Pallade Veneta - Lastwagenfahrer wirft schwere Steine in Gegenverkehr - Prozessbeginn in Augsburg

Lastwagenfahrer wirft schwere Steine in Gegenverkehr - Prozessbeginn in Augsburg


Lastwagenfahrer wirft schwere Steine in Gegenverkehr - Prozessbeginn in Augsburg
Lastwagenfahrer wirft schwere Steine in Gegenverkehr - Prozessbeginn in Augsburg / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Ein wegen zehnfachen versuchten Mordes in Augsburg angeklagter Lastwagenfahrer hat gestanden, aus seinem Fahrerhaus schwere Steine auf entgegenkommende Autos geworfen zu haben. Der Mann habe zu Beginn des Prozesses gegen ihn am Donnerstag als Motiv Stressabbau angegeben, sagte eine Gerichtssprecherin. Ihm droht nun eine langjährige Haftstrafe.

Textgröße ändern:

Die Taten wurden in den Jahren 2022 und 2023 auf autobahnähnlich ausgebauten Bundesstraßen in der Nähe von Augsburg begangen. Mehrere Autofahrer erlitten nach den Steinewürfen durch zerborstene Autoscheiben Schnittverletzungen. Schwer oder lebensgefährlich Verletzte gab es nicht.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann in zehn Fällen den Tod der entgegenkommenden Autofahrer billigend in Kauf nahm, und klagte den in Rumänien geborenen Fahrer deshalb wegen versuchten Mordes sowie wegen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr an. In zwei weiteren Fällen ist der Mann nur wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr angeklagt.

Zu diesen Vorwürfen kommt der Vorwurf der Körperverletzung. Wie die Gerichtssprecherin sagte, erklärte der geständige Angeklagte die Taten vor allem mit Stressabbau. Der Mann habe seine persönlichen Probleme zum Anlass für die Steinwürfe genommen. Er habe sich isoliert gefühlt in Deutschland. Für den Prozess sind Verhandlungstage bis zum 8. Februar angesetzt.

M.Jacobucci--PV

Empfohlen

Papst Leo XIV. grüßt von Papamobil aus Menschenmengen in Paris

Papst Leo XIV. hat von seinem Papamobil aus jubelnde Menschenmengen in der französischen Hauptstadt Paris gegrüßt. Nach einer rund zweieinhalb Kilometer langen Fahrt zwischen dem Viertel Montparnasse und dem Place Saint-Michel kam der Pontifex am Freitagnachmittag an der Kathedrale Notre-Dame an, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP beobachteten. Leo XIV. ist der erste Papst, der das Pariser Wahrzeichen seit seiner Wiedereröffnung im Dezember 2024 nach dem verheerenden Brand besucht.

Haus von Bruder angezündet: Lange Haftstrafe für Mann aus Niedersachsen bestätigt

Weil er das Haus seines Bruders anzündete, muss ein Mann aus Niedersachsen lange ins Gefängnis. Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte das Urteil des Landgerichts Verden, wie er am Freitag in Karlsruhe mitteilte. Das Landgericht hatte den zu dem Zeitpunkt 52 Jahre alten Angeklagten im Februar wegen versuchten Mordes schuldig gesprochen. (Az. 6 StR 330/26)

Betrug mit Netz für Handwerksdienstleistungen: Bewährungsstrafe für Mann in Bayern

Weil er ein betrügerisches Netzwerk für Handwerksdienstleistungen leitete, ist ein Mann vom Landgericht im bayerischen Regensburg zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und vier Monaten verurteilt worden. Das Urteil in dem seit mehr als eineinhalb Jahren laufenden erging wegen Betrugs, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte. Der Mann soll zudem 10.000 Euro an die Staatskasse zahlen.

Papst Leo XIV. beginnt Frankreichbesuch mit Warnung vor "Wettrüsten"

Papst Leo XIV. hat zum Auftakt seines Frankreichbesuchs vor einem "schwer kontrollierbaren Wettrüsten" gewarnt. Derzeit verbreite sich "zunehmend die irrige Überzeugung, der Besitz von Atomwaffen sei eine Garantie für Sicherheit", sagte der Papst in seiner Ansprache vor Vertretern aus Politik und Zivilgesellschaft am Freitag im Elysée-Palast in Paris. "Dies nährt ein neues, nur schwer kontrollierbares Wettrüsten", fügte das Oberhaupt der katholischen Kirche hinzu. Frieden sei "kein Gleichgewicht der Kräfte", sondern werde täglich durch Dialog und Gerechtigkeit geschaffen.

Textgröße ändern: