Pallade Veneta - Bereits acht Tote bei anhaltenden Kämpfen in Palästinenserlager im Libanon

Bereits acht Tote bei anhaltenden Kämpfen in Palästinenserlager im Libanon


Bereits acht Tote bei anhaltenden Kämpfen in Palästinenserlager im Libanon
Bereits acht Tote bei anhaltenden Kämpfen in Palästinenserlager im Libanon / Foto: Mahmoud ZAYYAT - AFP

Bei anhaltenden Kämpfen im größten palästinensischen Flüchtlingslager im Libanon sind nach Angaben von Krankenhausmitarbeitern vom Montag mindestens zwei weitere Menschen getötet und mehr als ein Dutzend Menschen verletzt worden. Ein Mann sei seinen Verletzungen erlegen, ein anderer in einem weiteren Krankenhaus tot eingeliefert worden, teilte medizinisches Personal der Nachrichtenagentur AFP mit. Damit erhöht sich die Zahl der Toten bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen auf acht.

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Die Kämpfe im Lager Ain al-Hilweh in der südlibanesischen Stadt Sidon waren am Samstagabend nach dem Tod eines Mitglieds einer islamistischen Gruppe ausgebrochen. Anschließend wurden fünf Fatah-Mitglieder, darunter ein Militärbeamter, in einem Hinterhalt getötet. Seit Sonntag stehen sich Mitglieder der Fatah von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und Islamisten gegenüber, wie die Fatah mitteilte.

Die Auseinandersetzungen mit automatischen Waffen und Panzerabwehrraketen dauerten am Montag trotz der Ankündigung eines Waffenstillstands am Sonntagabend an. Vor dem Lager schlugen Granaten ein, Schulen und Geschäfte wurden geschlossen. Dutzende Bewohner flohen aus dem Lager, wie ein AFP-Korrespondent berichtete.

Ain al-Hilweh ist das größte der zwölf palästinensischen Flüchtlingslager im Libanon. In dem Lager leben mehr als 54.000 palästinensische Flüchtlinge und tausende weitere Palästinenser, die vor dem Bürgerkrieg in Syrien geflüchtet sind. Es kommt dort häufig zu gewaltsamen Zusammenstößen.

Seit vielen Jahren gilt eine Übereinkunft, der zufolge die libanesische Armee palästinensische Lager nicht betritt. Palästinensergruppen kümmern sich dort um die Sicherheit. Faktisch sind die Lager aber rechtsfreie Zonen, in Ain al-Hilweh wurden etwa Extremisten und flüchtige Straftäter aufgenommen.

D.Bruno--PV

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