Pallade Veneta - Ermittlungen in Belgien wegen wildpinkelnder Partygäste des Justizministers

Ermittlungen in Belgien wegen wildpinkelnder Partygäste des Justizministers


Ermittlungen in Belgien wegen wildpinkelnder Partygäste des Justizministers
Ermittlungen in Belgien wegen wildpinkelnder Partygäste des Justizministers / Foto: NICOLAS MAETERLINCK - BELGA/AFP

Unangenehme Ermittlungen für Belgiens Justizminister Vincent Van Quickenborne: Die Polizei hat sich beschwert, weil Gäste einer von ihm gegebenen Party an ein Polizeiauto gepinkelt haben sollen. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Kortrijk im Nordwesten des Landes bestätigte am Donnerstag, dass Ermittlungen zu einer Polizeibeschwerde eingeleitet wurden.

Textgröße ändern:

Der belgische Justizminister hatte am 14. August seinen 50. Geburtstag nachgefeiert und dazu dutzende Gäste in sein Haus in Kortrijk geladen. Einem Bericht der Tageszeitung "Het Nieuwsblad" zufolge wurden drei sichtlich betrunkene Gäste dabei erwischt, wie sie an einen Transporter der Polizei urinierten, der vor dem Haus zum Schutz des Ministers stationiert war.

Van Quickenbornes Haus steht nach einer Entführungsdrohung seit 2022 unter Polizeischutz. Er selbst habe den Vorfall nicht mitbekommen oder gebilligt, sagte der Minister. Aber "wenn die Polizei Erkenntnisse hat, muss ihnen nachgegangen werden".

Belgische Medien tauften den Vorfall augenzwinkernd "Watergate-Skandal", doch belgische Polizeivertreter konnten der Berichterstattung keinen Humor abgewinnen. "Wir sagen, dass damit die Polizei lächerlich gemacht wird", erklärte die Polizeigewerkschaft SNPS. Dies sei respektlos und mehr als ein "Schlag ins Gesicht" für die Uniformierten, die nicht nur Kortrijk, sondern "das ganze Land sauber halten".

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Papst Leo XIV. in Frankreich: Große Messen und Gespräch mit Missbrauchsopfern

Messfeiern im Großformat und persönliche Treffen mit Missbrauchsopfern: Papst Leo XIV. hat bei seinem Besuch in Frankreich viel Zuspruch erhalten und zugleich Missstände innerhalb der katholischen Kirche thematisiert. Nach einem begeisterten Empfang des Papstes in Paris, wo am Samstag 800.000 Menschen zu einer Messe auf der Place de la Concorde und den Champs-Elysées kamen, sprach Leo XIV. am Sonntag im Pilgerort Lourdes die "schmerzhafte Wunde" des Missbrauchs in Pfarreien und katholischen Schulen an.

Papst Leo XIV. feiert Messe unter freiem Himmel in Lourdes

Am dritten Tag seiner Frankreich-Reise feiert Papst Leo XIV. im Pilgerort Lourdes erneut eine große Messe unter freiem Himmel. Seit dem frühen Morgen strömten Gläubige zu dem Platz vor dem Marienheiligtum, wo der Altar unter einem Zelt aufgebaut war. Bei seiner Ankunft im Papamobil wurde Leo XIV. mit Beifall begrüßt. Die Organisatoren rechneten mit 150.000 Teilnehmern. An der Messe am Vortag in Paris hatten 800.000 Menschen teilgenommen, deutlich mehr als erwartet.

Reisebus kommt von Autobahn ab: Zwei Tote und acht Schwerverletzte in Bayern

Bei einem Unfall mit einem Reisebus auf der Autobahn 96 in Oberbayern sind am Sonntag zwei Passagiere getötet und acht weitere schwer verletzt worden. Der mit rund 50 Menschen besetzte Bus kam bei Landsberg am Lech von der Autobahn ab und kippte auf die Seite, wie die Polizei in Ingolstadt mitteilte. Er war demnach auf der Fahrt vom schweizerischen Zürich ins italienische Mailand. An Bord waren philippinische Staatsbürger.

Angler findet Weltkriegsbombe in Rhein: Blindgänger bei Bonn kontrolliert gesprengt

In Bornheim bei Bonn ist eine von einem Angler im Rhein gefundene Weltkriegsbombe gesprengt worden. 500 Menschen mussten dafür am Samstag im Ortsteil Hersel ihre Häuser und Wohnungen verlassen, wie die Feuerwehr in der nordrhein-westfälischen Gemeinde mitteilte. Ein Bagger brachte den 250 Kilogramm schweren Blindgänger an Land, wo er von Experten kontrolliert gesprengt wurde. Dies geschah demnach in einer eigens ausgehobenen Sprenggrube.

Textgröße ändern: