Pallade Veneta - Papst fordert "ganzheitliche Ökologie" als Lösung für globale Probleme

Papst fordert "ganzheitliche Ökologie" als Lösung für globale Probleme


Papst fordert "ganzheitliche Ökologie" als Lösung für globale Probleme
Papst fordert "ganzheitliche Ökologie" als Lösung für globale Probleme / Foto: Patricia DE MELO MOREIRA - AFP

Beim Weltjugendtag in Portugal hat Papst Franziskus vor Studenten auf Lösungen für den Klimawandel und andere globale Probleme gepocht: "Wir müssen die dramatische und dringende Notwendigkeit erkennen, für unser gemeinsames Zuhause zu sorgen", sagte der 86-Jährige am Donnerstag vor Studenten der Katholischen Universität Lissabon. Dafür brauche es einen "echten Sinneswandel" statt "unklarer Kompromisse".

Textgröße ändern:

Das Oberhaupt der katholischen Kirche forderte während seiner Ansprache unter freiem Himmel vor rund 6500 Zuhörern, unter denen auch Portugals Präsident Marcelo Rebelo de Sousa war, "eine ganzheitliche Ökologie". Dieser Lösungsansatz müsse "auf die Leiden sowohl des Planeten als auch der Armen Rücksicht nehmen", sagte er. "Wir müssen die Tragödie der Wüstenbildung mit der von Flüchtlingen in Einklang bringen, das Problem von verstärkter Migration mit dem einer sinkenden Geburtenrate."

Für den frühen Donnerstagabend bereiteten sich die Teilnehmer des Weltjugendtags auf das erste große Zusammentreffen mit dem Papst vor. Dabei wollten die jungen Gläubigen bei einer Feier im Lissaboner Park "Eduardo VII" Franziskus offiziell willkommen heißen.

Am Vorabend hatte sich der 86-Jährige mit 13 Überlebenden von sexuellem Missbrauch durch Geistliche getroffen und ihnen nach Angaben des Vatikans "intensiv zugehört". Laut dem unabhängigen Bericht einer Kommission wurden in Portugal seit den 1950er Jahren mindestens 4815 Kinder von Mitgliedern der Kirche, vor allem Priestern, missbraucht.

Zum Weltjugendtag, der größten katholischen Veranstaltung der Welt, erwartet die Kirche rund insgesamt rund eine Million hauptsächlich junge Menschen. Das Programm der sechstägigen Großveranstaltung reicht von Kulturveranstaltungen und Debatten bis hin zu Gebetsstunden und Messen.

Auf dem Programm des 86-jährigen Papstes, der nach einer Bauchoperation im Juni mehrere Tage im Krankenhaus gelegen hatte, stehen elf öffentliche Auftritte und rund 20 Treffen. Am Samstag besucht er das Heiligtum von Fatima nördlich von Lissabon. Am Sonntag leitet er den Abschlussgottesdienst des Weltjugendtages in einem Park am Rande Lissabons.

Z.Ottaviano--PV

Empfohlen

Papst kritisiert Sterbehilfe: "Nicht alles, was legal ist, ist moralisch"

Papst Leo XIV. hat die in Frankreich vor kurzem legalisierte Sterbehilfe scharf kritisiert. "Es ist unmöglich, das Herbeiführen des Todes als normal anzusehen", sagte der Papst am Sonntag bei einer Begegnung mit kranken und behinderten Menschen im Pilgerort Lourdes. "Nicht alles, was legal ist, ist auch moralisch vertretbar", fügte er hinzu. Die Medizin dürfe sich niemals zum Gehilfen eines programmierten Todes machen.

Reisebus kommt von Autobahn ab: Zwei Tote und mehrere Schwerverletzte in Bayern

Bei einem Unfall mit einem Reisebus auf der Autobahn 96 in Oberbayern sind zwei Passagiere getötet und mehrere weitere schwer verletzt worden. Das mit 35 Menschen besetzte Fahrzeug kam am Sonntagmorgen bei Landsberg am Lech von der Autobahn ab und kippte auf die Seite, wie die Polizei in Ingolstadt mitteilte. Gegen den 40-jährigen Busfahrer wurde ein Verfahren wegen des Verdachts fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr eingeleitet.

Tödliche Attacke auf Frau in Hessen: Ehemann nach Großfahndung gefasst

Im hessischen Obertshausen ist eine 51-Jährige bei einer mutmaßlich von ihrem Ehemann verübten Attacke tödlich verletzt worden. Einsatzkräfte nahmen den zunächst flüchtigen 57-Jährigen noch in der Nacht zu Sonntag nach einer Großfahndung im nahegelegenen Klein-Krotzenburg fest, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Offenbach mitteilten. Er leistete demnach keinen Widerstand.

Papst Leo XIV. in Frankreich: Große Messen und Gespräch mit Missbrauchsopfern

Messfeiern im Großformat und persönliche Treffen mit Missbrauchsopfern: Papst Leo XIV. hat bei seinem Besuch in Frankreich viel Zuspruch erhalten und zugleich Missstände innerhalb der katholischen Kirche thematisiert. Nach einem begeisterten Empfang des Papstes in Paris, wo am Samstag 800.000 Menschen zu einer Messe auf der Place de la Concorde und den Champs-Elysées kamen, sprach Leo XIV. am Sonntag im Pilgerort Lourdes die "schmerzhafte Wunde" des Missbrauchs in Pfarreien und katholischen Schulen an.

Textgröße ändern: