Pallade Veneta - Lebenslange Haft nach Hausexplosion im nordrhein-westfälischen Eschweiler

Lebenslange Haft nach Hausexplosion im nordrhein-westfälischen Eschweiler


Lebenslange Haft nach Hausexplosion im nordrhein-westfälischen Eschweiler
Lebenslange Haft nach Hausexplosion im nordrhein-westfälischen Eschweiler / Foto: INA FASSBENDER, - - AFP/Archiv

Rund neun Monate nach einer schweren Explosion in einem Wohn- und Geschäftshaus im nordrhein-westfälischen Eschweiler hat das Landgericht Aachen einen Vater und seinen Sohn zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt. Die beiden Angeklagten hätten sich des versuchten Mordes in neun Fällen schuldig gemacht, sagte ein Gerichtssprecher am Dienstag. Bei der bewusst herbeigeführten Explosion war mehr als ein Dutzend Menschen verletzt worden.

Textgröße ändern:

Das Urteil folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Ankläger hatten zusätzlich zur lebenslangen Haft die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld für beide Angeklagte beantragt. Dem folgte das Gericht nicht. Die Verteidigung hatte für den 22-jährigen Sohn eine Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren und für den Vater einen Freispruch beantragt.

Laut Anklage hatten der 22-Jährige und sein 56-jähriger Vater gemeinsam ein Geschäft im Erdgeschoss des Mehrfamilienhauses in der Innenstadt von Eschweiler nahe Aachen betrieben. Um an die Versicherungssumme zu gelangen, hätten sie in dem Geschäft Brandbeschleuniger ausgegossen und dann eine Explosion herbeigeführt.

Nach früheren Ermittlerangaben wurden bei der Explosion 15 Menschen verletzt, zwei von ihnen schwebten in Lebensgefahr. Die Explosion ereignete sich in einem viergeschossigen Wohn- und Geschäftshaus. Dieses geriet in Brand, die Druckwelle beschädigte eine Vielzahl weiterer Gebäude erheblich. Es soll ein Schaden von rund zwei Millionen Euro entstanden sein.

M.Jacobucci--PV

Empfohlen

Papst Leo XIV. grüßt von Papamobil aus Menschenmengen in Paris

Papst Leo XIV. hat von seinem Papamobil aus jubelnde Menschenmengen in der französischen Hauptstadt Paris gegrüßt. Nach einer rund zweieinhalb Kilometer langen Fahrt zwischen dem Viertel Montparnasse und dem Place Saint-Michel kam der Pontifex am Freitagnachmittag an der Kathedrale Notre-Dame an, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP beobachteten. Leo XIV. ist der erste Papst, der das Pariser Wahrzeichen seit seiner Wiedereröffnung im Dezember 2024 nach dem verheerenden Brand besucht.

Haus von Bruder angezündet: Lange Haftstrafe für Mann aus Niedersachsen bestätigt

Weil er das Haus seines Bruders anzündete, muss ein Mann aus Niedersachsen lange ins Gefängnis. Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte das Urteil des Landgerichts Verden, wie er am Freitag in Karlsruhe mitteilte. Das Landgericht hatte den zu dem Zeitpunkt 52 Jahre alten Angeklagten im Februar wegen versuchten Mordes schuldig gesprochen. (Az. 6 StR 330/26)

Betrug mit Netz für Handwerksdienstleistungen: Bewährungsstrafe für Mann in Bayern

Weil er ein betrügerisches Netzwerk für Handwerksdienstleistungen leitete, ist ein Mann vom Landgericht im bayerischen Regensburg zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und vier Monaten verurteilt worden. Das Urteil in dem seit mehr als eineinhalb Jahren laufenden erging wegen Betrugs, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte. Der Mann soll zudem 10.000 Euro an die Staatskasse zahlen.

Papst Leo XIV. beginnt Frankreichbesuch mit Warnung vor "Wettrüsten"

Papst Leo XIV. hat zum Auftakt seines Frankreichbesuchs vor einem "schwer kontrollierbaren Wettrüsten" gewarnt. Derzeit verbreite sich "zunehmend die irrige Überzeugung, der Besitz von Atomwaffen sei eine Garantie für Sicherheit", sagte der Papst in seiner Ansprache vor Vertretern aus Politik und Zivilgesellschaft am Freitag im Elysée-Palast in Paris. "Dies nährt ein neues, nur schwer kontrollierbares Wettrüsten", fügte das Oberhaupt der katholischen Kirche hinzu. Frieden sei "kein Gleichgewicht der Kräfte", sondern werde täglich durch Dialog und Gerechtigkeit geschaffen.

Textgröße ändern: