Pallade Veneta - Gericht: Erbe kann Erbinnen anderer Verwandter nicht zu Grabpflege verpflichten

Gericht: Erbe kann Erbinnen anderer Verwandter nicht zu Grabpflege verpflichten


Gericht: Erbe kann Erbinnen anderer Verwandter nicht zu Grabpflege verpflichten
Gericht: Erbe kann Erbinnen anderer Verwandter nicht zu Grabpflege verpflichten / Foto: Attila KISBENEDEK - AFP/Archiv

Der Sohn einer 2018 verstorbenen Frau aus Bayern ist mit einer Klage gescheitert, mit der er Erbinnen einer anderen Verwandten zur Grabpflege verpflichten lassen wollte. Wie das Amtsgericht München am Montag mitteilte, wies es die Klage ab. Der Mann ist Alleinerbe seiner Mutter.

Textgröße ändern:

Die Frau hatte ihrer Nichte einen Betrag von 8000 Euro vermacht mit dem Zusatz, dies sei für die Grabpflege. Drei Jahre später starb die Nichte ebenfalls, der Mann klagte gegen ihre Erbinnen. Er fand, dass das Vermächtnis seiner Mutter auf diese übergegangen und nicht zeitlich oder finanziell begrenzt sei. Bis zum Ablauf des Grabnutzungsrechts 2030 sollten die Erbinnen das Familiengrab pflegen.

Das Gericht stellte aber fest, dass die 2018 gestorbene Frau die Grabpflege ihrer Nichte übertragen habe. Sie habe nicht wissen können, wer diese beerben würde, und habe die Erbinnen auch nicht gekannt. Dass diese Erbinnen das Familiengrab pflegen sollten, entspreche nicht dem mutmaßlichen Willen der 2018 gestorbenen Erblasserin. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

L.Bufalini--PV

Empfohlen

Explosion in Haus nahe Akropolis in Athen: Ein Todesopfer aus Trümmern geborgen

Nach einer Explosion in einem Wohnhaus in der Altstadt von Athen haben Rettungskräfte eine Leiche aus dem Trümmern geborgen. Bei dem Todesopfer handelt es sich vermutlich um eine Touristin aus den USA, die gemeinsam mit ihrem Ehemann und einem weiteren Paar eine Ferienwohnung in dem Gebäude gemietet hatte, wie die griechische Nachrichtenagentur ANA am Samstag berichtete.

Polizei in Delmenhorst meldet einen Toten und einen Schwerverletzten

Im niedersächsischen Delmenhorst sind in der Nacht von Freitag auf Samstag zwei Männer schwer verletzt worden. Einer von ihnen starb auf dem Weg ins Krankenhaus, berichtete die Polizei am Samstagmorgen. In beiden Fällen wurden Ermittlungen eingeleitet.

Papst Leo XIV. ruft zu würdevollem Umgang mit Migranten auf

Papst Leo XIV. hat am zweiten Tag seiner Frankreichreise zu einem würdevollen Umgang mit Migranten aufgerufen. Die Menschen sollten "jene sehen, die unsichtbar sind, und jene befreien, die durch die wirtschaftliche Lage in die Sklaverei gedrängt werden", sagte der Papst bei seinem Besuch einer Einrichtung für Migranten in Paris. Die Geschichte der Kirche und der Menschheit sei nicht von denen geschrieben, die den Eindruck erwecken, zu siegen, indem sie sich durchsetzen, sondern von denen, die sich um Frieden bemühen, Vertrauen schaffen und das Leben fördern, sagte der Papst im Haus Bakhita, das die Diözese Paris eingerichtet hat.

Social-Media-Sucht: Tiktok wendet Prozess in USA durch 100-Millionen-Vergleich ab

Die Videoplattform Tiktok hat mit einem Vergleich einen für Montag geplanten Prozess im US-Bundesstaat Alabama wegen mutmaßlich mangelhaften Schutzes Minderjähriger vor Social-Media-Sucht abgewendet. Wie Generalstaatsanwalt Steve Marshall am Freitag (Ortszeit) mitteilte, soll das Unternehmen im Rahmen der Einigung mindestens 100 Millionen Dollar zahlen und die tägliche Nutzungszeit für junge Nutzer auf zwei Stunden begrenzen.

Textgröße ändern: