Pallade Veneta - Geldstrafe für antisemitische Beleidigung von niedersächsischer Intendantin

Geldstrafe für antisemitische Beleidigung von niedersächsischer Intendantin


Geldstrafe für antisemitische Beleidigung von niedersächsischer Intendantin
Geldstrafe für antisemitische Beleidigung von niedersächsischer Intendantin / Foto: Damien MEYER - AFP/Archiv

Wegen verhetzender antisemitischer Beleidigung der Intendantin des niedersächsischen Staatstheaters in Hannover muss eine Frau eine Geldstrafe von 1200 Euro bezahlen. Sie soll die Theaterchefin Laura Berman nach Angaben des Amtsgerichts Hannover in einer E-Mail wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen und so ihrer Ehre und Menschenwürde verletzt haben.

Textgröße ändern:

Gegen die Beschuldigte, deren Alter das Gericht nicht bekanntgab, hatte die Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl mit einer Geldstrafe in entsprechender Höhe verhängt. Dagegen legte die Frau zunächst jedoch Einspruch ein, weshalb es am Donnerstag zum Prozess kommen sollte. Da die Angeklagte den Einspruch allerdings wieder zurücknahm, fiel der Termin aus. Der Strafbefehl wurde rechtskräftig.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft äußerte sich die Beschuldigte in ihrer über das Kontaktformular der Staatsoper verschickten E-Mail zutiefst antisemitisch und menschenverachtend. Demnach bezeichnete sie Menschen jüdischen Glaubens unter anderem als "menschlichen Sondermüll", der "entsorgt" werden müsse.

In Anspielung auf den Holocaust und die nationalsozialistische Verfolgungs- und Vernichtungspolitik gegenüber den Juden schrieb sie demnach weiter, Hitler sei noch "zu human zu Leuten dieser Sorte gewesen". Darüber hinaus äußerte sie sich laut Ermittlern abfällig über die in ihren Augen schlechte Qualität des Programms der zum Staatstheater gehörenden niedersächsischen Staatsoper in Hannover und schrieb dies "der Zugehörigkeit der Intendantin zum Judentum" zu.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Tödliche Attacke auf Frau in Hessen: Ehemann nach Großfahndung gefasst

Im hessischen Obertshausen ist eine 51-Jährige bei einer mutmaßlich von ihrem Ehemann verübten Attacke tödlich verletzt worden. Einsatzkräfte nahmen den zunächst flüchtigen 57-Jährigen noch in der Nacht zu Sonntag nach einer Großfahndung im nahegelegenen Klein-Krotzenburg fest, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Offenbach mitteilten. Er leistete demnach keinen Widerstand.

Papst Leo XIV. in Frankreich: Große Messen und Gespräch mit Missbrauchsopfern

Messfeiern im Großformat und persönliche Treffen mit Missbrauchsopfern: Papst Leo XIV. hat bei seinem Besuch in Frankreich viel Zuspruch erhalten und zugleich Missstände innerhalb der katholischen Kirche thematisiert. Nach einem begeisterten Empfang des Papstes in Paris, wo am Samstag 800.000 Menschen zu einer Messe auf der Place de la Concorde und den Champs-Elysées kamen, sprach Leo XIV. am Sonntag im Pilgerort Lourdes die "schmerzhafte Wunde" des Missbrauchs in Pfarreien und katholischen Schulen an.

Papst Leo XIV. feiert Messe unter freiem Himmel in Lourdes

Am dritten Tag seiner Frankreich-Reise feiert Papst Leo XIV. im Pilgerort Lourdes erneut eine große Messe unter freiem Himmel. Seit dem frühen Morgen strömten Gläubige zu dem Platz vor dem Marienheiligtum, wo der Altar unter einem Zelt aufgebaut war. Bei seiner Ankunft im Papamobil wurde Leo XIV. mit Beifall begrüßt. Die Organisatoren rechneten mit 150.000 Teilnehmern. An der Messe am Vortag in Paris hatten 800.000 Menschen teilgenommen, deutlich mehr als erwartet.

Reisebus kommt von Autobahn ab: Zwei Tote und acht Schwerverletzte in Bayern

Bei einem Unfall mit einem Reisebus auf der Autobahn 96 in Oberbayern sind am Sonntag zwei Passagiere getötet und acht weitere schwer verletzt worden. Der mit rund 50 Menschen besetzte Bus kam bei Landsberg am Lech von der Autobahn ab und kippte auf die Seite, wie die Polizei in Ingolstadt mitteilte. Er war demnach auf der Fahrt vom schweizerischen Zürich ins italienische Mailand. An Bord waren philippinische Staatsbürger.

Textgröße ändern: