Pallade Veneta - Lebenslängliche Haft für Ex-Frau des französischen Serienmörders Fourniret

Lebenslängliche Haft für Ex-Frau des französischen Serienmörders Fourniret


Lebenslängliche Haft für Ex-Frau des französischen Serienmörders Fourniret
Lebenslängliche Haft für Ex-Frau des französischen Serienmörders Fourniret / Foto: Miguel MEDINA - AFP/Archiv

Ohne sie hätte der Serienmörder Michel Fourniret seine Opfer nicht so leicht anlocken, vergewaltigen und töten können: Die langjährige Ehefrau des "Ardennen-Monsters", Monique Olivier, wurde am Dienstag in Paris nach mehr als zehnstündigen Beratungen des Gerichts wegen Beihilfe zur Entführung und zum Mord in drei Fällen zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Die Opfer waren neun, 18 und 20 Jahre alt gewesen.

Textgröße ändern:

"Mir tut das alles Leid, was ich getan habe", sagte die 75-Jährige vor der Urteilsverkündung. Es war der dritte Prozess zu den Opfern von Michel Fourniret, der 2021 in Haft gestorben war. Olivier hatte nach der Verurteilung des Paares zu lebenslänglicher Haft 2008 die Scheidung eingereicht.

Die Richter verhängten zusätzlich eine 20 Jahre dauernde Sicherungsverwahrung. Olivier habe die Verbrechen ihres Mannes erst möglich gemacht, hatte die Staatsanwaltschaft in ihrem Plädoyer betont.

In zwei der drei verhandelten Fällen sind die Leichen der Opfer bis heute nicht gefunden. Die Angeklagte hatte zu Beginn des Prozesses ein pauschales Geständnis abgelegt und sich ansatzweise reumütig gezeigt, aber keine neuen Angaben zu den Orten gemacht, wo sich die Überreste der Opfer befinden.

Die Staatsanwaltschaft warf der 75-Jährigen vor, den Mädchen Vertrauen eingeflößt zu haben, obwohl sie wusste, dass diese ermordet werden würden. So begleitete Olivier, als sie im siebten Monat schwanger war, ihren Mann im Auto, damit dessen Opfer keinen Verdacht schöpften und sich ins Auto locken ließen. "Ohne sie hätte (Fourniret) seine Verbrechen nicht begehen können", sagte Staatsanwalt Hugues Julié.

B.Cretella--PV

Empfohlen

Social-Media-Sucht: Tiktok in den USA ab Montag erstmals vor Gericht

Die Videoplattform Tiktok soll sich ab Montag erstmals vor einem US-Gericht verantworten. Bei dem Verfahren in Montgomery im Bundesstaat Alabama geht es um den Vorwurf, Tiktok schütze Kinder und Jugendliche nicht ausreichend vor Social-Media-Sucht. Ähnliche geplante Gerichtsprozesse - unter anderem in Los Angeles - hatte Tiktok mit außergerichtlichen Vergleichen abgewendet.

US-Justiz: Pentagon darf Sanktionen gegen Anthropic aufrecht erhalten

Im Konflikt mit dem US-Verteidigungsministerium um seine Einstufung als "Sicherheitsrisiko" hat das US-Unternehmen Anthropic eine juristische Niederlage erlitten. Ein US-Berufungsgericht in Washington bestätigte am Freitag die Maßnahmen gegen das Unternehmen durch das Pentagon. Zwar habe Anthropic nicht in böser Absicht gehandelt. In den USA obliege es aber dem "Präsidenten und dem Verteidigungsminister, zu entscheiden, wie die Risiken gegeneinander abgewogen werden", fügte Richter Gregory Katsas hinzu.

Papst Leo XIV. grüßt von Papamobil aus Menschenmengen in Paris

Papst Leo XIV. hat von seinem Papamobil aus jubelnde Menschenmengen in der französischen Hauptstadt Paris gegrüßt. Nach einer rund zweieinhalb Kilometer langen Fahrt zwischen dem Viertel Montparnasse und dem Place Saint-Michel kam der Pontifex am Freitagnachmittag an der Kathedrale Notre-Dame an, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP beobachteten. Leo XIV. ist der erste Papst, der das Pariser Wahrzeichen seit seiner Wiedereröffnung im Dezember 2024 nach dem verheerenden Brand besucht.

Haus von Bruder angezündet: Lange Haftstrafe für Mann aus Niedersachsen bestätigt

Weil er das Haus seines Bruders anzündete, muss ein Mann aus Niedersachsen lange ins Gefängnis. Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte das Urteil des Landgerichts Verden, wie er am Freitag in Karlsruhe mitteilte. Das Landgericht hatte den zu dem Zeitpunkt 52 Jahre alten Angeklagten im Februar wegen versuchten Mordes schuldig gesprochen. (Az. 6 StR 330/26)

Textgröße ändern: