Pallade Veneta - Elf Jahren Haft für Mann in Kiel wegen tödlicher Messerattacke auf Exfrau

Elf Jahren Haft für Mann in Kiel wegen tödlicher Messerattacke auf Exfrau


Elf Jahren Haft für Mann in Kiel wegen tödlicher Messerattacke auf Exfrau
Elf Jahren Haft für Mann in Kiel wegen tödlicher Messerattacke auf Exfrau / Foto: INA FASSBENDER, - - AFP/Archiv

Das Landgericht im schleswig-holsteinischen Kiel hat einen 60-Jährigen für die Tötung seiner Exfrau mit mehr als 50 Messerstichen zu elf Jahren Haft verurteilt. Die Kammer sah es nach Angaben eines Sprechers am Donnerstag als erwiesen an, dass der Mann seine ehemalige Partnerin vor fast einem Jahr nach einem gemeinsamen Gesprächstermin in der Schule eines ihrer Kinder in Rendsburg erstochen hatte.

Textgröße ändern:

Die Leiche seiner 42-jährigen Exfrau legte der Beschuldigte laut Anklage in einem Graben an einem Feldweg in Klein Bennebek 20 Kilometer entfernt von Rendsburg ab. Dort wurde sie erst nach zwei Wochen von einer Spaziergängerin gefunden. Zwischenzeitlich lief eine Vermisstenfahndung nach der Getöteten.

Der Beschuldigte war in dem im September begonnenen Prozess ursprünglich wegen Mordes angeklagt, die Staatsanwaltschaft sah die Mordmerkmale der Heimtücke und der niedrigen Beweggründe als erfüllt an. In ihrem Plädoyer nach dem Ende der Beweisaufnahme rückte diese dem Gerichtssprecher zufolge aber selbst vom Mordvorwurf ab und forderte eine Urteil wegen Totschlags. Die Verteidigung des Angeklagten plädierte demnach auf einen Freispruch.

M.Romero--PV

Empfohlen

Haus von Bruder angezündet: Lange Haftstrafe für Mann aus Niedersachsen bestätigt

Weil er das Haus seines Bruders anzündete, muss ein Mann aus Niedersachsen lange ins Gefängnis. Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte das Urteil des Landgerichts Verden, wie er am Freitag in Karlsruhe mitteilte. Das Landgericht hatte den zu dem Zeitpunkt 52 Jahre alten Angeklagten im Februar wegen versuchten Mordes schuldig gesprochen. (Az. 6 StR 330/26)

Betrug mit Netz für Handwerksdienstleistungen: Bewährungsstrafe für Mann in Bayern

Weil er ein betrügerisches Netzwerk für Handwerksdienstleistungen leitete, ist ein Mann vom Landgericht im bayerischen Regensburg zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und vier Monaten verurteilt worden. Das Urteil in dem seit mehr als eineinhalb Jahren laufenden erging wegen Betrugs, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte. Der Mann soll zudem 10.000 Euro an die Staatskasse zahlen.

Papst Leo XIV. beginnt Frankreichbesuch mit Warnung vor "Wettrüsten"

Papst Leo XIV. hat zum Auftakt seines Frankreichbesuchs vor einem "schwer kontrollierbaren Wettrüsten" gewarnt. Derzeit verbreite sich "zunehmend die irrige Überzeugung, der Besitz von Atomwaffen sei eine Garantie für Sicherheit", sagte der Papst in seiner Ansprache vor Vertretern aus Politik und Zivilgesellschaft am Freitag im Elysée-Palast in Paris. "Dies nährt ein neues, nur schwer kontrollierbares Wettrüsten", fügte das Oberhaupt der katholischen Kirche hinzu. Frieden sei "kein Gleichgewicht der Kräfte", sondern werde täglich durch Dialog und Gerechtigkeit geschaffen.

Karlsruhe befasst sich mit Ausschluss von Abgeordnetem aus AfD-Bundestagsfraktion

Das Bundesverfassungsgericht verhandelt im November über einen Ausschluss aus der AfD-Bundestagsfraktion. Das Gericht kündigte am Freitag in Karlsruhe eine mündliche Verhandlung für den 4. November an. Der Abgeordnete Jan Wenzel Schmidt war im März im Zusammenhang mit der Debatte über Vetternwirtschaft aus der Fraktion ausgeschlossen worden. Vor Gericht geht es nun um die Frage, ob Abgeordnetenrechte verletzt wurden. (Az. 2 BvE 2/26)

Textgröße ändern: