werden - einige Crewmitglieder sprangen über Bord.

Der brennende Auto-Frachter befand sich zuletzt durch ein Schleppmanöver auf dem Weg zu einem neuen vorläufigen Ankerplatz rund 16 Kilometer nördlich der niederländischen Inseln Schiermonnikoog und Ameland. Langfristig soll der Frachter in einen Hafen geschleppt werden.

Trotz der guten Arbeit der Behörden sei die Gefahr noch nicht gebannt, warnte Ziebarth. "Ein gefährlicher Chemiecocktail wird mit dem Lösch- und Kühlwasser bereits jetzt zur Bedrohung für die Nordsee, das Wattenmeer und die darin lebenden Pflanzen und Tiere", erklärte die Meeresschutzexpertin. Auch die rund 1600 Tonnen Schweröl im Frachter seien "eine tickende Zeitbombe für das sensible Ökosystem".

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Papst kritisiert Sterbehilfe: "Nicht alles, was legal ist, ist moralisch"

Papst Leo XIV. hat die in Frankreich vor kurzem legalisierte Sterbehilfe scharf kritisiert. "Es ist unmöglich, das Herbeiführen des Todes als normal anzusehen", sagte der Papst am Sonntag bei einer Begegnung mit kranken und behinderten Menschen im Pilgerort Lourdes. "Nicht alles, was legal ist, ist auch moralisch vertretbar", fügte er hinzu. Die Medizin dürfe sich niemals zum Gehilfen eines programmierten Todes machen.

Reisebus kommt von Autobahn ab: Zwei Tote und mehrere Schwerverletzte in Bayern

Bei einem Unfall mit einem Reisebus auf der Autobahn 96 in Oberbayern sind zwei Passagiere getötet und mehrere weitere schwer verletzt worden. Das mit 35 Menschen besetzte Fahrzeug kam am Sonntagmorgen bei Landsberg am Lech von der Autobahn ab und kippte auf die Seite, wie die Polizei in Ingolstadt mitteilte. Gegen den 40-jährigen Busfahrer wurde ein Verfahren wegen des Verdachts fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr eingeleitet.

Tödliche Attacke auf Frau in Hessen: Ehemann nach Großfahndung gefasst

Im hessischen Obertshausen ist eine 51-Jährige bei einer mutmaßlich von ihrem Ehemann verübten Attacke tödlich verletzt worden. Einsatzkräfte nahmen den zunächst flüchtigen 57-Jährigen noch in der Nacht zu Sonntag nach einer Großfahndung im nahegelegenen Klein-Krotzenburg fest, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Offenbach mitteilten. Er leistete demnach keinen Widerstand.

Papst Leo XIV. in Frankreich: Große Messen und Gespräch mit Missbrauchsopfern

Messfeiern im Großformat und persönliche Treffen mit Missbrauchsopfern: Papst Leo XIV. hat bei seinem Besuch in Frankreich viel Zuspruch erhalten und zugleich Missstände innerhalb der katholischen Kirche thematisiert. Nach einem begeisterten Empfang des Papstes in Paris, wo am Samstag 800.000 Menschen zu einer Messe auf der Place de la Concorde und den Champs-Elysées kamen, sprach Leo XIV. am Sonntag im Pilgerort Lourdes die "schmerzhafte Wunde" des Missbrauchs in Pfarreien und katholischen Schulen an.

Textgröße ändern: