Pallade Veneta - Wachsender Protest gegen Spaniens Fußball-Verbandschef nach Kuss-Attacke auf Spielerin

Wachsender Protest gegen Spaniens Fußball-Verbandschef nach Kuss-Attacke auf Spielerin


Wachsender Protest gegen Spaniens Fußball-Verbandschef nach Kuss-Attacke auf Spielerin
Wachsender Protest gegen Spaniens Fußball-Verbandschef nach Kuss-Attacke auf Spielerin / Foto: FRANCK FIFE - AFP/Archiv

Nach seiner Kuss-Attacke auf die spanische Fußball-Nationalspielerin Jennifer Hermoso wird es um den spanischen Fußballverbands-Präsidenten Luis Rubiales zunehmend einsam: Nach zahlreichen Vertretern aus Politik und Gesellschaft distanzierte sich am Samstagabend auch Frauenfußball-Nationaltrainer Jorge Vilda von Rubiales. Er bedaure zutiefst, dass der WM-Triumph seiner Mannschaft "durch das unangemessene Verhalten" von Rubiales beeinträchtigt worden sei, erklärte Vilda.

Textgröße ändern:

Zuvor war am Samstag ein Großteil von Vildas Trainerstab aus Solidarität mit Hermoso zurückgetreten, die gesamte Frauen-Nationalmannschaft trat in den Streik. Auch Männer-Nationaltrainer Luis de la Fuenta kritisierte Rubiales' Verhalten als "falsch". Der Fußball-Weltverband Fifa sperrte den spanischen Verbandschef zunächst für 90 Tage und verbot Rubiales jeglichen Kontakt mit Spielerin Hermoso und ihrem Umfeld.

Hermoso und 80 weitere Spielerinnen, darunter die gesamte Nationalmannschaft, wollen nach eigenen Worten nicht mehr für Spanien spielen, bis die Führungsspitze im Frauenfußball ausgetauscht ist.

Trotz der Empörung lehnt der 46-jährige Rubiales einen Rücktritt ab. Rückendeckung erhielt er vom spanischen Verband, der mit juristischen Schritten gegen Hermoso drohte, sollte die Spielerin an ihren "Lügen" über den umstrittenen Kuss festhalten.

Rubiales hatte nach dem WM-Triumph der Spanierinnen am 20. August vor den Augen eines Millionen-Publikums Hermosos Kopf mit beiden Händen festgehalten und sie auf den Mund geküsst. Angesichts der heftigen öffentlichen Empörung über den Vorfall erklärte Rubiales, der Kuss sei "gegenseitig, euphorisch und einvernehmlich" gewesen. Hermoso weist das zurück und betonte mehrfach, sie habe "niemals" in den "übergriffigen" Kuss eingewilligt.

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

Papst Leo XIV. feiert Messe unter freiem Himmel in Lourdes

Am dritten Tag seiner Frankreich-Reise feiert Papst Leo XIV. im Pilgerort Lourdes erneut eine große Messe unter freiem Himmel. Seit dem frühen Morgen strömten Gläubige zu dem Platz vor dem Marienheiligtum, wo der Altar unter einem Zelt aufgebaut war. Bei seiner Ankunft im Papamobil wurde Leo XIV. mit Beifall begrüßt. Die Organisatoren rechneten mit 150.000 Teilnehmern. An der Messe am Vortag in Paris hatten 800.000 Menschen teilgenommen, deutlich mehr als erwartet.

Reisebus kommt von Autobahn ab: Zwei Tote und acht Schwerverletzte in Bayern

Bei einem Unfall mit einem Reisebus auf der Autobahn 96 in Oberbayern sind am Sonntag zwei Passagiere getötet und acht weitere schwer verletzt worden. Der mit rund 50 Menschen besetzte Bus kam bei Landsberg am Lech von der Autobahn ab und kippte auf die Seite, wie die Polizei in Ingolstadt mitteilte. Er war demnach auf der Fahrt vom schweizerischen Zürich ins italienische Mailand. An Bord waren philippinische Staatsbürger.

Angler findet Weltkriegsbombe in Rhein: Blindgänger bei Bonn kontrolliert gesprengt

In Bornheim bei Bonn ist eine von einem Angler im Rhein gefundene Weltkriegsbombe gesprengt worden. 500 Menschen mussten dafür am Samstag im Ortsteil Hersel ihre Häuser und Wohnungen verlassen, wie die Feuerwehr in der nordrhein-westfälischen Gemeinde mitteilte. Ein Bagger brachte den 250 Kilogramm schweren Blindgänger an Land, wo er von Experten kontrolliert gesprengt wurde. Dies geschah demnach in einer eigens ausgehobenen Sprenggrube.

Schwerer Herbststurm wütet über Nordosten der USA - mindestens ein Todesopfer

Ein schwerer Herbststurm wütet über dem Nordosten der USA und hat mindestens ein Todesopfer gefordert. Wie US-Medien berichteten, wurde im New Yorker Stadtteil Brooklyn ein 56-jähriger Mann von einem umstürzenden Baum getroffen und getötet. Hunderte Flüge wurden gestrichen, Zehntausende Menschen waren ohne Strom. Die Behörden warnten vor starkem Wind, Überschwemmungen und Straßensperrungen durch heftige Regenfälle.

Textgröße ändern: