Pallade Veneta - Mordversuch mit Rattengift: Mehrjährige Haft für Musiker in Hannover

Mordversuch mit Rattengift: Mehrjährige Haft für Musiker in Hannover


Mordversuch mit Rattengift: Mehrjährige Haft für Musiker in Hannover
Mordversuch mit Rattengift: Mehrjährige Haft für Musiker in Hannover / Foto: Damien MEYER, - - AFP/Archiv

Wegen Mordversuchs mit Rattengift ist ein 62-jähriger Musiker von dem Landgericht Hannover zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Das Gericht verhängte gegen den Angeklagten am Montag sechseinhalb Jahre Haft, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Er habe seiner Mutter bei Besuchen in einem Seniorenheim in Hannover das Gift Brodifacoum ins Essen gemischt, um sie zu töten. Das Gericht wertete dies als Mordversuch.

Textgröße ändern:

In einem weiteren Fall soll der Musiker des Schleswig-Holsteinischen Sinfonieorchesters zwei Kollegen, einem Mann und einer Frau, auf einer Konzertreise einen mit dem Gift versetzten Knoblauchdip gegeben haben. Das Gericht wertete dies als zweifache gefährliche Körperverletzung.

Alle drei erlitten eine Blutgerinnungsstörung, an der sie laut Anklage hätten sterben können. Brodifacoum ist eine hochgiftige chemische Verbindung. Das geruchlose Pulver wird als Gift gegen Nagetiere verwendet.

Die Kammer zeigte sich den Angaben zufolge überzeugt, dass der Angeklagte das Rattengift, das im Blut der Opfer nachgewiesen wurde, bestellt und erhalten hat. Er habe es auch noch zur Tatzeit besessen und nicht wie behauptet entsorgt. Nicht zuletzt wegen des identischen Vorgehens in beiden Fällen und der zeitlichen Nähe komme nach Auffassung des Gericht nur der Angeklagte als Täter in Betracht, wie die Sprecherin sagte.

Die Staatsanwaltschaft hatte zwölf Jahre Haft und anschließende Sicherungsverwahrung gefordert. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch. Der Angeklagte hatte die Tatvorwürfe stets bestritten.

Eine erste Hauptverhandlung war wegen Erkrankung einer Richterin ausgesetzt worden. Anfang September war der Prozess dann erneut gestartet.

R.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Leo XIV. feiert in Paris Messe mit 800.000 Menschen

Bei einer Freiluftmesse im Herzen von Paris haben am Samstag hunderttausende Menschen an einem Gottesdienst mit Papst Leo XIV. teilgenommen. Nach Schätzungen des Vatikans versammelten sich etwa 800.000 Menschen zu der Messe im Zentrum der französischen Hauptstadt. Zuvor war der Papst im Papamobil über die Champs-Elysées gefahren, wo er von zahlreichen Gläubigen bejubelt wurde.

Toter in Grundstückseinfahrt in Bayern entdeckt - Kriminalpolizei ermittelt

Im bayerischen Seefeld ist ein 66-Jähriger tot in seiner Grundstückseinfahrt entdeckt worden - nun ermittelt die Kriminalpolizei. Wie am Samstag die Polizei in Ingolstadt mitteilte, wurde der Tote am Freitagmorgen kurz vor sieben Uhr gemeldet. Er befand sich demnach in der Einfahrt neben seinem Auto. Den ersten Erkenntnissen zufolge bestehen "konkrete Anhaltspunkte für eine Fremdeinwirkung".

Sechs Tote bei Wohnhaus-Explosion in Athen - Vier US-Touristen unter den Opfern

Bei der Explosion eines Wohnhauses im Zentrum von Athen sind mindestens sechs Menschen getötet worden, darunter vier Touristen aus den USA. Bei den beiden weiteren Opfern handele es sich um einen Briten und seine griechische Ehefrau, berichtete am Samstag das griechische Staatsfernsehen. Die Explosion hatte sich am Freitagmorgen im Stadtteil Plaka direkt unterhalb der berühmten Akropolis ereignet, sie wurde offenbar durch ein Gasleck ausgelöst.

Nach Explosion in Athen Leichen von zwei US-Touristen aus Trümmern geborgen

Nach der Explosion in einem Wohnhaus in der Altstadt von Athen haben Helfer die Leichen eines Touristenpaars aus den USA aus den Trümmern geborgen. Die US-Bürger hätten eine Wohnung im ersten Stock des Gebäudes gemietet gehabt, berichteten die griechischen Rettungskräfte am Samstag. Die Behörden wollten sich zunächst nicht zur Identität der Todesopfer äußern. Ersten Erkenntnissen zufolge war die Explosion durch ein Gasleck verursacht worden.

Textgröße ändern: