Pallade Veneta - Behörden warnen vor Zerstörung von isländischer Ortschaft durch Vulkanausbruch

Behörden warnen vor Zerstörung von isländischer Ortschaft durch Vulkanausbruch


Behörden warnen vor Zerstörung von isländischer Ortschaft durch Vulkanausbruch
Behörden warnen vor Zerstörung von isländischer Ortschaft durch Vulkanausbruch / Foto: Haraldur Gudjonsson - AFP/Archiv

Der erwartete Ausbruch eines Vulkans könnte in einer nahe der isländischen Hauptstadt Reykjavik gelegenen Ortschaft nach Einschätzung der Behörden schwere Schäden anrichten. "Wir sind wirklich besorgt um alle Häuser und die Infrastruktur in der Gegend", sagte der Leiter des isländischen Katastrophenschutze, Vidir Reynisson, am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Der 4000-Einwohner-Ort Grindavik war nach einer Erdbebenserie bereits evakuiert worden, in der Region wurde der Notstand ausgerufen.

Textgröße ändern:

"Das Magma befindet sich jetzt in einer sehr geringen Tiefe, so dass wir mit einem Ausbruch innerhalb weniger Stunden, spätestens aber innerhalb einiger Tage rechnen", sagte Reynisson. Das wahrscheinlichste Szenario sei die Öffnung eine Erdspalte in der Nähe von Grindavik. "Wir haben eine etwa 15 Kilometer lange Spalte, und überall dort, wo sich diese Spalte befindet, könnte es zu einer Eruption kommen", sagte Reynisson.

Er schloss jedoch die Möglichkeit einer Eruption auf dem Meeresboden nicht aus, die wahrscheinlich eine große Aschewolke verursachen würde. "Es ist nicht das wahrscheinlichste Szenario, aber wir können es nicht ausschließen, weil das Ende der Spalte ins Meer führt", sagte er.

Die 40 Kilometer südwestlich von Reykjavik gelegene Ortschaft Grindavik mit rund 4000 Einwohnern war in der Nacht zum Samstag evakuiert worden. Am Freitag hatten die Behörden in der Region nach hunderten Erdbeben mit einer Stärke von bis zu 5,2 den Notstand ausgerufen und so den Zivilschutz in Alarmbereitschaft versetzt.

Bereits am Donnerstag war die nahe Grindavik gelegene Touristenattraktion Blaue Lagune als Vorsichtsmaßnahme nach einer Erdbebenserie geschlossen worden. Die auf der Reykjanes-Halbinsel gelegene Lagune ist unter anderem wegen ihres Thermalfreibads beliebt. Nahe Grindavik befindet sich zudem das Geothermie-Kraftwerk Svartsengi, das den Großteil der Strom- und Wasserversorgung der 30.000 Bewohner der Halbinsel gewährleistet.

Der isländische Wetterdienst erklärte, es sei derzeit "erheblich mehr Magma" in Bewegung als während der Ausbrüche des auf der Reylkanes-Halbinsel gelegenen Fagradalsfjall-Vulkans zwischen 2021 und Juli 2023. Diese hatten sich jeweils weitab von Infrastruktureinrichtungen und bewohntem Gebiet ereignet.

Seit Ende Oktober wurden nach Angaben des Wetterdiensts auf der Reykjanes-Halbinsel rund 24.000 Erdstöße gemessen. Island ist die größte und aktivste Vulkanregion Europas. Es liegt auf dem sogenannten Mittelatlantischen Rücken, der die eurasische und die nordamerikanische Erdplatte trennt.

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Nach Explosion in Athen Leichen von zwei US-Touristen aus Trümmern geborgen

Nach der Explosion in einem Wohnhaus in der Altstadt von Athen haben Helfer die Leichen eines Touristenpaars aus den USA aus den Trümmern geborgen. Die US-Bürger hätten eine Wohnung im ersten Stock des Gebäudes gemietet gehabt, berichteten die griechischen Rettungskräfte am Samstag. Die Behörden wollten sich zunächst nicht zur Identität der Todesopfer äußern. Ersten Erkenntnissen zufolge war die Explosion durch ein Gasleck verursacht worden.

Hunderttausende strömen in Paris zur Freiluft-Messe mit Papst Leo XIV.

Hunderttausende Menschen sind am Samstag in Paris zu einer Freiluft-Messe mit Papst Leo XIV. geströmt. Schon mehrere Stunden vor Beginn der Veranstaltung versammelten sich unzählige Menschen in der französischen Hauptstadt auf den Champs-Elysées. Leo XIV. will am Nachmittag im Papamobil die berühmte Prachtstraße hinunterfahren - und dann auf dem Place de la Concorde eine Messe feiern. Erwartet werden insgesamt rund 600.000 Menschen.

Explosion in Haus nahe Akropolis in Athen: Ein Todesopfer aus Trümmern geborgen

Nach einer Explosion in einem Wohnhaus in der Altstadt von Athen haben Rettungskräfte eine Leiche aus dem Trümmern geborgen. Bei dem Todesopfer handelt es sich vermutlich um eine Touristin aus den USA, die gemeinsam mit ihrem Ehemann und einem weiteren Paar eine Ferienwohnung in dem Gebäude gemietet hatte, wie die griechische Nachrichtenagentur ANA am Samstag berichtete.

Polizei in Delmenhorst meldet einen Toten und einen Schwerverletzten

Im niedersächsischen Delmenhorst sind in der Nacht von Freitag auf Samstag zwei Männer schwer verletzt worden. Einer von ihnen starb auf dem Weg ins Krankenhaus, berichtete die Polizei am Samstagmorgen. In beiden Fällen wurden Ermittlungen eingeleitet.

Textgröße ändern: