Pallade Veneta - Bandenkrieg im Raum Stuttgart: Weitere Verdächtige festgenommen

Bandenkrieg im Raum Stuttgart: Weitere Verdächtige festgenommen


Bandenkrieg im Raum Stuttgart: Weitere Verdächtige festgenommen
Bandenkrieg im Raum Stuttgart: Weitere Verdächtige festgenommen / Foto: THOMAS KIENZLE - AFP/Archiv

Im Zusammenkrieg mit dem Bandenkrieg im Raum Stuttgart hat es erneut Festnahmen gegeben. Nach dem Fund einer Plastiktüte mit Waffen in Bad Überkingen seien drei Männer im Alter von 25, 26 und 55 Jahren unter Verdacht geraten, teilten die Staatsanwaltschaft und das baden-württembergische Landeskriminalamt (LKA) am Mittwoch mit. In der Tüte seien eine Maschinenpistole, ein Revolver und eine Handgranate gewesen.

Textgröße ändern:

Da es möglicherweise einen Zusammenhang zu einem Schusswechsel in Schorndorf gebe, habe das LKA die Ermittlungen übernommen. DNA-Spuren hätten dann zu den Männern geführt. Bei Durchsuchungen seien weitere Waffen und knapp 600 Gramm Kokain gefunden worden. Die Männer sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft.

Auf freiem Fuß ist dagegen ein 32-Jähriger, dessen Wohnung ebenfalls durchsucht wurde. Er soll den Angaben zufolge am Angriff auf den Werfer einer Handgranate auf eine Trauergemeinde in Altbach im Juni beteiligt gewesen sein. Es gebe aber keinen dringenden Tatverdacht.

Bei dem Angriff wurden 15 Trauergäste teils schwer verletzt. Am Stuttgarter Landgericht beginnt am Donnerstag der Prozess gegen den Tatverdächtigen. Nach dem mutmaßlichen Handgranatenwurf war er von mehreren Menschen angegriffen worden, fünf mutmaßlich Beteiligte stehen ab der kommenden Woche vor Gericht.

Die Ermittler prüfen nun außerdem, ob der Brand eines Restaurants in Nürtingen am vergangenen Samstag mit dem Bandenkrieg zusammenhängt. Der Bandenkrieg läuft nach Behördenangaben seit mehr als einem Jahr. Die verfeindeten Gruppierungen sind mutmaßlich in kriminelle Aktivitäten verwickelt.

Es gab bereits zahlreiche gewalttätige Zwischenfälle, darunter mehrfach Schüsse auf oder vor Lokalen. "Wer sich an solchen Taten beteiligt, wird entschlossen und hartnäckig mit allen rechtsstaatlichen Mitteln zur Rechenschaft gezogen", erklärte Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) am Mittwoch.

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

Social-Media-Sucht: Tiktok wendet Prozess in USA durch 100-Millionen-Vergleich ab

Die Videoplattform Tiktok hat mit einem Vergleich einen für Montag geplanten Prozess im US-Bundesstaat Alabama wegen mutmaßlich mangelhaften Schutzes Minderjähriger vor Social-Media-Sucht abgewendet. Wie Generalstaatsanwalt Steve Marshall am Freitag (Ortszeit) mitteilte, soll das Unternehmen im Rahmen der Einigung mindestens 100 Millionen Dollar zahlen und die tägliche Nutzungszeit für junge Nutzer auf zwei Stunden begrenzen.

Social-Media-Sucht: Tiktok in den USA ab Montag erstmals vor Gericht

Die Videoplattform Tiktok soll sich ab Montag erstmals vor einem US-Gericht verantworten. Bei dem Verfahren in Montgomery im Bundesstaat Alabama geht es um den Vorwurf, Tiktok schütze Kinder und Jugendliche nicht ausreichend vor Social-Media-Sucht. Ähnliche geplante Gerichtsprozesse - unter anderem in Los Angeles - hatte Tiktok mit außergerichtlichen Vergleichen abgewendet.

US-Justiz: Pentagon darf Sanktionen gegen Anthropic aufrecht erhalten

Im Konflikt mit dem US-Verteidigungsministerium um seine Einstufung als "Sicherheitsrisiko" hat das US-Unternehmen Anthropic eine juristische Niederlage erlitten. Ein US-Berufungsgericht in Washington bestätigte am Freitag die Maßnahmen gegen das Unternehmen durch das Pentagon. Zwar habe Anthropic nicht in böser Absicht gehandelt. In den USA obliege es aber dem "Präsidenten und dem Verteidigungsminister, zu entscheiden, wie die Risiken gegeneinander abgewogen werden", fügte Richter Gregory Katsas hinzu.

Papst Leo XIV. grüßt von Papamobil aus Menschenmengen in Paris

Papst Leo XIV. hat von seinem Papamobil aus jubelnde Menschenmengen in der französischen Hauptstadt Paris gegrüßt. Nach einer rund zweieinhalb Kilometer langen Fahrt zwischen dem Viertel Montparnasse und dem Place Saint-Michel kam der Pontifex am Freitagnachmittag an der Kathedrale Notre-Dame an, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP beobachteten. Leo XIV. ist der erste Papst, der das Pariser Wahrzeichen seit seiner Wiedereröffnung im Dezember 2024 nach dem verheerenden Brand besucht.

Textgröße ändern: