Pallade Veneta - Tausende Regierungsgegner protestieren in Kroatien gegen Korruption

Tausende Regierungsgegner protestieren in Kroatien gegen Korruption


Tausende Regierungsgegner protestieren in Kroatien gegen Korruption
Tausende Regierungsgegner protestieren in Kroatien gegen Korruption / Foto: Damir SENCAR - AFP

Tausende Menschen haben am Samstag in der kroatischen Hauptstadt Zagreb gegen die Regierung protestiert und die Korruption im Land beklagt. Die von mehreren Oppositionsparteien organisierte Demonstration stand unter dem Motto "Es reicht! Neuwahlen jetzt!". Der Vorsitzende der oppositionellen Sozialdemokraten, Pedja Grbin, forderte ein Ende der "Tyrannei, der Lügen und der Korruption".

Textgröße ändern:

Die Demonstranten riefen den konservativen Ministerpräsidenten Andrej Plenkovic zum Rücktritt auf. Die Parlamentswahl in Kroatien muss bis zum 22. September abgehalten werden, ein genauer Termin steht aber noch nicht fest.

Hintergrund der Proteste ist die Ernennung eines neuen Generalstaatsanwalts. Der Posten wurde mit dem Richter Ivan Turudic besetzt, dem Verbindungen zu Korruptionsverdächtigen vorgeworfen werden. Turudic, der von der konservativen Regierung unterstützt wird, weist die Anschuldigungen zurück.

Die Ernennung des neuen Generalstaatsanwalts sei "der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt", sagte die Abgeordnete Sandra Bencic von der Partei Mozemo. "Die Regierung hat keine Legitimität mehr und muss gehen."

B.Fortunato--PV

Empfohlen

Bundesgerichtshof urteilt über Gemälde an Fassade von Wuppertaler Hochhaus

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe urteilt am Freitag (09.00 Uhr) im Streit über ein großes Gemälde an der Fassade eines Wuppertaler Hochhauses. Das Bild sollte Teil eines Open-Air-Museums von Straßenkunst in der nordrhein-westfälischen Stadt werden. Der Verein "Urbaner Kunstraum Wuppertal" bot der Eigentümergemeinschaft an, die Fassade auf seine Kosten durch eine Künstlerin gestalten zu lassen. (Az. V ZR 165/25)

Starbucks will in Nordamerika zahlreiche Filialen schließen

Die US-Kette Starbucks will in Nordamerika zahlreiche Filialen schließen. Das Unternehmen habe ihr "Café-Portfolio in Nordamerika sorgfältig geprüft", hieß es am Donnerstag auf der Unternehmenswebseite in einer Mitteilung an die Mitarbeiter. Begründet wurde der Schritt unter anderem mit fehlenden Umsätzen. Daher sei beschlossen worden, "bis Ende der Woche etwa 250 Cafés" zu schließen. Das ist rund ein Prozent der mehr als 18.000 Cafés in Nordamerika.

Gericht in Kroatien genehmigt Auslieferung von ukrainischem Nord-Stream-Verdächtigen

Ein Gericht in Kroatien hat die Auslieferung eines Ukrainers genehmigt, dem in Deutschland eine Beteiligung an den Anschlägen auf die Nord-Stream-Gasleitungen in der Ostsee vorgeworfen wird. Wie der Anwalt von Wolodymyr Z., Ljubo Pavasovic Viskovic, am Donnerstag mitteilte, erging der Gerichtsbeschluss bereits am 18. September. Der Anwalt kündigte an, Berufung gegen die Entscheidung des Gerichts der Adriastadt Pula einzulegen.

CNN, MS NOW und Politico wieder zum Weißen Haus zugelassen

Journalisten von CNN, MS NOW und der Plattform Politico haben wieder Zugang zum Weißen Haus: Die beiden US-Sender teilten am Donnerstag mit, ihre Reporter seien wieder hineingelassen worden. Das Weiße Haus erklärte, dies gelte auch für die Plattform Politico, die zum Springer-Konzern gehört.

Textgröße ändern: