Pallade Veneta - Fünf Jahre Haft für tödlichen Raserunfall auf Möbelhausparkplatz in Bayern

Fünf Jahre Haft für tödlichen Raserunfall auf Möbelhausparkplatz in Bayern


Fünf Jahre Haft für tödlichen Raserunfall auf Möbelhausparkplatz in Bayern
Fünf Jahre Haft für tödlichen Raserunfall auf Möbelhausparkplatz in Bayern / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Wegen eines tödlichen Raserunfalls auf einem Möbelhausparkplatz in Bayern hat das Landgericht Augsburg einen 54-Jährigen zu fünf Jahren Haft verurteilt. Ihm darf zudem für die nächsten vier Jahre kein Führerschein mehr erteilt werden, wie ein Gerichtssprecher der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag sagte. Der Mann wurde wegen zwei verbotenen Kraftfahrzeugrennen, davon eines mit Todesfolge, und fahrlässiger Körperverletzung schuldig gesprochen.

Textgröße ändern:

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann im August 2022 mit bis zu 145 Kilometern pro Stunde über den Parkplatz gerast war und einen Unfall verursacht hatte. Dabei kam eine 21-Jährige, die mit ihm im Auto saß, ums Leben. Zwei weitere Beifahrer wurden verletzt. Der 54-Jährige hatte die jungen Erwachsenen zu einer Probefahrt eingeladen, um ihnen die Kraft seines Autos zu demonstrieren.

Nach Ansicht des Gerichts nahm er es billigend in Kauf, dass andere Verkehrsteilnehmer sowie seine Beifahrer gefährdet werden können. In einer Kurve verlor der Mann die Kontrolle über das Fahrzeug und prallte gegen eine Bordsteinkante. Anschließend überquerte er einen Grünstreifen sowie einen Fuß- und Radweg.

Dabei hob das Auto mehrfach ab. Es durchbrach einen Holzzaun und flog eine fast senkrecht abfallende Böschung herab. Anschließend fuhr es gegen eine sechs Zentimeter hohe Betoneinfassung und über mehrere Grünstreifen, bevor es schließlich gegen eine Einkaufswagensammelbox prallte.

Umherfliegende Metall- und Holzteile durchbrachen die Windschutzscheibe und trafen die 21-Jährige am Kopf. Sie starb an ihren schweren Verletzungen. Eine Mutter und ihre Tochter, die hinter der Einkaufswagenbox standen, konnten vor dem Unfall noch rechtzeitig fliehen und blieben unverletzt.

Der Mann wurde auch für eine ähnliche Tat vom Oktober 2021 verurteilt. Einem Zeugen führte er aus Spaß am Posieren die Beschleunigung seines Autos vor. Es kam aber zu keinem Unfall. Mit dem Urteil blieb das Gericht unter den Forderungen von Staatsanwaltschaft und Nebenklage.

D.Vanacore--PV

Empfohlen

Explosion in Haus nahe Akropolis in Athen: Ein Todesopfer aus Trümmern geborgen

Nach einer Explosion in einem Wohnhaus in der Altstadt von Athen haben Rettungskräfte eine Leiche aus dem Trümmern geborgen. Bei dem Todesopfer handelt es sich vermutlich um eine Touristin aus den USA, die gemeinsam mit ihrem Ehemann und einem weiteren Paar eine Ferienwohnung in dem Gebäude gemietet hatte, wie die griechische Nachrichtenagentur ANA am Samstag berichtete.

Polizei in Delmenhorst meldet einen Toten und einen Schwerverletzten

Im niedersächsischen Delmenhorst sind in der Nacht von Freitag auf Samstag zwei Männer schwer verletzt worden. Einer von ihnen starb auf dem Weg ins Krankenhaus, berichtete die Polizei am Samstagmorgen. In beiden Fällen wurden Ermittlungen eingeleitet.

Papst Leo XIV. ruft zu würdevollem Umgang mit Migranten auf

Papst Leo XIV. hat am zweiten Tag seiner Frankreichreise zu einem würdevollen Umgang mit Migranten aufgerufen. Die Menschen sollten "jene sehen, die unsichtbar sind, und jene befreien, die durch die wirtschaftliche Lage in die Sklaverei gedrängt werden", sagte der Papst bei seinem Besuch einer Einrichtung für Migranten in Paris. Die Geschichte der Kirche und der Menschheit sei nicht von denen geschrieben, die den Eindruck erwecken, zu siegen, indem sie sich durchsetzen, sondern von denen, die sich um Frieden bemühen, Vertrauen schaffen und das Leben fördern, sagte der Papst im Haus Bakhita, das die Diözese Paris eingerichtet hat.

Social-Media-Sucht: Tiktok wendet Prozess in USA durch 100-Millionen-Vergleich ab

Die Videoplattform Tiktok hat mit einem Vergleich einen für Montag geplanten Prozess im US-Bundesstaat Alabama wegen mutmaßlich mangelhaften Schutzes Minderjähriger vor Social-Media-Sucht abgewendet. Wie Generalstaatsanwalt Steve Marshall am Freitag (Ortszeit) mitteilte, soll das Unternehmen im Rahmen der Einigung mindestens 100 Millionen Dollar zahlen und die tägliche Nutzungszeit für junge Nutzer auf zwei Stunden begrenzen.

Textgröße ändern: