Pallade Veneta - WG-Mitbewohnerin zu Tode gequält: Lebenslange Haft für drei Angeklagte in Köln

WG-Mitbewohnerin zu Tode gequält: Lebenslange Haft für drei Angeklagte in Köln


WG-Mitbewohnerin zu Tode gequält: Lebenslange Haft für drei Angeklagte in Köln
WG-Mitbewohnerin zu Tode gequält: Lebenslange Haft für drei Angeklagte in Köln / Foto: INA FASSBENDER, - - AFP/Archiv

Weil sie ihre WG-Mitbewohnerin zu Tode quälten, hat das Landgericht Köln am Montag zwei Frauen und einen Mann zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Wie eine Gerichtssprecherin mitteilte, wurden die drei Angeklagten wegen Mordes schuldig gesprochen. Gegen zwei Angeklagte wurde Sicherungsverwahrung angeordnet. Ein vierter Angeklagter erhielt wegen gefährlicher Körperverletzung eine Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren.

Textgröße ändern:

Die Staatsanwaltschaft warf den zwei Männern und zwei Frauen im Alter von 28 bis 35 Jahren vor, ihre WG-Mitbewohnerin im Jahr 2020 über Wochen körperlich so massiv gequält zu haben, dass die Frau am Ende im Krankenhaus starb. Das Opfer soll viele Jahre mit einem der Männer aus der WG liiert gewesen sein, sich aber Ende April 2020 von ihm getrennt haben. In der Folgezeit soll ihr früherer Partner wiederholt auf sie eingeschlagen und eingetreten haben.

Die drei Mitbewohner sollen sich der Anklage zufolge an mehreren körperlichen Übergriffen beteiligt haben, bei denen die Geschädigte unter anderem gewürgt und in den Unterleib getreten worden sein soll. Trotz erheblicher Verletzungen des Tatopfers hätten die Angeklagten keinen Arzt verständigt, erklärte die Staatsanwaltschaft.

Neben den Misshandlungen soll die Geschädigte auch auf verschiedenste andere Weisen über mehrere Wochen drangsaliert worden sein. Sie habe darum bitten müssen, essen oder auf die Toilette gehen zu dürfen. Wenn die Frau Vorgaben der vier Mitbewohner nicht befolgt habe, sei sie mit demütigenden Handlungen bestraft worden.

Die schwer misshandelte Frau wurde bei einem Polizeieinsatz in der WG entdeckt und kam in ein Krankenhaus. Dort starb sie aufgrund der Schwere der Verletzungen infolge eines akuten Nierenversagens.

Y.Destro--PV

Empfohlen

Sachsen:45-Jähriger soll Hörgeschädigte mit falschen Anlagen betrogen haben - Anklage

Weil er Hörgeschädigte mit falschen Geldanlageangeboten mit vermeintlich hohen Renditen betrogen haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Dresden Anklage gegen einen 45-Jährigen erhoben. Ihm wird Betrug in 76 Fällen vorgeworfen, wie die Behörde am Freitag in der sächsischen Landeshauptstadt mitteilte. Demnach soll der selbst hörgeschädigte Mann zwischen Januar 2024 und Anfang 2026 ein vermeintlich selbst entwickeltes Anlagemodell für Hörgeschädigte mit extrem hohen Renditen vermarktet haben.

Krankenkasse DAK erfasst 30 Prozent mehr neue Fälle von Abrechnungsbetrug

Bei der Krankenkasse DAK-Gesundheit sind 2024 und 2025 rund 2300 neue Verdachtsfälle von Abrechnungsbetrug erfasst worden. Das waren 30 Prozent mehr als im vorherigen Berichtszeitraum, wie die Kasse am Freitag in Hamburg mitteilte. Insgesamt verfolgte sie knapp 4900 Bestands- und Neufälle, was 20 Prozent mehr als in den Vorjahren waren. Der entstandene Schaden lag demnach bei 15,6 Millionen Euro.

Schlag gegen Cyberkriminelle: Mehr als 9000 betrügerische Rufnummern abgeschaltet

Bei einer Aktion gegen Cyberkriminalität sind in den vergangenen drei Monaten mehr als 9000 Rufnummern, die für Betrugsmaschen genutzt wurden, abgeschaltet worden. Wie das baden-württembergische Landeskriminalamt (LKA) zusammen mit anderen Strafverfolgungsbehörden am Freitag mitteilte, wurden die Nummern hauptsächlich für Cyberanlagebetrug genutzt. Der Ermittlungserfolg sei Teil der groß angelegten Antiscamstrategie "Operation Herakles".

Gedenkort nach CSD-Anschlag: Regenbogenbank in Berliner Tiergarten erneut beschädigt

Eine Bank in Regenbogenfarben, die im Berliner Tiergarten an den Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day (CSD) erinnert, ist erneut beschädigt worden. Unbekannte Täter demontierten auf noch ungeklärte Weise eine der Holzlatten der bunten Bank, wie die Polizei in der Bundeshauptstadt am Freitag mitteilte. Zwei weitere Holzlatten wiesen ebenfalls Beschädigungen auf. Der polizeiliche Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamts nah Ermittlungen auf.

Textgröße ändern: