Pallade Veneta - "Symbol der Freiheit": EU-Parlament ehrt Mahsa Amini posthum mit Sacharow-Preis

"Symbol der Freiheit": EU-Parlament ehrt Mahsa Amini posthum mit Sacharow-Preis


"Symbol der Freiheit": EU-Parlament ehrt Mahsa Amini posthum mit Sacharow-Preis
"Symbol der Freiheit": EU-Parlament ehrt Mahsa Amini posthum mit Sacharow-Preis / Foto: FREDERICK FLORIN - AFP

Als "Symbol der Freiheit" hat der Anwalt von Mahsa Amini, Saleh Nikbacht, der jungen Iranerin bei der Verleihung des Sacharow-Preises für Menschenrechte gedacht. Amini sei nach ihrem Tod für Millionen unterdrückter Frauen zu einem Symbol der Freiheit geworden, las Nikbacht am Dienstag vor dem Europaparlament in Straßburg aus einem Brief von Aminis Mutter Modschgan Eftechari. Eigentlich sollte die Familie den Preis entgegennehmen, der Iran verweigerte jedoch die Ausreise.

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"Gerne hätte ich hier im Namen aller Frauen meines Landes gesprochen", erklärte demnach die Mutter Aminis. "Diese Möglichkeit wurde uns unter Verletzung aller rechtlichen und menschlichen Normen verweigert", hieß es in dem Brief weiter. Die iranischen Behörden hatten Aminis Eltern und ihren Bruder am Samstag trotz eines gültigen Visums an der Ausreise aus dem Iran gehindert und ihre Pässe beschlagnahmt.

"Diese Behandlung ist ein weiteres Beispiel dafür, was die Menschen im Iran tagtäglich erleben", erklärte die Präsidentin des Europaparlaments, Roberta Metsola. Mahsa Amini sei für die Rechte der Frauen und die Freiheit in ihrem Land gestorben, sagte Metsola weiter. "Der diesjährige Sacharow-Preis ist eine Hommage an all die mutigen Frauen im Iran."

Die 22-jährige Amini war im September 2022 nach ihrer Festnahme wegen eines angeblich zu locker getragenen Kopftuchs gestorben. Nach Angaben ihrer Familie starb sie nach Misshandlungen durch die Sittenpolizei. Die iranischen Behörden weisen das zurück.

Aminis Tod löste eine beispiellose Protestbewegung unter dem Slogan "Frau, Leben, Freiheit" aus. Die iranischen Sicherheitskräfte gingen hart gegen die Proteste vor. Hunderte Menschen starben dabei, nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International wurden mehr als 22.000 Menschen festgenommen.

C.Conti--PV

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