Pallade Veneta - Papst Franziskus von rund 200.000 Gläubigen in Wallfahrtsort Fátima bejubelt

Papst Franziskus von rund 200.000 Gläubigen in Wallfahrtsort Fátima bejubelt


Papst Franziskus von rund 200.000 Gläubigen in Wallfahrtsort Fátima bejubelt
Papst Franziskus von rund 200.000 Gläubigen in Wallfahrtsort Fátima bejubelt / Foto: Patricia DE MELO MOREIRA - AFP

Papst Franzikus ist bei seinem Besuch des portugiesischen Wallfahrtsorts Fátima von rund 200.000 Gläubigen bejubelt worden. Der 86-Jährige reiste am Samstag mit dem Hubschrauber an und nahm anschließend an Bord seines Papamobils ein Bad in der Menschenmenge auf dem Platz an der Kapelle, an deren Standort drei Kindern im Jahr 1917 nach katholischer Überzeugung die Jungfrau Maria erschienen sein soll.

Textgröße ändern:

"Viva!" riefen die versammelten Pilger und winkten, als Franziskus vorbeifuhr. Auf seiner Runde über den Platz hielt der Papst mehrfach an und ließ Babies zu sich bringen, die er auf den Kopf küsste. Der Papst hält sich seit Mittwoch in Portugal auf, er nimmt am katholischen Weltjugendtag in Lissabon teil.

Franziskus ließ die für seine geplante Rede in Fátima erwarteten Themen aus und improvisierte seine Ansprache. Er bekräftigte seine in Portugal schon mehrfach vorgetragene Botschaft von einer Kirche, die für alle "offen" sei - "ohne Ausgrenzung". "Die Kirche hat keine Türen, damit alle eintreten können", sagte der Papst.

Nach Angaben eines Vatikansprechers hatte der Pontifex schon am Vortag wegen Sehbeschwerden eine seiner Reden improvisiert. An diesem Samstag aber sei Franziskus bewusst vom Redetext abgewichen, sagte der Sprecher zur Nachrichtenagentur AFP.

Vor seiner Rückkehr per Hubschrauber ins 150 Kilometer südlich von Fátima gelegene Lissabon betete Franziskus den Rosenkranz mit 112 kranken Jugendlichen, Menschen mit Behinderungen und Gefängnisinsassen. Für Samstagabend steht ein Abendgebet in einem Park am Rande des Flusses Tejo auf dem Programm des Papstes, zu dem eine Million Gläubige in Lissabon erwartet werden.

Dem katholischen Glauben zufolge war drei Kindern einer Schäferfamilie vor mehr als hundert Jahren, am 13. Mai 1917, in einer Grotte nahe Fátima die Jungfrau Maria zum ersten Mal erschienen. Sechs Monate lang soll sich ihnen Maria jeweils am 13. des Monats gezeigt haben.

In dem Wallfahrtsort, einem der bedeutendsten der katholischen Kirche, werden für dieses Jahr sechs Millionen Besucher erwartet. Viele Pilger kommen zu Fuß in die Ortschaft, einige bringen den letzten Teil der Strecke auf den Knien hinter sich. Andere werfen aus Wachs geformte Gliedmaßen oder Organe in ein Feuer neben der Kapelle und bitten dabei um Heilung.

E.Magrini--PV

Empfohlen

Papst kritisiert Sterbehilfe: "Nicht alles, was legal ist, ist moralisch"

Papst Leo XIV. hat die in Frankreich vor kurzem legalisierte Sterbehilfe scharf kritisiert. "Es ist unmöglich, das Herbeiführen des Todes als normal anzusehen", sagte der Papst am Sonntag bei einer Begegnung mit kranken und behinderten Menschen im Pilgerort Lourdes. "Nicht alles, was legal ist, ist auch moralisch vertretbar", fügte er hinzu. Die Medizin dürfe sich niemals zum Gehilfen eines programmierten Todes machen.

Reisebus kommt von Autobahn ab: Zwei Tote und mehrere Schwerverletzte in Bayern

Bei einem Unfall mit einem Reisebus auf der Autobahn 96 in Oberbayern sind zwei Passagiere getötet und mehrere weitere schwer verletzt worden. Das mit 35 Menschen besetzte Fahrzeug kam am Sonntagmorgen bei Landsberg am Lech von der Autobahn ab und kippte auf die Seite, wie die Polizei in Ingolstadt mitteilte. Gegen den 40-jährigen Busfahrer wurde ein Verfahren wegen des Verdachts fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr eingeleitet.

Tödliche Attacke auf Frau in Hessen: Ehemann nach Großfahndung gefasst

Im hessischen Obertshausen ist eine 51-Jährige bei einer mutmaßlich von ihrem Ehemann verübten Attacke tödlich verletzt worden. Einsatzkräfte nahmen den zunächst flüchtigen 57-Jährigen noch in der Nacht zu Sonntag nach einer Großfahndung im nahegelegenen Klein-Krotzenburg fest, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Offenbach mitteilten. Er leistete demnach keinen Widerstand.

Papst Leo XIV. in Frankreich: Große Messen und Gespräch mit Missbrauchsopfern

Messfeiern im Großformat und persönliche Treffen mit Missbrauchsopfern: Papst Leo XIV. hat bei seinem Besuch in Frankreich viel Zuspruch erhalten und zugleich Missstände innerhalb der katholischen Kirche thematisiert. Nach einem begeisterten Empfang des Papstes in Paris, wo am Samstag 800.000 Menschen zu einer Messe auf der Place de la Concorde und den Champs-Elysées kamen, sprach Leo XIV. am Sonntag im Pilgerort Lourdes die "schmerzhafte Wunde" des Missbrauchs in Pfarreien und katholischen Schulen an.

Textgröße ändern: