Pallade Veneta - Nawalny-Unterstützer: Kreml-Kritiker wieder in Isolationshaft

Nawalny-Unterstützer: Kreml-Kritiker wieder in Isolationshaft


Nawalny-Unterstützer: Kreml-Kritiker wieder in Isolationshaft
Nawalny-Unterstützer: Kreml-Kritiker wieder in Isolationshaft / Foto: TATYANA MAKEYEVA - AFP/Archiv

Der inhaftierte russische Oppositionsführer Alexej Nawalny ist nach Angaben seiner Unterstützer wieder in Isolationshaft. "Sie haben Alexej zum 21. Mal in eine Isolationszelle gesteckt", erklärte Nawalnys Sprecherin im Exil, Kira Jarmysch, am Dienstag in Online-Netzwerken.

Textgröße ändern:

Am Vortag hatten Nawalnys Unterstützer erklärt, dem Kreml-Kritiker sei sein Schreibmaterial abgenommen worden - sein einziges Kommunikationsmittel mit der Außenwelt. Nawalny habe sich daher geweigert, zu einer Verhandlung zu kommen, teilte seine Sprecherin Jarmysch. Mehrere Menschen seien daraufhin in seine Zelle gekommen und hätten ihn mitgenommen.

Briefe und Besuche von Anwälten sind die einzige Möglichkeit des 47-Jährigen, mit der Außenwelt zu kommunizieren. In diesem Monat waren jedoch drei seiner Anwälte festgenommen worden, ein weiterer floh. "Niemand darf mich sehen. Ich bin völlig von Informationen abgeschnitten", sagte Nawalny in der vergangenen Woche bei einer Gerichtsverhandlung im Gefängnis. Die Festnahme seiner Anwälte bezeichnete er als "illegal".

Nawalny gilt als prominentester innenpolitischer Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Nach einem Giftanschlag, für den er den Kreml verantwortlich macht, wurde er in Deutschland behandelt. Im Januar 2021 kehrte Nawalny nach Russland zurück, wurde sofort verhaftet und später wegen "Betrugs" zu neun Jahren Haft verurteilt.

Anfang August wurde die Strafe schließlich wegen "Extremismus" auf 19 Jahre Haft erhöht. Bald soll der 47-Jährige in eine spezielle Strafkolonie verlegt werden, der härtesten Gefängnisart in Russland. Seine Kontakte zu seinen Angehörigen und Anwälten werden dann noch stärker eingeschränkt.

N.Tartaglione--PV

Empfohlen

Leo XIV. feiert in Paris Messe mit 800.000 Menschen

Bei einer Freiluftmesse im Herzen von Paris haben am Samstag hunderttausende Menschen an einem Gottesdienst mit Papst Leo XIV. teilgenommen. Nach Schätzungen des Vatikans versammelten sich etwa 800.000 Menschen zu der Messe im Zentrum der französischen Hauptstadt. Zuvor war der Papst im Papamobil über die Champs-Elysées gefahren, wo er von zahlreichen Gläubigen bejubelt wurde.

Toter in Grundstückseinfahrt in Bayern entdeckt - Kriminalpolizei ermittelt

Im bayerischen Seefeld ist ein 66-Jähriger tot in seiner Grundstückseinfahrt entdeckt worden - nun ermittelt die Kriminalpolizei. Wie am Samstag die Polizei in Ingolstadt mitteilte, wurde der Tote am Freitagmorgen kurz vor sieben Uhr gemeldet. Er befand sich demnach in der Einfahrt neben seinem Auto. Den ersten Erkenntnissen zufolge bestehen "konkrete Anhaltspunkte für eine Fremdeinwirkung".

Sechs Tote bei Wohnhaus-Explosion in Athen - Vier US-Touristen unter den Opfern

Bei der Explosion eines Wohnhauses im Zentrum von Athen sind mindestens sechs Menschen getötet worden, darunter vier Touristen aus den USA. Bei den beiden weiteren Opfern handele es sich um einen Briten und seine griechische Ehefrau, berichtete am Samstag das griechische Staatsfernsehen. Die Explosion hatte sich am Freitagmorgen im Stadtteil Plaka direkt unterhalb der berühmten Akropolis ereignet, sie wurde offenbar durch ein Gasleck ausgelöst.

Nach Explosion in Athen Leichen von zwei US-Touristen aus Trümmern geborgen

Nach der Explosion in einem Wohnhaus in der Altstadt von Athen haben Helfer die Leichen eines Touristenpaars aus den USA aus den Trümmern geborgen. Die US-Bürger hätten eine Wohnung im ersten Stock des Gebäudes gemietet gehabt, berichteten die griechischen Rettungskräfte am Samstag. Die Behörden wollten sich zunächst nicht zur Identität der Todesopfer äußern. Ersten Erkenntnissen zufolge war die Explosion durch ein Gasleck verursacht worden.

Textgröße ändern: