Pallade Veneta - Mann in Tiefgarage erschossen: Lebenslange Haft für Angeklagten in Bochum

Mann in Tiefgarage erschossen: Lebenslange Haft für Angeklagten in Bochum


Mann in Tiefgarage erschossen: Lebenslange Haft für Angeklagten in Bochum
Mann in Tiefgarage erschossen: Lebenslange Haft für Angeklagten in Bochum / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Fast neun Monate nach den tödlichen Schüssen auf einen Mann in einer Tiefgarage ist am Freitag ein 27-jähriger Beschuldigter vom Landgericht Bochum zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Das Gericht sprach den Angeklagten nach Angaben einer Gerichtssprecherin wegen Mordes schuldig. Das 58-jährige Opfer war Anfang März durch mehrere Schüsse in seinem Auto getötet worden.

Textgröße ändern:

Das Gericht stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest und verfügte eine anschließende Sicherungsverwahrung des Verurteilten, wie die Sprecherin sagte. Als Mordmerkmale habe das Gericht Heimtücke sowie niedrigen Beweggründen festgestellt.

Hintergrund der Tat war ein Streit im Straßenverkehr zwischen dem Angeklagten und dem 58-Jährigen. Demnach ging es um ein vermeintliches Handyfoto, das der 58-Jährige von dem Angeklagten geschossen haben soll. Der 27-Jährige forderte den 58-Jährigen dann vergeblich auf, das Fotos zu löschen.

Der Angeklagte habe dann wenige Tage später an der Bochumer Wohnadresse des 58-Jährigen seinem Opfer aufgelauert. Als sich der 58-Jährige in der Tiefgarage in sein Auto setzte, gab der heute 27-Jährige fünf Schüsse von hinten und zwei Schüsse von der Seite auf das Opfer ab. Der Mann starb noch vor Ort.

Der Leichnam des Erschossenen wurde wenig später auf dem Fahrersitz des geparkten Autos in der Tiefgarage entdeckt. Der Angeklagte rückte schließlich durch eine Funkzellenauswertung in den Fokus der Ermittler.

In dem Verfahren wurde zudem ein Mitangeklagter wegen versuchter Strafvereitelung zu einer Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt, sagte die Sprecherin weiter. Das Gericht gehe davon aus, dass der Mann kurz nach der Tat das Auto des Angeklagten vom Tatort weggefahren habe. Eine Beihilfe zum Mord habe ihm jedoch nicht nachgewiesen werden können. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Y.Destro--PV

Empfohlen

Social-Media-Sucht: Tiktok wendet Prozess in USA durch 100-Millionen-Vergleich ab

Die Videoplattform Tiktok hat mit einem Vergleich einen für Montag geplanten Prozess im US-Bundesstaat Alabama wegen mutmaßlich mangelhaften Schutzes Minderjähriger vor Social-Media-Sucht abgewendet. Wie Generalstaatsanwalt Steve Marshall am Freitag (Ortszeit) mitteilte, soll das Unternehmen im Rahmen der Einigung mindestens 100 Millionen Dollar zahlen und die tägliche Nutzungszeit für junge Nutzer auf zwei Stunden begrenzen.

Social-Media-Sucht: Tiktok in den USA ab Montag erstmals vor Gericht

Die Videoplattform Tiktok soll sich ab Montag erstmals vor einem US-Gericht verantworten. Bei dem Verfahren in Montgomery im Bundesstaat Alabama geht es um den Vorwurf, Tiktok schütze Kinder und Jugendliche nicht ausreichend vor Social-Media-Sucht. Ähnliche geplante Gerichtsprozesse - unter anderem in Los Angeles - hatte Tiktok mit außergerichtlichen Vergleichen abgewendet.

US-Justiz: Pentagon darf Sanktionen gegen Anthropic aufrecht erhalten

Im Konflikt mit dem US-Verteidigungsministerium um seine Einstufung als "Sicherheitsrisiko" hat das US-Unternehmen Anthropic eine juristische Niederlage erlitten. Ein US-Berufungsgericht in Washington bestätigte am Freitag die Maßnahmen gegen das Unternehmen durch das Pentagon. Zwar habe Anthropic nicht in böser Absicht gehandelt. In den USA obliege es aber dem "Präsidenten und dem Verteidigungsminister, zu entscheiden, wie die Risiken gegeneinander abgewogen werden", fügte Richter Gregory Katsas hinzu.

Papst Leo XIV. grüßt von Papamobil aus Menschenmengen in Paris

Papst Leo XIV. hat von seinem Papamobil aus jubelnde Menschenmengen in der französischen Hauptstadt Paris gegrüßt. Nach einer rund zweieinhalb Kilometer langen Fahrt zwischen dem Viertel Montparnasse und dem Place Saint-Michel kam der Pontifex am Freitagnachmittag an der Kathedrale Notre-Dame an, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP beobachteten. Leo XIV. ist der erste Papst, der das Pariser Wahrzeichen seit seiner Wiedereröffnung im Dezember 2024 nach dem verheerenden Brand besucht.

Textgröße ändern: