Pallade Veneta - Versicherte Schäden durch Naturkatastrophen erneut über 100 Milliarden Dollar

Versicherte Schäden durch Naturkatastrophen erneut über 100 Milliarden Dollar


Versicherte Schäden durch Naturkatastrophen erneut über 100 Milliarden Dollar
Versicherte Schäden durch Naturkatastrophen erneut über 100 Milliarden Dollar / Foto: Yasin AKGUL - AFP

Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re geht von versicherten Schäden durch Stürme, Überschwemmungen, Starkregen und andere Naturkatastrophen in diesem Jahr von insgesamt 108 Milliarden Dollar aus. Damit läge der Wert das vierte Jahr in Folge über der 100 Milliarden-Dollar-Marke, aber voraussichtlich 23 Prozent niedriger als 2022, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Die gesamten wirtschaftlichen Schäden werden demnach auf 269 Milliarden Dollar geschätzt.

Textgröße ändern:

Schwere Unwetter waren den Angaben nach für versicherte Schäden in Höhe von 60 Milliarden Dollar verantwortlich - ein neuer Rekordwert. Die bislang teuerste Naturkatastrophe des Jahres für die Versicherer war das Erdbeben in Syrien und der Türkei im Februar. Allein die versicherten Schäden beliefen sich auf rund sechs Milliarden Dollar.

Eine immer größere Rolle spielen den Angaben nach auch Ereignisse mit eher geringen oder mittleren Schadenssummen. Zusammen mit steigenden Kosten für Immobilien und Reparaturen könne dies über einen längeren Zeitraum großen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit der Versicherer haben.

"Die Auswirkungen des Klimawandels werden sichtbar", erklärte Swiss Re und verwies darauf, dass 2023 voraussichtlich das wärmste Jahr seit der Beginn der Aufzeichnung werden könnte. Der Rückversicherer weist regelmäßig auf die zunehmende Zahl von Überschwemmungen und Stürmen hin.

Unterdurchschnittlich verlief derweil bisher die Hurrikansaison im Nordatlantik, die für die Versicherer normalerweise sehr kostspielig ist. Hier könnte der Hurrikan Otis, der im Oktober vor allem in Mexiko wütete, den Versicherern aber noch eine hohe Rechnung bescheren.

Bei den genannten Zahlen handelt es sich um eine Prognose. Die tatsächlichen Schadenssummen wird Swiss Re erst im kommenden Jahr veröffentlichen.

M.Romero--PV

Empfohlen

Social-Media-Sucht: Tiktok wendet Prozess in USA durch 100-Millionen-Vergleich ab

Die Videoplattform Tiktok hat mit einem Vergleich einen für Montag geplanten Prozess im US-Bundesstaat Alabama wegen mutmaßlich mangelhaften Schutzes Minderjähriger vor Social-Media-Sucht abgewendet. Wie Generalstaatsanwalt Steve Marshall am Freitag (Ortszeit) mitteilte, soll das Unternehmen im Rahmen der Einigung mindestens 100 Millionen Dollar zahlen und die tägliche Nutzungszeit für junge Nutzer auf zwei Stunden begrenzen.

Social-Media-Sucht: Tiktok in den USA ab Montag erstmals vor Gericht

Die Videoplattform Tiktok soll sich ab Montag erstmals vor einem US-Gericht verantworten. Bei dem Verfahren in Montgomery im Bundesstaat Alabama geht es um den Vorwurf, Tiktok schütze Kinder und Jugendliche nicht ausreichend vor Social-Media-Sucht. Ähnliche geplante Gerichtsprozesse - unter anderem in Los Angeles - hatte Tiktok mit außergerichtlichen Vergleichen abgewendet.

US-Justiz: Pentagon darf Sanktionen gegen Anthropic aufrecht erhalten

Im Konflikt mit dem US-Verteidigungsministerium um seine Einstufung als "Sicherheitsrisiko" hat das US-Unternehmen Anthropic eine juristische Niederlage erlitten. Ein US-Berufungsgericht in Washington bestätigte am Freitag die Maßnahmen gegen das Unternehmen durch das Pentagon. Zwar habe Anthropic nicht in böser Absicht gehandelt. In den USA obliege es aber dem "Präsidenten und dem Verteidigungsminister, zu entscheiden, wie die Risiken gegeneinander abgewogen werden", fügte Richter Gregory Katsas hinzu.

Papst Leo XIV. grüßt von Papamobil aus Menschenmengen in Paris

Papst Leo XIV. hat von seinem Papamobil aus jubelnde Menschenmengen in der französischen Hauptstadt Paris gegrüßt. Nach einer rund zweieinhalb Kilometer langen Fahrt zwischen dem Viertel Montparnasse und dem Place Saint-Michel kam der Pontifex am Freitagnachmittag an der Kathedrale Notre-Dame an, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP beobachteten. Leo XIV. ist der erste Papst, der das Pariser Wahrzeichen seit seiner Wiedereröffnung im Dezember 2024 nach dem verheerenden Brand besucht.

Textgröße ändern: