Pallade Veneta - Tödliche Attacke bei Neuschwanstein: Anklage und Verteidigung fordern lebenslang

Tödliche Attacke bei Neuschwanstein: Anklage und Verteidigung fordern lebenslang


Tödliche Attacke bei Neuschwanstein: Anklage und Verteidigung fordern lebenslang
Tödliche Attacke bei Neuschwanstein: Anklage und Verteidigung fordern lebenslang / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Im Mordprozess um die Gewalttat an zwei 21 und 22 Jahre alten US-Touristinnen nahe Schloss Neuschwanstein in Bayern haben die Staatsanwaltschaft und die Verteidigung am Montag vor dem Landgericht Kempten eine lebenslange Haftstrafe gefordert. Die Staatsanwaltschaft forderte zudem, für den ebenfalls aus den USA stammenden 31 Jahre alten Troy Philipp B. die besondere Schwere der Schuld festzustellen und eine an die Haft anschließende Sicherungsverwahrung vorzubehalten, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.

Textgröße ändern:

B. hatte in dem Verfahren gestanden, die 21 Jahre alte Frau vergewaltigt und so massiv körperlich misshandelt zu haben, dass sie starb. Er gestand auch, deren 22 Jahre alte Begleiterin zuvor einen Abhang hinunter gestoßen zu haben - die Frau überlebte den etwa 50 Meter tiefen Sturz.

Das Plädoyer von Staatsanwaltschaft und Verteidigung unterschied sich im Wesentlichen bei der Bewertung der Attacke auf die überlebende Frau. Die Anklage wertete dies als versuchten Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung, die Verteidigung hingegen lediglich als Körperverletzung.

Die Tat an der verstorbenen Frau bewerteten beide Seiten als Mord in Tateinheit mit Vergewaltigung mit Todesfolge. Außerdem sahen beide Seiten den Mann des Besitzes von Kinderpornografie als überführt an. Das Urteil in dem international für Aufsehen sorgenden Fall soll am Montag kommender Woche verkündet werden.

Die Tat ereignete sich im Juni vergangenen Jahres. Der aus dem US-Bundesstaat Michigan stammende B. und die beiden Frauen begegneten sich zufällig beim Wandern nahe dem Schloss, sie kannten sich vorher nicht. Unter einem Vorwand lockte B. der Anklage zufolge die jungen Frauen in einen abgelegenen Bereich oberhalb der in Schlossnähe gelegenen Marienbrücke, wo es dann zu dem Übergriff kam.

L.Guglielmino--PV

Empfohlen

Gericht in Kroatien genehmigt Auslieferung von ukrainischem Nord-Stream-Verdächtigen

Ein Gericht in Kroatien hat die Auslieferung eines Ukrainers genehmigt, dem in Deutschland eine Beteiligung an den Anschlägen auf die Nord-Stream-Gasleitungen in der Ostsee vorgeworfen wird. Wie der Anwalt von Wolodymyr Z., Ljubo Pavasovic Viskovic, am Donnerstag mitteilte, erging der Gerichtsbeschluss bereits am 18. September. Der Anwalt kündigte an, Berufung gegen die Entscheidung des Gerichts der Adriastadt Pula einzulegen.

CNN, MS NOW und Politico wieder zum Weißen Haus zugelassen

Journalisten von CNN, MS NOW und der Plattform Politico haben wieder Zugang zum Weißen Haus: Die beiden US-Sender teilten am Donnerstag mit, ihre Reporter seien wieder hineingelassen worden. Das Weiße Haus erklärte, dies gelte auch für die Plattform Politico, die zum Springer-Konzern gehört.

Weißes Haus ignoriert Gerichtsanordnung und hält Hausverbot für Medien aufrecht

Trotz einer anderslautenden Gerichtsentscheidung hat das Weiße Haus Journalisten der US-Sender CNN und MS NOW sowie der Plattform Politico weiterhin den Zugang verweigert. Die Medien erklärten, ihren Reportern sei am Donnerstag der Eintritt verwehrt worden, als sie über den Staatsbesuch von Chinas Präsident Xi Jinping berichten wollten. Sie beantragten daraufhin eine Eilanhörung vor Gericht. US-Präsident Donald Trump hatte den drei Medien "Falschinformationen" vorgeworfen und ein Hausverbot verhängt.

Reporter von CNN, MS NOW und Politico weiter ohne Zugang zum Weißen Haus

Journalisten der US-Sender CNN und MS NOW und der Plattform Politico haben weiter keinen Zugang zum Weißen Haus - obwohl ein US-Bundesgericht das von Präsident Donald Trump verhängte Hausverbot vorerst aufgehoben hat. Die Medien erklärten, ihren Reportern sei am Donnerstag der Eintritt ins Weiße Haus verweigert worden. Die Journalisten wollten über den Staatsbesuch von Chinas Präsident Xi Jinping berichten.

Textgröße ändern: